Jede Nacht gibt der Körper Feuchtigkeit und Wärme an die Matratze ab. Wer morgens die Bettdecke glatt zieht und das Bett sofort wieder zudeckt, sperrt diese Feuchtigkeit in der Matratze ein. Mit der Zeit entstehen muffige Gerüche, und Hausstaubmilben finden ideale Bedingungen.
Die wichtigsten Maßnahmen sind tägliches Stoßlüften (kurzes, kräftiges Durchlüften), regelmäßiger Bettwäschewechsel und ein Matratzenschoner. Sie halten die Matratze über Jahre frisch, beugen Gerüchen vor und erhalten den Liegekomfort.
Warum die Matratze Feuchtigkeit speichert
Der menschliche Körper gibt pro Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit über Schweiß und Atem ab. Ein Teil davon zieht in die Matratze ein, dazu kommen Hautschuppen und Staub. In diesem feuchten, warmen Umfeld vermehren sich Hausstaubmilben und Bakterien besonders gut. Deren Ausscheidungen lösen bei vielen Menschen Allergien aus, und der Abbau von Hautschuppen durch Mikroorganismen erzeugt den typischen muffigen Geruch, der in älteren Matratzen entsteht.
Die Matratze selbst trocknet nur langsam, weil sie von der Bettdecke und dem Bettzeug bedeckt ist. Deshalb reicht es nicht, gelegentlich zu lüften. Die Feuchtigkeit muss regelmäßig entweichen, damit das Material elastisch bleibt und seine Stützkraft behält. Eine durchfeuchtete Matratze verliert schneller ihre Form und wird an den Liegezonen hart oder klumpig.
Täglich richtig lüften
Die einfachste und wirksamste Maßnahme ist das morgendliche Stoßlüften. Schlagen Sie die Bettdecke zurück, damit die Matratze offen liegt, und öffnen Sie die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit. Bei gekipptem Fenster dauert der Luftaustausch deutlich länger, deshalb ist das kurze, kräftige Durchlüften effektiver. Im Winter genügen oft schon drei bis fünf Minuten, im Sommer kann das Fenster auch länger offen bleiben.
Achten Sie darauf, dass die Luft auch von unten an die Matratze kommt. Ein Lattenrost mit ausreichend Abstand zwischen den Leisten lässt Feuchtigkeit nach unten entweichen. Steht die Matratze direkt auf einer durchgehenden Fläche, staut sich dort die Feuchtigkeit. Wer einen Boxspringaufbau oder eine durchgehende Unterfederung hat, sollte zumindest die Matratze regelmäßig anheben und die Unterseite belüften.
Bettwäsche und Bezüge regelmäßig wechseln
Die Bettwäsche nimmt einen großen Teil des Schweißes und der Hautschuppen auf. Wechseln Sie sie alle zwei Wochen, bei Allergikern oder starkem Schwitzen wöchentlich. Frische Bettwäsche reduziert die Belastung durch Milben und Bakterien spürbar, bevor diese in die Matratze gelangen.
Der Matratzenbezug selbst sollte zwei- bis viermal pro Jahr gewaschen werden. Viele Matratzen haben einen abnehmbaren Bezug, der bei hoher Temperatur gewaschen werden kann. Prüfen Sie vorher das Pflegeetikett, denn nicht alle Materialien vertragen hohe Temperaturen. Ein abnehmbarer und waschbarer Bezug ist die beste Voraussetzung für eine dauerhaft frische Matratze, weil sich darin Staub und Hautschuppen ansammeln, die sich sonst nicht entfernen lassen.
Matratzenschoner und Auflage verwenden
Zwei Schutzschichten verlängern die Lebensdauer der Matratze deutlich. Direkt auf der Matratze liegt ein Matratzenschoner, der die Unterseite vor Abrieb und Durchscheuern schützt. Darüber kommt eine Matratzenauflage, die den Liegekomfort anpasst und Feuchtigkeit aufnimmt. Die Auflage lässt sich leichter waschen als die gesamte Matratze, und sie schützt den Kern vor Verschmutzung.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass sowohl Schoner als auch Auflage waschbar sind. Eine waschbare Auflage, die Sie alle paar Wochen mit der Bettwäsche mitwaschen, hält die Matratze darunter deutlich länger frisch. Wer auf eine Auflage verzichtet, sollte den Matratzenbezug häufiger waschen, um den gleichen Effekt zu erzielen.
Die Matratze wenden und reinigen
Durch das tägliche Liegen wird die Matratze ungleichmäßig belastet. Wenden Sie sie regelmäßig, damit sich die Druckstellen gleichmäßig verteilen und das Material nicht einseitig zusammengedrückt wird. Ein guter Rhythmus ist, die Matratze bei jedem Bettwäschewechsel zu wenden, also alle zwei Wochen. Bei einseitig verklebten oder einseitig beziehbaren Matratzen reicht das Drehen um eine halbe Umdrehung, damit Kopf- und Fußende sich abwechseln.
Zusätzlich zum Wenden sollten Sie die Matratze gelegentlich absaugen. Verwenden Sie dazu den Polsteraufsatz des Staubsaugers und gehen Sie die gesamte Oberfläche langsam ab. Das entfernt Staub, Hautschuppen und Milbenkot, die sich trotz Bettwäsche ansammeln. Bei Flecken hilft ein feuchtes Tuch mit etwas mildem Reinigungsmittel, aber reiben Sie nicht zu stark, damit die Flüssigkeit nicht tiefer ins Material eindringt. Lassen Sie die Stelle anschließend gut trocknen, bevor Sie das Bett wieder beziehen.