Mit Kindern ändern sich oft von Tag zu Tag die Essensmengen und der Tagesablauf. Am einfachsten sparen Sie, wenn Sie Vorräte prüfen, passende Mengen einkaufen und Strom und Heizenergie sparsam nutzen. Dafür brauchen Sie weder strenge Regeln noch einen festen Speiseplan für jeden Tag.

Lebensmittel besser planen

Prüfen Sie vor dem Einkauf Kühlschrank und Vorratsschrank. Planen Sie einige Mahlzeiten für die Woche und berücksichtigen Sie dabei Termine, an denen wenig Zeit zum Kochen bleibt. Eine Einkaufsliste hilft, gezielt einzukaufen und unnötige Zusatzwege zu vermeiden. Verbrauchen Sie frische Zutaten eher zu Wochenbeginn. Länger haltbare Lebensmittel können Sie für später einplanen.

Vergleichen Sie den Grundpreis, also den Preis pro Kilogramm oder Liter, und überlegen Sie zugleich, ob die Menge tatsächlich aufgebraucht wird. Eine große Packung lohnt sich nur, wenn Sie den Inhalt verwenden können, bevor er verdirbt. Das gilt besonders für frische Lebensmittel und Sonderangebote. Saisonales Obst und Gemüse sowie selbst gekochte Gerichte können günstig sein, aber Preis und Aufwand hängen vom Produkt und Ihrem Alltag ab.

Überlegen Sie schon beim Planen der nächsten Mahlzeit, wie Sie Reste verwenden. Servieren Sie übrig gebliebenes Essen am nächsten Tag oder frieren Sie es ein, wenn es sich dafür eignet. Auch kleine Mengen Gemüse können in Suppen, Aufläufen oder Soßen weiterverwendet werden. Das Umweltbundesamt bezifferte die Lebensmittelabfälle privater Haushalte in Deutschland für 2022 auf rund 6,3 Millionen Tonnen. Die Zahl umfasst alle privaten Haushalte und zeigt nicht, wie viel eine einzelne Familie wegwirft.

Für Schul-, Kita- oder Arbeitstage können Sie Brote, Obst, Gemüse und eine Trinkflasche von zu Hause mitgeben. Geben Sie solche Snacks mit, wenn es in Ihren Morgenablauf passt. Sie müssen das nicht jeden Tag machen. Beim Essen hilft eine entspannte Atmosphäre. Kinder müssen nicht für Reste oder höhere Ausgaben verantwortlich gemacht werden.

Strom in Küche und Waschküche sparen

Mit kleinen Handgriffen sparen Sie beim Kochen und Waschen Strom. Setzen Sie beim Kochen einen Deckel auf den Topf und füllen Sie den Wasserkocher nur mit der Menge Wasser, die Sie brauchen. Den Backofen müssen Sie nicht automatisch vorheizen; richten Sie sich nach den Angaben zum Gericht. Räumen Sie die Spülmaschine möglichst voll ein und nutzen Sie das Eco-Programm. Es läuft länger, spart dabei aber Wasser und Energie.

Waschen Sie die Wäsche möglichst mit voller Trommel und, wenn Textilien und Verschmutzung es zulassen, bei niedrigerer Temperatur. Trocknen auf der Leine oder dem Wäscheständer vermeidet den Stromverbrauch des Wäschetrockners. Wenn Sie Kinderkleidung oft waschen müssen, sortieren Sie die Teile nach Verschmutzung. So müssen Sie nicht jede kleine Menge sofort waschen.

Die Verbraucherzentrale nennt 7 °C im oberen Kühlschrankfach als ausreichende Temperatur für die meisten Lebensmittel. Für schnell verderbliche Ware wie Hackfleisch ist eine kältere Lagerung bei 2 °C vorgesehen. Prüfen Sie deshalb die Temperatur im Kühlschrank und orientieren Sie sich an den Lagerhinweisen für empfindliche Lebensmittel. Auch Spielkonsolen und Unterhaltungselektronik können im Stand-by-Modus Strom verbrauchen. Schalten Sie Geräte ganz aus, wenn Sie sie nicht brauchen und dadurch keine wichtige Funktion wie eine geplante Aufnahme verloren geht.

Heizen und Lüften verbinden

Senken Sie die Raumtemperatur nur so weit, dass sich alle wohlfühlen und die Räume ausreichend warm bleiben. Als grobe Orientierung gilt: Ein Grad weniger entspricht ungefähr sechs Prozent weniger Heizenergie. Das ist kein Versprechen für eine bestimmte Ersparnis bei Ihrer Rechnung. Gebäude, Heizsystem und Energiepreis beeinflussen die tatsächlichen Kosten.

Die Verbraucherzentrale nennt 16 °C als Untergrenze für wenig genutzte Räume, um das Schimmelrisiko nicht durch zu starkes Auskühlen zu erhöhen. Lassen Sie Heizkörper frei, damit Möbel oder lange Vorhänge die Wärme nicht blockieren. Drehen Sie das Thermostat nicht höher, um einen Raum schneller aufzuheizen; dadurch wird er nicht schneller warm.

Lüften Sie in der Heizperiode kurz und kräftig, statt Fenster lange gekippt zu lassen. Nach dem Duschen, Baden oder Kochen sollte feuchte Luft zeitnah nach draußen gelangen; danach schließen Sie die Fenster wieder und heizen den Raum normal weiter. Wie oft und wie lange Lüften nötig ist, hängt auch von Luftfeuchtigkeit und Gebäude ab.

Routinen an den Familienalltag anpassen

Bereiten Sie den Wocheneinkauf kurz vor. Reservieren Sie im Kühlschrank einen Platz für Reste. Erinnern Sie sich gemeinsam daran, Wasch- und Spülmaschinen voll zu beladen. Damit haben Sie einen guten Anfang. Wählen Sie eine Gewohnheit, die ohne zusätzlichen Stress in Ihren Tagesablauf passt, und ergänzen Sie später eine weitere. Ein flexibler Plan mit einfachen Gerichten für hektische Tage ist oft praktischer als ein genauer Speiseplan, der sich bei jeder Änderung nicht mehr eignet.

Sparen Sie dort, wo die Änderung den Alltag nicht unnötig erschwert. Wenn selbst Kochen an einem vollen Tag nicht machbar ist, ist eine einfache Mahlzeit eine vernünftige Lösung. Entscheidend ist, dass Sie regelmäßig prüfen, was bei Ihnen übrig bleibt und welche Geräte unnötig laufen. Wie viel Sie sparen, hängt von Ihrem Verbrauch, Ihrer Wohnsituation und den Preisen ab.