Die Küche verschmutzt im Alltag stärker als jeder andere Raum, weil Sie hier täglich kochen, schneiden und abwaschen. Fettspritzer am Herd, Krümel auf der Arbeitsplatte und Essensreste im Spülbecken entstehen schnell. Für die gründliche Reinigung brauchen Sie eine feste Reihenfolge, passende Putzmittel und zwei bis drei Stunden Zeit. Sie arbeiten in acht Schritten von oben nach unten durch den Raum.

Was Sie vorbereiten sollten

Räumen Sie vor dem Putzen alle Utensilien von den Arbeitsflächen und reinigen Sie die Flächen. Wer während des täglichen Kochens Geschirr und Geräte direkt wegräumt, hat bei der großen Reinigung weniger Arbeit. Stellen Sie Spülmittel, Allzweckreiniger, Glasreiniger, einen Eimer, Lappen, Schwämme und eine alte Zahnbürste für Ecken und Fugen bereit.

Prüfen Sie vor dem Einsatz aggressiver Reiniger die Herstellerhinweise Ihrer Geräte und Oberflächen. Bei Edelstahl, Ceranfeld und beschichteten Arbeitsplatten gilt: Verwenden Sie zuerst milde Mittel. Scheuernde Schwämme nur dort, wo die Oberfläche es verträgt. Ein zu nasser Lappen schadet Holzfronten mehr als ein trockener.

Küche in acht Schritten reinigen

Beginnen Sie oben und arbeiten Sie sich nach unten vor. So tropft nichts auf bereits gereinigte Flächen, und Sie müssen nichts zweimal machen.

1. Oberschränke und Fronten abwischen. Wischen Sie die Schrankfronten mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel ab. Bei stark fettigen Stellen verwenden Sie einen Allzweckreiniger. Achten Sie darauf, dass der Lappen nicht zu nass ist, damit das Holz nicht aufquillt.

2. Arbeitsplatte und Fliesenspiegel reinigen. Entfernen Sie alle Gegenstände von der Arbeitsplatte. Wischen Sie die Fläche mit Allzweckreiniger ab und reinigen Sie auch den Fliesenspiegel. Vergessen Sie die Ecken nicht, dort setzt sich gerne Fett ab.

3. Spüle und Armatur entkalken. Das Spülbecken ist ein Keimherd. Füllen Sie es mit warmem Wasser und etwas Spülmittel, wischen Sie die Innenwände ab und spülen Sie nach. Polieren Sie die Armatur mit einem feuchten Tuch. Bei Kalkablagerungen hilft Essig oder ein handelsüblicher Entkalker. Testen Sie das Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle.

4. Herd und Backofen reinigen. Wischen Sie die Herdplatte ab, sobald sie abgekühlt ist. Bei eingebrannten Resten lassen Sie das Reinigungsmittel kurz einwirken. Reinigen Sie den Backofen separat, entweder mit Backofenreiniger oder mit einer Paste aus Natron und Wasser. Lassen Sie die Paste einwirken und wischen Sie sie ab.

5. Dunstabzugshaube entfetten. Die Haube sammelt Fett aus dem Kochdunst. Wischen Sie das Gehäuse ab und reinigen Sie die Filter. Viele Metallfilter können Sie in der Spülmaschine reinigen. Prüfen Sie die Anleitung Ihres Geräts.

6. Kühlschrank auswischen. Räumen Sie den Kühlschrank aus und wischen Sie die Innenwände mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab. Kontrollieren Sie abgelaufene Lebensmittel und werfen Sie sie weg. Danach stellen Sie alles wieder hinein.

7. Mikrowelle reinigen. Stellen Sie eine hitzebeständige Schüssel mit Wasser und etwas Essig hinein und erhitzen Sie sie einige Minuten. Der Dampf löst eingetrocknete Speisereste, die Sie danach einfach abwischen können. Diese Methode spart Scheuerarbeit.

8. Boden wischen. Zum Schluss fegen oder saugen Sie den Boden und wischen ihn mit einem feuchten Mopp. Bei Fliesen können Sie dem Wischwasser etwas Spülmittel oder einen Bodenreiniger zugeben. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu nass wird, besonders bei Holzböden.

Fett, Kalk und Fingerabdrücke entfernen

Edelstahlflächen wie Kühlschranktüren oder Arbeitsplatten zeigen schnell Fingerabdrücke. Polieren Sie sie mit einem trockenen, weichen Tuch in Richtung der Maserung. Das reduziert Schlieren. Vermeiden Sie chlorhaltige Reiniger, sie greifen das Material an.

Der Bereich um den Herd ist oft der schwierigste. Fettspritzer auf den Fliesen lösen Sie mit einem fettlösenden Spülmittel oder einem speziellen Küchenreiniger. Lassen Sie das Mittel kurz einwirken, bevor Sie wischen.

Trocknen Sie die Spüle nach dem Putzen mit einem Tuch ab. Stehendes Wasser hinterlässt Kalkränder und bietet Bakterien einen Nährboden. Reinigen Sie die Abflüsse regelmäßig mit etwas Natron und Essig, das beugt Gerüchen vor.