Leitungswasser enthält gelöste Mineralien. Beim Erhitzen fällt ein Teil davon als Kalk aus und setzt sich an Wänden und Heizstäben von Wasserkocher, Kaffeemaschine und Töpfen ab.
Eine Kalkfangspirale ist ein kleines, spiralförmiges Metallstück, das Sie beim Kochen ins Wasser legen. An ihrer Oberfläche setzt sich der Kalk bevorzugt ab. Dadurch entstehen weniger Ablagerungen an Heizstab und Gefäßwand. Die Spirale ersetzt kein Entkalken, verringert aber den Reinigungsaufwand.
So funktioniert die Kalkfangspirale
Die Spirale besteht meist aus Edelstahl oder Kupfer und hat eine große Oberfläche, an der sich der Kalk absetzen kann. Beim Erhitzen entstehen an der Metalloberfläche winzige Kristallisationskeime. An diesen wächst der Kalk an, statt sich auf dem Heizstab oder der Topfwand abzulagern. Das Wasser wird dadurch nicht weicher, die Mineralien bleiben vollständig enthalten. Die Spirale verlagert nur den Ort, an dem der Kalk ausfällt.
Damit das funktioniert, muss die Spirale frei im Wasser liegen und von allen Seiten umspült werden. In einem Wasserkocher mit flachem Boden liegt sie von selbst an der tiefsten Stelle, wo sich auch der Heizstab befindet. In Töpfen können Sie sie einfach mitkochen lassen und beim Abgießen wieder herausnehmen.
Wo die Kalkfangspirale sinnvoll ist
Am meisten bringt die Spirale in Geräten, in denen Wasser regelmäßig erhitzt wird und der Kalk an schwer erreichbaren Stellen haften bleibt. Dazu gehören Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Teekessel. In einer Filterkaffeemaschine legen Sie die Spirale in den Wassertank, wo sie beim Brühvorgang mit erhitzt wird.
In Töpfen ist der Nutzen geringer, weil Sie das Kochwasser meist wegschütten und der Topf ohnehin gespült wird. Wer regelmäßig Nudeln oder Kartoffeln kocht, kann die Spirale trotzdem mitkochen lassen und spart sich das Schrubben des Topfbodens.
Nicht geeignet ist die Spirale für Geräte mit engen Wasserkammern oder beweglichen Teilen, etwa Dampfgarer und Kaffeevollautomaten. Dort kann sie Ventile oder Sensoren blockieren. Prüfen Sie vor dem ersten Einsatz, ob die Spirale frei schwimmen kann und keine Bauteile behindert.
Was die Kalkfangspirale nicht leistet
Die Kalkfangspirale entfernt keinen Kalk aus dem Wasser und verhindert nicht, dass sich überhaupt Ablagerungen bilden. Sie sammelt nur einen Teil des ausfallenden Kalks auf ihrer eigenen Oberfläche. Wie groß dieser Anteil ist, hängt von der Wasserhärte, der Wassermenge und der Größe der Spirale ab. Bei sehr hartem Wasser setzt sich weiterhin ein Rest Kalk an Heizstab und Wänden ab, und die Spirale muss häufiger gereinigt werden.
Auch der Geschmack des Wassers bleibt unverändert. Wer hartes Wasser als störend empfindet, braucht einen Wasserfilter oder eine Entkalkungsanlage. Die Spirale verändert die Wasserzusammensetzung nicht.
Kalkfangspirale reinigen
Damit die Spirale ihre Wirkung behält, müssen Sie sie regelmäßig vom anhaftenden Kalk befreien. Legen Sie die Spirale dazu in eine Lösung aus Zitronensäure oder Essig und Wasser und lassen Sie die Lösung einige Zeit einwirken. Anschließend spülen Sie sie gründlich mit klarem Wasser ab. Zitronensäure löst den Kalk zuverlässig und schont das Metall besser als aggressive Reiniger.
Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt für die Reinigung an der Spirale selbst. Sobald sich eine sichtbare weiße Schicht gebildet hat, verringert sich die wirksame Oberfläche, und die Spirale bindet weniger Kalk. Bei hartem Wasser ist das häufiger der Fall als bei weichem. Entkalken Sie die Spirale dann, bevor die Schicht zu dick wird.