Eine Heißluftfritteuse ist ein praktisches Küchengerät, aber nach dem Garen von Pommes, Hähnchen oder Gemüse bleiben oft hartnäckige Fett- und Speisereste zurück. Die beschichteten Körbe und Einsätze brauchen deshalb besondere Pflege, denn falsche Werkzeuge oder zu aggressive Reinigungsmittel können die Antihaftbeschichtung beschädigen. Am schonendsten reinigen Sie mit warmem Wasser, fettlösendem Spülmittel und weichen Werkzeugen. So lösen Sie Fett, ohne zu kratzen, und vermeiden typische Fehler.

Gerät vorbereiten

Bevor Sie reinigen, schalten Sie die Heißluftfritteuse aus und ziehen Sie den Stecker. Die elektrische Einheit darf niemals in Wasser getaucht oder unter fließendem Wasser gereinigt werden. Lassen Sie das Gerät ausreichend abkühlen. Viele Hersteller wie Philips empfehlen etwa 30 Minuten Wartezeit. Reinigen Sie erst, wenn Gehäuse, Schublade, Korb und Heizelement nicht mehr heiß sind.

Bei stark haftenden, zuckerhaltigen oder sämigen Speisen kann es sinnvoll sein, die Teile noch warm zu reinigen. Consumer Reports weist darauf hin, dass Rückstände leichter abgehen, solange die herausnehmbaren Teile noch warm, aber sicher handhabbar sind. Das bedeutet nicht, dass Sie das heiße Gerät reinigen oder Teile unter kaltem Wasser abschrecken sollten. Entnehmen Sie die herausnehmbaren Teile vorsichtig, sobald sie sich noch lauwarm anfühlen.

Einsätze einweichen

Reinigen Sie Korb, Schublade, Grillplatte und andere herausnehmbare Einsätze am besten mit warmem Wasser und einem fettlösenden Spülmittel. Entfernen Sie zuerst lose Krümel und Speisereste mit Küchenpapier oder einem weichen Tuch. Füllen Sie dann die Teile mit warmem Wasser und etwas Spülmittel und lassen Sie sie einweichen.

Die Einweichzeiten variieren je nach Hersteller: Philips empfiehlt fünf bis zehn Minuten, Tefal etwa zehn Minuten, Cuisinart zehn bis 15 Minuten. Lassen Sie die Teile zehn bis 15 Minuten einweichen und prüfen Sie dann, ob sich die Reste lösen. Bei Bedarf können Sie die Teile erneut einweichen. Längeres Einweichen über Nacht wird nicht von allen Herstellern empfohlen. Die kurze Einweichphase ist meist die sicherere Wahl.

Nach dem Einweichen reinigen Sie die Teile mit einem weichen Schwamm oder Tuch. Verwenden Sie keine Stahlwolle, keine harten Scheuerschwämme, keine Metallkratzer, Messer oder Gabeln. Auch abrasive Reinigungspulver sind tabu. Für Gitter und schwer erreichbare Stellen eignet sich eine weiche Zahnbürste oder Nylonbürste. Ein Holzspieß oder Zahnstocher kann einzelne Öffnungen säubern, wenn Sie ihn ohne Druck und nicht als Schabewerkzeug einsetzen.

Innenraum säubern

Nachdem Sie die herausnehmbaren Teile entnommen haben, reinigen Sie den erreichbaren Innenraum der Heißluftfritteuse. Fett spritzt beim Garen häufig an die Innenwände, den Boden, die Schubladenführung und die Abdeckung des Heizelements. Wischen Sie diese Bereiche mit einem leicht feuchten, warmen Tuch oder Schwamm aus. Der Schwamm sollte nicht tropfnass sein. Füllen Sie die Haupteinheit nicht mit Wasser und legen Sie sie nicht in ein Spülbecken.

Reinigen Sie das Heizelement nur im kalten Zustand. Verwenden Sie einen weichen Pinsel oder eine weiche Bürste, um lose Speisereste zu entfernen. Stahlbürsten und harte Borsten können die Beschichtung des Heizelements beschädigen. Wasser sollte nicht direkt auf das Heizelement oder in die Elektronik gelangen. Einige Hersteller wie Philips erlauben, das Gerät vorsichtig auf ein weiches Tuch zu legen und umzudrehen, um besser an das Heizelement zu gelangen. Prüfen Sie, ob Ihr Modell das zulässt.

Spülmaschine?

Die Angaben zur Spülmaschineneignung unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Philips, Tefal und Ninja geben für bestimmte Geräte spülmaschinengeeignete Körbe, Pfannen oder Einsätze an. Cosori erklärt ebenfalls, dass bestimmte Körbe spülmaschinenfest sind, empfiehlt aber trotzdem die Handwäsche, weil Hitze und aggressive Reiniger die Lebensdauer der Beschichtung verkürzen können. Xiaomi erlaubt die Spülmaschine für abnehmbare Teile, untersagt sie aber für die Haupteinheit.

Die sichere Regel lautet: Nur Teile, die in der Bedienungsanleitung ausdrücklich als spülmaschinengeeignet bezeichnet werden, dürfen in die Spülmaschine. Die Handwäsche mit warmem Wasser und weichem Schwamm ist in der Regel die schonendere Variante für die Beschichtung. Die elektrische Haupteinheit gehört niemals in die Spülmaschine.

Was Sie bei hartnäckigen Fettresten tun können

Wenn eingeweichte Teile immer noch Fettflecken zeigen, können Sie einen flüssigen Entfetter verwenden. Philips und Tefal erwähnen diese Möglichkeit für verbleibende Fettmarkierungen, sofern das Produkt für die betreffende Oberfläche geeignet ist und die Herstelleranleitung dies nicht ausschließt. Ninja lehnt herkömmliche Backofen- oder Grillreiniger ausdrücklich ab, weil sie die Antihaftbeschichtung beschädigen können. Verwenden Sie daher keinen Universal- oder Backofenreiniger als Standardlösung.

Eine weitere Option ist eine Natronpaste. Cosori empfiehlt, 30 Gramm Natron mit 15 Millilitern Wasser zu einer Paste zu verrühren, 15 Minuten auf dem Korb einwirken zu lassen und anschließend mit Seife und warmem Wasser abzuspülen. Diese Methode ist nur für Geräte geeignet, deren Hersteller sie zulässt. Reiben Sie die Paste nicht kräftig ein und verwenden Sie keinen Scheuerschwamm.

Essig und Zitronensäure sind keine allgemein empfohlenen Reinigungsmittel für Heißluftfritteusen. Bosch rät bei seinen Backöfen von Essig als Reinigungsmittel ab und empfiehlt stattdessen warmes Seifenwasser. Für den Airfryer gilt ähnliches: Säure-Hausmittel sollten nicht als Standardmethode eingesetzt werden.

Beschichtung prüfen

Bei sichtbaren Rissen, Abplatzungen, starkem Ablösen oder Rost sollten Sie nicht weiter aggressiv reinigen. Consumer Reports empfiehlt, ein Gerät mit abblätternder Antihaftbeschichtung nicht weiter zu benutzen, sondern den Hersteller nach einem Ersatzkorb zu fragen oder eine Rückgabe oder Reparatur zu prüfen. Die Verbraucherzentrale weist bei antihaftbeschichtetem Kochgeschirr darauf hin, dass zerkratzte Pfannen ausgetauscht werden sollten. Ein kleiner Kratzer ist nicht automatisch gesundheitsschädlich, aber bei deutlichem Ablösen sollte der Einsatz ersetzt werden.