Über Monate nimmt Ihr Kopfkissen Schweiß, Hautschuppen und Speichel auf. Beim Maschinenwaschen verklumpt die Füllung danach oft.

Das vermeiden Sie, indem Sie das Kissen je nach Füllung schonend waschen und vor allem gründlich und geduldig trocknen. Daunen- und Federkissen vertragen zum Beispiel einen Schongang bei 30 Grad mit Feinwaschmittel. Den wichtigsten Teil der Arbeit übernimmt danach der Trockner.

Welche Füllung verträgt was

Schauen Sie zuerst auf das Pflegeetikett. Dort steht, welche Füllung das Kissen hat und ob es maschinenwaschbar ist. Die gängigen Füllungen müssen Sie unterschiedlich behandeln.

Daunen und Federn sind in der Maschine waschbar, wenn das Etikett nichts anderes sagt. Ein Schongang bei 30 Grad mit Feinwaschmittel reicht aus. Verzichten Sie auf Weichspüler, er legt sich wie ein Film um die Daunen, verklebt sie und macht sie schlaff.

Polyesterfüllungen vertragen ebenfalls die Maschine, meist bei niedriger Temperatur und im Schongang. Sie trocknen schneller als Daunen und verklumpen weniger hartnäckig.

Baumwollkissen sind waschbar, saugen sich aber stark voll und brauchen lange zum Trocknen. Kissen mit Viskosefüllung sind empfindlicher. Manche dürfen nur von Hand oder gar nicht gewaschen werden, weil die Füllung Feuchtigkeit schlecht verträgt. Wenn das Etikett keine Maschinenwäsche erlaubt, hilft nur punktuelles Reinigen oder der Gang zur Reinigung.

So waschen Sie Kissen ohne Klumpen

Die Vorbereitung entscheidet, ob die Füllung nachher zusammenklebt. Prüfen Sie das Kissen vor dem Waschen auf Risse oder offene Nähte. Wenn die Füllung austritt, verteilt sie sich in der Maschine und das Kissen ist danach unbrauchbar. Bei kleinen Rissen hilft ein Kissenbezug mit Reißverschluss, der das Kissen während des Waschens zusammenhält.

Laden Sie die Maschine nicht zu voll. Ein bis zwei Kissen sind genug, damit sie sich im Wasser bewegen können. Wer zwei Kissen hat, wäscht sie besser zusammen, damit die Trommel ausbalanciert bleibt. Wählen Sie den Schongang mit niedriger Schleuderdrehzahl. Zu schnelles Schleudern drückt die Füllung zusammen und verursacht Klumpen.

Eine kleine Menge Feinwaschmittel reicht aus. Gegen muffige Gerüche hilft ein Schuss Haushaltsessig im Weichspülerfach. Essig löst Rückstände von Schweiß und Hautfetten und neutralisiert Gerüche, ohne Duftstoffe zu hinterlassen. Weichspüler bleibt im Schrank.

So trocknen Sie Kissen richtig

Klumpen entstehen erst beim Trocknen. Nasse Daunen und Fasern kleben aneinander und verfilzen, wenn sie langsam und ohne Bewegung trocknen. Der Trockner ist deshalb die zuverlässigste Methode, ein Kissen wieder fluffig zu bekommen.

Stellen Sie den Trockner auf niedrige Temperatur und Schongang. Hohe Hitze schädigt die Füllung und kann Daunen brüchig machen. Legen Sie ein paar saubere Tennisbälle oder Trocknerbälle dazu. Sie bewegen das Kissen, schlagen die verklebten Stellen auf und halten die Füllung in Bewegung.

Nehmen Sie das Kissen während des Trocknens immer wieder heraus und schütteln Sie es kräftig durch. Nur so lösen Sie hartnäckige Klumpen, bevor sie sich festsetzen. Daunenkissen brauchen oft mehrere Trocknerdurchgänge, bis die Füllung in der Mitte wirklich trocken ist.

Ein Kissen ist erst fertig, wenn es sich überall gleichmäßig fluffig anfühlt und keine feuchte Stelle mehr zu spüren ist. Restfeuchte führt später zu muffigem Geruch und neuen Klumpen. Wenn Sie an der Luft trocknen, legen Sie das Kissen flach auf ein Wäschegitter oder hängen Sie es auf und schütteln Sie es mehrmals am Tag auf. Das dauert bei Daunen leicht zwei Tage und bleibt riskant, weil die Füllung in der Mitte lange feucht bleibt.

Kissen wieder frisch riechen lassen

Muffige Kissen riechen nach Schweiß, Speichel und manchmal nach Schimmel, wenn sie feucht gelagert wurden. Beim Waschen neutralisiert der Essig die Gerüche, wie oben beschrieben. Zusätzlich hilft Natron: Geben Sie etwas Natron zum Waschmittel, es bindet Gerüche und unterstützt die Reinigung.

Nach dem Trocknen gehört das Kissen an die frische Luft. Ein paar Stunden an einem trockenen, luftigen Ort, im Sommer gern im Schatten, vertreiben letzte Geruchsreste. Starke Sonne bleicht empfindliche Bezüge, also legen Sie das Kissen nicht zu lange direkt in die Sonne.

Damit sich Gerüche gar nicht erst festsetzen, waschen Sie Kissen regelmäßig. Bei täglicher Nutzung reicht es, sie mehrmals im Jahr zu waschen. Zwischen den Wäschen hilft es, das Kissen morgens kurz aufzuschütteln und das Schlafzimmer zu lüften, damit Feuchtigkeit abziehen kann.