Wenn die Gartensaison endet, stellen viele die Geräte mit anhaftender Erde, feuchten Pflanzensäften oder Grasresten in den Schuppen. Feuchtigkeit fördert Rost an Klingen, lockert Holzstiele und schadet Lagern, Elektronik und Akkukontakten. Reinigen und trocknen Sie Ihre Gartengeräte daher vor der Einlagerung materialgerecht.

Schmutz trocken entfernen

Entfernen Sie anhaftende Erde, Gras, Laub und Harz mit einer weichen Bürste, einem Handfeger, einem Holzspatel oder einem trockenen Tuch – von der Schaufel über den Rasenmäher bis zur Heckenschere. So gelangt weniger Schmutz in Motoröffnungen, Schalter, Akkufächer oder zwischen bewegliche Teile. Zugleich vermeiden Sie, dass Wasser an empfindliche Stellen gelangt.

Besonders bei Elektro- und Akkugeräten ist dieser Schritt entscheidend. Viele Hersteller empfehlen in ihren Anleitungen ausdrücklich eine trockene Bürste oder ein weiches Tuch zur Reinigung vor der Lagerung. Führen Sie die trockene Reinigung so lange durch, bis möglichst wenig loser Rückstand auf dem Gerät haftet.

Wasser nur nach Herstellerangabe einsetzen

Ob Sie ein Gartengerät mit Wasser abspülen dürfen, hängt vom Modell und der Herstellerangabe ab. Robustes Handwerkzeug aus Metall wie Spaten, Hacken oder Rechen verträgt Wasser. Bei Elektro- und Akkugeräten gilt das nicht pauschal. Einige Geräte sind durch eine Schutzklasse wie IPX5 für Wasserstrahlen freigegeben. Andere dürfen nur trocken gereinigt werden.

Schauen Sie in die Bedienungsanleitung Ihres Geräts. Wenn die Anleitung Wasser nicht erlaubt oder das Gerät nicht spritzwassergeschützt ist, reinigen Sie es trocken. Achten Sie bei der Nassreinigung darauf, dass kein Wasser in Lüftungsschlitze, Akkuaufnahmen, Lager oder Schalter gelangt. Setzen Sie Hochdruckreiniger nur ein, wenn die Anleitung es ausdrücklich erlaubt. Für die meisten Gartengeräte ist der harte Wasserstrahl zu riskant.

Geräte trocknen und pflegen

Nach der Reinigung ist das Trocknen entscheidend. Lagern Sie ein feuchtes Gerät nicht in einer Kiste oder unter einer Abdeckung. Das fördert Rost und Schimmel. Lassen Sie die Geräte nach der Nassreinigung abtropfen und tupfen Sie sie mit einem sauberen Tuch ab. Trocknen Sie schwer zugängliche Stellen offen an einem gut belüfteten Ort. Vermeiden Sie pralle Sonne und direkte Nähe zu einer Heizung, denn zu schnelles Austrocknen kann Holzstiele beschädigen.

Metallteile pflegen

Unbeschichteter Stahl an Spaten, Scheren, Sägeblättern oder Hacken reagiert empfindlich auf Restfeuchtigkeit. Tragen Sie nach dem Trocknen einen dünnen Ölfilm auf die blanken Metallflächen auf. Verwenden Sie am besten ein für das Material geeignetes Pflegeöl. Bei lackierten oder pulverbeschichteten Flächen reicht das Trocknen aus; Öl würde nur Staub binden. Konzentrieren Sie die Pflege auf Gelenke, Schneidkanten, unbeschichtete Schrauben und bewegliche Metallverbindungen.

Holzstiele richtig behandeln

Holz nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie langsam wieder ab. Wischen Sie Holzstiele nach der Reinigung trocken ab und lagern Sie sie nicht direkt auf feuchtem Boden oder an einer Stelle, wo Kondenswasser entsteht. Glätten Sie raue Stellen vorsichtig. Behandeln Sie den Stiel bei Bedarf sparsam mit einem für Holz geeigneten Pflegeöl. Tun Sie dies nur, wenn der Hersteller es empfiehlt. Setzen Sie durchnässte Holzstiele nicht extremer Trockenheit aus, zum Beispiel direkt neben einem Heizkörper. Das kann Risse fördern.

Kunststoff- und Gummiteile

Schützen Sie Kunststoffgehäuse, Dichtungen und Kabelisolierungen vor direkter Sonneneinstrahlung und Frost. Reinigen Sie sie nur mit einem weichen Tuch oder milder Seifenlauge. Verwenden Sie keine aggressiven Lösungsmittel. Diese greifen das Material an.

Schneidwerkzeuge sicher reinigen

Machen Sie das Gerät vor der Reinigung stromlos. Ziehen Sie den Netzstecker, entfernen Sie den Akku, oder stellen Sie bei Benzingeräten den Motor ab und lassen Sie ihn abkühlen. Tragen Sie Schutzhandschuhe. Sichern Sie die Klinge gegen unbeabsichtigte Bewegung. Entfernen Sie erst dann grobe Rückstände von Messern, Klingen oder Ketten.

Pauschale Anleitungen zum Schärfen sind nicht sinnvoll. Schneidwinkel, Härte und Befestigung unterscheiden sich je nach Gerät. Prüfen Sie die Klinge auf Beschädigung. Ist sie stumpf, verbogen oder ausgebrochen, tauschen Sie sie aus oder lassen Sie sie fachgerecht schärfen. Die Bedienungsanleitung gibt vor, ob und wie das Schärfen erlaubt ist. Bei Unsicherheit wenden Sie sich an einen Fachbetrieb oder den Herstellerservice.

Trockenen Lagerplatz wählen

Der beste Lagerplatz für Ihre Gartengeräte ist trocken, frostgeschützt, gut belüftet und frei von starken Temperaturschwankungen. Ein beheizter Raum ist für manche Mähroboter und Akkus erforderlich. Einfache Handwerkzeuge kommen auch mit einem trockenen Schuppen aus, solange er regendicht ist und keine aufsteigende Bodenfeuchte hat.

Stellen Sie die Geräte nicht direkt auf den Boden. Haken, Regale oder Paletten schützen vor Feuchtigkeit und verhindern, dass Geräte umkippen. Hängen Sie lange Stiele auf. Bewahren Sie kleine Werkzeuge in einer trockenen Box oder an einer Lochwand auf. Für Geräte mit Elektromotor oder Akku gelten besondere Temperaturbereiche. Lesen Sie diese in der Bedienungsanleitung nach. Die Angaben unterscheiden sich je nach Hersteller und System.