Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle und Bad sammeln am schnellsten Rückstände an. Regelmäßiges Reinigen hält die Geräte länger sauber und verhindert, dass sich Feuchtigkeit und Ablagerungen festsetzen. Der Ablauf ist überall ähnlich: vorbereiten, schonend reinigen, vollständig trocknen, danach Feuchtigkeit und Rückstände vermeiden.
Behandeln Sie nicht jedes Gerät gleich: Hersteller geben für ihre Modelle unterschiedliche Hinweise, und manche Reinigungsmittel schaden bestimmten Oberflächen. Die Schritte basieren auf Empfehlungen von Bosch, Whirlpool, der US-Umweltschutzbehörde EPA und der Verbraucherzentrale.
Material und Anleitung prüfen
Bevor Sie loslegen, legen Sie weiche Tücher, mildes Spülmittel und Reiniger bereit, die zur jeweiligen Oberfläche passen. Prüfen Sie die Etiketten der Reinigungsmittel und die Bedienungsanleitung Ihrer Geräte, bevor Sie anfangen. Mischen Sie niemals Reinigungsprodukte. Geben Sie kein Bleichmittel zu anderen Chemikalien, weil dabei giftige Dämpfe entstehen können. Lüften Sie während und nach der Reinigung.
Reinigen und Desinfizieren sind zwei verschiedene Dinge. In den meisten Haushalten reicht Wasser mit Seife oder Spülmittel. Desinfektion ist vor allem dann sinnvoll, wenn jemand im Haushalt krank ist oder ein erhöhtes Krankheitsrisiko besteht. Für die normale Grundreinigung brauchen Sie also keine aggressiven Mittel.
Kühlschrank reinigen
Der Kühlschrank braucht die meiste Vorbereitung, weil Sie Lebensmittel herausnehmen müssen. Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Stecker, wenn die Anleitung Ihres Modells das vorsieht. Nehmen Sie alle Lebensmittel heraus und lagern Sie sie während der Reinigung kühl, zum Beispiel in einer Kühltasche. Entfernen Sie herausnehmbare Ablagen, Schubladen und Zubehörteile.
Reinigen Sie die herausnehmbaren Teile von Hand mit lauwarmem Wasser und etwas pH-neutralem Spülmittel. Den Innenraum und die Dichtungen wischen Sie mit einem weichen Tuch und derselben milden Lösung aus. Trocknen Sie alles gründlich mit einem weichen, trockenen Tuch nach, bevor Sie die Lebensmittel wieder einräumen. Vermeiden Sie Dampf- und Hochdruckreiniger, scheuernde Mittel und stark alkoholhaltige Reiniger, weil sie die Oberflächen und Dichtungen angreifen.
Ein Sonderfall ist ein Lebensmittelrückruf. Wenn ein Produkt aus dem Kühlschrank betroffen ist, entsorgen Sie es und reinigen Sie Ablagen und Schubladen mit heißem Seifenwasser. In diesem speziellen Fall kann eine verdünnte Bleichlösung als zusätzliche Desinfektion sinnvoll sein. Für die gewöhnliche Reinigung ist das aber kein Standardrezept.
Waschmaschine reinigen
Beginnen Sie bei der Waschmaschine mit der Waschmittelschublade, weil sich dort am schnellsten Rückstände ansammeln. Nehmen Sie die Schublade und gegebenenfalls die Einsätze heraus und reinigen Sie sie mit warmem Wasser und einer weichen Bürste. Das Schubladenfach in der Maschine säubern Sie mit milder Seife und einem weichen Tuch. Wie oft das nötig ist, hängt von der Nutzung, der Wasserhärte und sichtbaren Rückständen ab. Bei häufiger Nutzung oder größeren Haushalten nennt Whirlpool für seine Frontlader einen Richtwert von alle zwei bis vier Wochen.
Für Trommel, Dichtungen und Filter sollten Sie die Bedienungsanleitung Ihres konkreten Modells lesen, weil die Vorgaben je nach Hersteller unterschiedlich sind. Bosch empfiehlt für seine eigenen Entkalkerprodukte eine Anwendung alle drei bis sechs Monate mit einem vollständigen 60-Grad-Programm ohne Vorwäsche. Das ist eine produktspezifische Empfehlung, keine allgemeingültige Frist für jede Maschine. Eine bestimmte Temperatur oder Hausmittel-Mischung sollten Sie nicht pauschal für alle Geräte übernehmen.
Mikrowelle reinigen
Eingebrannte Speisereste in der Mikrowelle lassen sich am besten lösen, wenn Sie sie einweichen. Nehmen Sie den Drehteller heraus und legen Sie ihn in eine milde Spüllauge. Den Innenraum behandeln Sie mit einem feuchten Tuch, lassen die Reste etwas einweichen und wischen sie danach mit einem weichen Tuch ab. Die Mikrowelle darf während des Einweichens nicht eingeschaltet sein.
Verzichten Sie auf die raue Seite von Universalschwämmen und auf Backofenspray, weil beides die Innenflächen beschädigen kann. Am einfachsten ist es, Verschmutzungen gleich nach dem Erwärmen zu beseitigen, bevor sie eintrocknen. Manche Mikrowellen haben ein Dampfreinigungsprogramm, das mit etwa 250 Millilitern Wasser arbeitet. Diese Funktion gibt es nur bei entsprechend ausgestatteten Modellen, prüfen Sie also die Anleitung Ihres Geräts, bevor Sie ein solches Programm starten.
Bad reinigen
Im Bad arbeiten Sie am besten von den weniger verschmutzten Flächen zu den stärker beanspruchten Bereichen. Entfernen Sie zuerst Staub und lose Verschmutzungen, dann reinigen Sie Waschbecken, Armaturen, Dusche und WC mit einem Reiniger, der zur jeweiligen Oberfläche passt. Spülen Sie gründlich ab, wo das Produkt es verlangt, und trocknen Sie Oberflächen und Fugen anschließend ab.
Feuchtigkeit ist im Bad der wichtigste Faktor. Lüften Sie während oder direkt nach dem Duschen mit Abluftlüfter oder offenem Fenster. Die Verbraucherzentrale nennt 40 bis 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als guten Wert; steigt die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent, sollten Sie lüften. Wenn sich Schimmel auf harten Oberflächen bildet, schrubben Sie ihn mit Wasser und Reinigungsmittel ab und trocknen die Fläche vollständig. Poröse Materialien wie manche Fugen oder Holz lassen sich bei Schimmelbefall unter Umständen nicht vollständig reinigen.
Bei wiederkehrendem oder ausgedehntem Schimmel hilft keine Putzroutine allein. Sie müssen die Feuchteursache beheben, also Lecks reparieren und die Belüftung verbessern. Wenn Sie unsicher sind, wie stark der Befall ist, holen Sie sich eine fachkundige Einschätzung.