Besen, Kehrblech und Handfeger sammeln bei jedem Einsatz Staub, Haare, Krümel und feuchten Schmutz. Ohne Reinigung verteilen sie beim nächsten Kehren Keime in der Wohnung. Die Borsten verlieren außerdem an Spannkraft. Entfernen Sie deshalb nach jedem größeren Einsatz groben Schmutz, waschen Sie die Garnitur regelmäßig mit Seifenlauge und lassen Sie sie hängend trocknen. So bleibt das Putzzeug hygienisch und kehrt zuverlässig.

Warum Reinigung nötig ist

Eine ungepflegte Kehrgarnitur kehrt schlechter und wird zur Brutstätte für Bakterien. Feuchte Rückstände an der Kehrschaufelkante oder zwischen den Borsten sind ideal für Keime, besonders in einer dunklen Abstellkammer. Verschmutzte Borsten verlieren ihre Elastizität. Sie knicken ab, nehmen feinen Staub nicht mehr auf und schieben Schmutz nur noch vor sich her. Regelmäßige Pflege hält Besen und Kehrblech in gutem Zustand und verlängert ihre Lebensdauer.

Groben Schmutz entfernen

Bevor Sie Wasser verwenden, entfernen Sie alle losen Rückstände. Klopfen Sie den Besen kräftig gegen eine feste Kante oder den Mülleimerrand, damit Staub und Krümel aus den Borsten fallen. Haare und Fäden, die sich um die Borsten gewickelt haben, lösen Sie mit einem Kamm oder den Fingern. Wischen Sie die Kante der Kehrschaufel mit einem trockenen Tuch ab und leeren Sie den Inhalt vollständig aus. Dieser Schritt verhindert, dass sich grober Schmutz beim Waschen in den Borsten festsetzt.

Mit Seifenlauge waschen

Für die gründliche Reinigung füllen Sie ein Becken oder einen Eimer mit lauwarmem Wasser und geben einen Spritzer mildes Spülmittel oder Kernseife hinzu. Tauchen Sie die Borsten des Besens ein und bewegen Sie sie einige Minuten hin und her, damit sich Fett und feiner Staub lösen. Wischen Sie die Kehrschaufel mit einem in der Lauge getränkten Tuch ab, auch die Unterseite und die Kante. Anschließend spülen Sie alles mit klarem Wasser ab, bis keine Seifenreste mehr sichtbar sind.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen an der Kehrschaufelkante hilft eine weiche Bürste oder ein Schwamm. Verwenden Sie keine scharfen Reiniger und keine Stahlwolle, weil sie Kunststoffoberflächen zerkratzen und die Gleitfähigkeit der Kante beeinträchtigen. Wenn der Besen stark verschmutzt ist, wiederholen Sie den Waschgang, statt mit mehr Druck zu schrubben.

Handfeger reinigen und trocknen

Der Handfeger sammelt oft feinen Staub und Krümel aus Ecken und von Tischflächen. Weil seine Borsten kürzer und dichter sind, setzt sich Schmutz schneller fest. Klopfen Sie den Handfeger nach jedem Einsatz aus und kämmen Sie Haare heraus. Für die Nassreinigung gelten dieselben Regeln wie beim großen Besen: milde Seifenlauge, gründlich abspülen, vollständig trocknen lassen. Achten Sie darauf, dass Stiel und Borstenbett keine Feuchtigkeit speichern, sonst entsteht mit der Zeit ein muffiger Geruch.

Trocknen und Lagern

Nach der Reinigung müssen alle Teile vollständig trocknen, bevor Sie sie wegräumen. Hängen Sie den Besen mit den Borsten nach unten auf, damit das Wasser ablaufen kann. So liegen die Borsten nicht auf einer Fläche und verformen sich nicht. Ein Handfeger lässt sich gut auf einem Wäscheständer oder über der Badewanne trocknen. Legen Sie die Kehrschaufel so hin, dass das Wasser ablaufen kann. Nach dem Trocknen wischen Sie sie noch einmal mit einem trockenen Tuch ab.

Für die Aufbewahrung gibt es platzsparende Lösungen: Besen mit Aufhängeloch passen an einen Haken an der Wand oder an die Innenseite der Abstellkammer-Tür. Steh-Kehrgarnituren mit eigenem Ständer brauchen wenig Bodenfläche und halten Besen und Kehrblech griffbereit. Die Borsten dürfen nicht dauerhaft auf dem Boden aufliegen, weil sie sich sonst bleibend verbiegen. Ein trockener, gut belüfteter Ort schützt vor Schimmel und hält die Garnitur einsatzbereit.