Bleiben nach einem Spülgang Speisereste auf Tellern oder Schlieren auf Gläsern zurück, sind oft die Sprüharme verstopft oder blockiert. Die Sprüharme verteilen das Wasser im Innenraum und reinigen das Geschirr mechanisch. Sind die Düsen verstopft oder die Arme blockiert, kann die Spülleistung erheblich nachlassen. Prüfen und reinigen Sie zuerst die Sprüharme. Das ist ein einfacher erster Schritt, den Sie ohne Werkzeug selbst machen können.

Sichtprüfung und erste Kontrolle

Schalten Sie den Geschirrspüler aus, öffnen Sie die Tür und prüfen Sie die Sprüharme genau. Achten Sie auf Speisereste in den Düsen, Kalkablagerungen oder Fremdkörper wie Obstkerne, Schalenstücke oder kleine Knochen. Auch Risse oder Verformungen am Kunststoff fallen bei der Sichtprüfung auf.

Nehmen Sie dann beide Sprüharme vorsichtig in die Hand und drehen Sie sie. Sie sollten sich leicht und ohne Widerstand bewegen lassen. Ein blockierter Arm kann durch zu hoch eingeräumtes Geschirr, einen langen Löffel oder eine ungünstig stehende Schüssel verursacht werden. Siemens und Miele nennen falsche Beladung als eine der häufigsten Ursachen für blockierte Sprüharme. Korrigieren Sie solche Hindernisse, bevor Sie die Arme ausbauen.

Sprüharme ausbauen

Der Einbau der Sprüharme unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell. Es gibt keine universelle Bauweise. Lesen Sie daher die Gebrauchsanleitung Ihres Geräts.

Der untere Sprüharm lässt sich bei den meisten Geräten nach oben abziehen. Bei Miele müssen Sie zuvor den Unterkorb herausziehen. Obere Sprüharme werden je nach Bauart abgeschraubt oder nach unten gedrückt, bis eine innere Verzahnung einrastet. Dann wird der Arm gelöst. Bei manchen Modellen gibt es zusätzliche mittlere Sprüharme oder Sprühköpfe an der Besteckschublade. Sie werden erst zugänglich, wenn Sie die Schublade ausziehen.

Die Faustregel lautet: Ziehen Sie nicht mit Gewalt und drehen Sie nicht in die falsche Richtung. Sonst können Kunststoffhalterungen, Dichtungen und Verriegelungen brechen. Falls Sie die Gebrauchsanleitung nicht haben, suchen Sie online nach der Modellnummer und dem Stichwort „Sprüharm ausbauen“.

Düsen durchspülen und Fremdkörper entfernen

Halten Sie die ausgebauten Sprüharme unter fließendes, warmes Wasser. Drehen Sie sie dabei so, dass Wasser durch alle Düsen und den Innenraum läuft. Oft lösen sich lockere Partikel bereits beim Durchspülen.

Bleiben hartnäckige Rückstände zurück, können Sie diese vorsichtig mit einer Pinzette oder einem Cocktailspieß entfernen. Siemens und Miele empfehlen solche Hilfsmittel ausdrücklich. Drücken Sie Speisereste behutsam in den Sprüharm hinein oder hebeln Sie sie heraus. Spülen Sie den Arm danach erneut durch, damit die gelösten Teile ausgespült werden.

Ein wichtiger Hinweis: Verwenden Sie keine Nadeln, Bohrer, Schraubendreher oder harte Metallgegenstände, um die Düsen zu vergrößern oder aufzubohren. Die Düsenform und ihr Durchmesser sind Teil der Wasserführung. Werden die Öffnungen verformt oder aufgeweitet, verändert sich das Sprühbild und die Reinigungsleistung kann sich sogar verschlechtern. Die Herstelleranleitungen erlauben das vorsichtige Entfernen von Rückständen, nicht das mechanische Bearbeiten der Düsen.

Verzichten Sie außerdem auf pauschale Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure zum Einlegen der Sprüharme. Je nach Kunststoff, Dichtung und Beschichtung können solche Mittel ungeeignet sein. Für die normale Reinigung reichen Wasser, ein mildes Hilfsmittel und gründliches Durchspülen aus.

Wiedereinbau und Funktionskontrolle

Setzen Sie die gereinigten Sprüharme wieder ein. Achten Sie darauf, dass sie bis zum Anschlag einsitzen und die Verriegelung oder Verschraubung korrekt geschlossen ist. Prüfen Sie danach erneut die freie Drehbewegung. Die Arme müssen sich ohne Widerstand drehen lassen.

Bevor Sie das Gerät wieder beladen, kontrollieren Sie auch, ob Geschirr oder Besteck im unteren und oberen Korb die Bewegung der Sprüharme behindern könnte. Hohe Gefäße, große Teller oder überstehende Besteckteile sind häufige, aber leicht korrigierbare Ursachen.

Starten Sie anschließend einen Spülgang. Achten Sie auf die Wassergeräusche. Normale Arbeitsgeräusche zeigen, dass die Umwälzpumpe das Wasser ungehindert durch die Arme befördert. Ein gleichmäßiges Sprühgeräusch ist ein Hinweis darauf, dass die Sprüharme arbeiten.

Wenn das Geschirr schmutzig bleibt

Haben Sie die Sprüharme gereinigt und funktionieren sie wieder einwandfrei, das Geschirr bleibt aber weiterhin unzureichend sauber, kommen andere Ursachen infrage.

Kontrollieren Sie als Nächstes die Siebe im Boden des Geräts. Verschmutzte oder nicht korrekt verrastete Siebe können grobe Partikel in das Umwälzsystem gelangen lassen, die dann über die Sprüharme wieder auf dem Geschirr landen. Spülen Sie die Siebe unter fließendem Wasser aus und setzen Sie sie richtig ein.

Überprüfen Sie nach der Siebkontrolle auch Ihre Beladung. Geschirrteile sollten sich nicht gegenseitig abdecken. Große Teller und hohe Gefäße gehören so eingeräumt, dass die Wasserstrahlen alle Flächen erreichen können. Ein zu voll beladener Korb oder schräg gestellte Becher schirmen Bereiche ab, die dann nicht mehr gereinigt werden.

Auch die Programmwahl kann eine Rolle spielen. Eco- oder Kurzprogramme kommen bei stark angetrockneten, stärkehaltigen oder eiweißreichen Resten an ihre Grenzen. Wählen Sie in solchen Fällen ein stärkeres Programm oder aktivieren Sie eine Zusatzfunktion, sofern Ihr Gerät diese bietet.

Prüfen Sie schließlich die Einstellungen für Wasserhärte, Regeneriersalz und Klarspüler. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass in Regionen mit Wasserhärten über 21 °dH Multifunktionstabs allein häufig nicht ausreichen. Dann sind zusätzlich Regeneriersalz und Klarspüler erforderlich. Kalkablagerungen auf Gläsern deuten auf eine falsche Enthärtungseinstellung hin. Schmierige Schlieren können auf einen überdosierten Klarspüler hindeuten.

Bleiben die Probleme bestehen, kann ein zu geringer Wasserdruck, ein defektes Zulaufsieb, eine schwergängige Umwälzpumpe oder ein anderer technischer Fehler vorliegen. Dann sollten Sie den Kundendienst des Herstellers kontaktieren.