Wer vor dem Einkauf Kühlschrank und Vorratsschrank prüft, kauft gezielter und übersieht weniger Lebensmittel. Wenn Sie Lebensmittel übersichtlich lagern und Reste einplanen, verderben weniger Lebensmittel und Sie kaufen seltener doppelt.

Rücken Sie ältere Vorräte nach vorn, planen Sie mit dem, was schon da ist, und kaufen Sie nur fehlende Zutaten. Die Schritte erfordern keine speziellen Behälter und keine aufwendige Wochenplanung.

Kühlschrank und Vorratsschrank prüfen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank und Vorratsschrank und notieren Sie, was bald verbraucht werden sollte. Richten Sie Ihre Mahlzeiten danach aus, vergleichen Sie den Speiseplan mit Ihren Vorräten und notieren Sie fehlende Zutaten. So verwenden Sie vorhandene Nudeln, Linsen oder Gemüse eher, statt sie beim Einkauf zu vergessen.

Planen Sie zuerst Mahlzeiten mit frischen, leicht verderblichen Lebensmitteln. Länger haltbare Zutaten passen besser zu späteren Mahlzeiten. Berücksichtigen Sie auch Ihre Termine: Wenn an einem Abend wenig Zeit zum Kochen bleibt, planen Sie dafür ein einfaches Gericht oder eine bereits vorbereitete Portion ein. Ein grober Plan reicht, solange er zu Ihrem Alltag passt.

Kaufen Sie nur so viel, wie Sie richtig lagern und rechtzeitig verbrauchen können. Große Packungen sind keine Ersparnis, wenn ein Teil davon alt wird oder verdirbt.

Vorräte übersichtlich halten

Stellen Sie ältere Lebensmittel beim Einräumen nach vorn und neue Packungen dahinter. So verbrauchen Sie zuerst die älteren Vorräte. Prüfen Sie die Fächer regelmäßig, zum Beispiel vor dem Einkauf, und wischen Sie Krümel oder verschüttete Lebensmittel weg.

Schützen Sie geöffnete Packungen mit trockenen Lebensmitteln wie Mehl, Reis oder Müsli vor Feuchtigkeit und Luft. Schließen Sie die Packung gut oder füllen Sie den Inhalt in ein vorhandenes, dicht schließendes Gefäß um. Durchsichtige Behälter erleichtern den Überblick und sind optional. Nutzen Sie vorhandene Gläser und Dosen, um keine neue Aufbewahrung für jedes Produkt zu kaufen.

Lebensmittel richtig lagern

Lagern Sie Lebensmittel nach den Angaben auf der Verpackung. Ein trockener, gut belüfteter Vorratsschrank eignet sich bei etwa 15 bis 20 Grad Celsius für viele länger haltbare Produkte wie Reis, Nudeln, Mehl und Konserven. Bei manchen Lebensmitteln verkürzen Licht und Wärme die Haltbarkeit. Feuchtigkeit tut das ebenfalls.

Brot bleibt bei Raumtemperatur einige Tage in einem Brotkasten oder einer Bäckertüte frisch, trocknet im Kühlschrank aber schneller aus. Kartoffeln brauchen einen kühlen, trockenen und dunklen Platz. Für Obst und Gemüse gelten je nach Sorte unterschiedliche Lagerbedingungen. Beachten Sie die Verpackung und lagern Sie jedes Lebensmittel passend zu seinen Eigenschaften.

Decken Sie gekochte Speisen ab oder füllen Sie sie in geschlossene Behälter und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Kühlen Sie Reste zügig herunter und verbrauchen Sie sie innerhalb von zwei bis drei Tagen. Erhitzen Sie sie vor dem Essen gründlich. Was Sie in dieser Zeit nicht aufbrauchen, können Sie portionsweise einfrieren. Beschriften Sie die Behälter mit Inhalt und Datum, damit Sie später wissen, was darin ist.

Reste gleich mitplanen

Kochen Sie zunächst eine passende Menge und nehmen Sie lieber eine kleinere Portion auf den Teller; Sie können jederzeit nachnehmen und übrig gebliebenes Essen so leichter aufbewahren. Wenn etwas übrig bleibt, planen Sie die Reste direkt für den nächsten Tag ein oder frieren Sie sie ein.

Auch einzelne Zutaten lassen sich gut weiterverwenden. Welkes Gemüse passt in eine Suppe oder einen Eintopf, trockenes Brot in einen Auflauf und sehr reifes Obst in Mus oder Müsli. Überschüssige Kräuter können Sie portionsweise einfrieren. So können Sie Reste in eine geplante Mahlzeit einbauen.

Haltbarkeit richtig einschätzen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine gewohnte Qualität behält. Nach Ablauf ist ein Produkt nicht automatisch verdorben. Prüfen Sie nach Ablauf Aussehen, Geruch und Geschmack, wenn die Verpackung unbeschädigt ist.

Das Verbrauchsdatum auf leicht verderblichen Lebensmitteln hat eine andere Bedeutung: Nach dessen Ablauf sollten Sie das Produkt nicht mehr essen. Beachten Sie außerdem die Lagerhinweise nach dem Öffnen. Das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum gilt dann nicht automatisch weiter.