Sie sparen am meisten Strom, wenn Sie Geräte, die oft oder ständig laufen, passend einstellen und nutzen. Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler laufen regelmäßig oder rund um die Uhr. Angepasste Temperaturen, volle Beladungen und passende Programme senken den Verbrauch, ohne dass Lebensmittel schlechter gekühlt oder Wäsche weniger sauber wird oder warmes Essen fehlt.

Prüfen Sie Ihren Jahresverbrauch auf der Stromrechnung und vergleichen Sie ihn mit dem Verbrauch ähnlich großer Haushalte, die ihr Warmwasser auf dieselbe Weise erzeugen. Konzentrieren Sie sich danach auf die Geräte, die am meisten Strom verbrauchen. Kleine Einzelmaßnahmen helfen ebenfalls, sparen aber meist weniger Strom.

Kühlschrank und Gefriergerät einstellen

Stellen Sie den Kühlschrank auf 7 °C und das Gefriergerät auf −18 °C. Ein kälterer Kühlschrank verbraucht mehr Strom: Nach Angaben der Verbraucherzentrale steigt der Verbrauch pro Grad niedrigerer Temperatur um etwa sechs Prozent. Wenn Sie häufig leicht verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch lagern, kann eine niedrigere Temperatur aus Gründen der Lebensmittelsicherheit nötig sein.

Lassen Sie die Kühlschranktür nicht länger als nötig offen und stellen Sie warme Speisen erst hinein, wenn sie abgekühlt sind. Tauen Sie Gefriergeräte ab, wenn sich Eis bildet. Prüfen Sie auch, ob ein zweiter Kühlschrank wirklich gebraucht wird. Ein dauerhaft laufendes Zusatzgerät abzuschalten, spart mehr als viele kleine Änderungen bei selten genutzten Geräten.

Waschmaschine und Geschirrspüler nutzen

Waschen Sie leicht oder normal verschmutzte Buntwäsche meist bei 20 bis 30 °C. Für Weißwäsche reichen in der Regel 40 °C. Das Erhitzen des Wassers benötigt einen großen Teil des Stroms. Das Umweltbundesamt gibt an, dass der Wechsel von 40 auf 30 °C den Stromverbrauch pro Waschgang um mehr als 35 Prozent senken kann. Diese Angabe beschreibt einen Waschgang, keine feste jährliche Ersparnis für jeden Haushalt.

Füllen Sie die Waschmaschine je nach Wäscheart unterschiedlich. Bei Koch- und Buntwäsche darf die Trommel voll sein. Pflegeleichtwäsche braucht etwa eine halbe Trommel, Feinwäsche ein Viertel und Wolle ein Fünftel der maximalen Beladung. Für Hygiene empfiehlt das Umweltbundesamt außerdem einen Waschgang bei 60 °C pro Monat. Beachten Sie dabei die Pflegehinweise der Kleidung und die Angaben des Geräteherstellers.

Beim Geschirrspüler sparen volle Beladung und das Eco-Programm Strom und Wasser. Eco-Programme dauern länger, verbrauchen aber weniger Energie als Kurzprogramme. Grobe Speisereste können Sie entfernen, ohne das Geschirr vorher unter fließendem Wasser abzuspülen.

Beim Kochen Strom und Wasser sparen

Setzen Sie beim Kochen einen Deckel auf den Topf und erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie tatsächlich brauchen. Für Gemüse, Eier und Kartoffeln genügen oft ein bis zwei Zentimeter Wasser im Topf. Beim Wasserkocher lohnt es sich ebenfalls, die Menge an den Bedarf anzupassen.

Beim Backen spart Umluft laut Verbraucherzentrale gegenüber Ober- und Unterhitze etwa 15 Prozent Energie. Vorheizen ist bei vielen Speisen nicht nötig. Orientieren Sie sich dabei am Rezept und an der Bedienungsanleitung Ihres Backofens.

Wann Duschen Strom spart

Eine kürzere Dusche senkt den Stromverbrauch der Wohnung nur dann direkt, wenn ein Durchlauferhitzer oder Boiler das Wasser elektrisch erwärmt. Wird das Wasser zentral mit Gas oder einer anderen Energiequelle erhitzt, spart eine kürzere Dusche zwar Warmwasser und Energie, aber nicht unbedingt Haushaltsstrom.

Bei elektrischer Warmwasserbereitung kann ein Sparduschkopf den Verbrauch senken. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Modelle mit weniger als neun Litern Durchfluss pro Minute. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Duschkopf zum Durchlauferhitzer passt: Ältere hydraulische Durchlauferhitzer brauchen häufig einen Mindestdurchfluss von etwa acht Litern pro Minute. Ändern Sie bei einem Warmwasserspeicher die Temperatur oder Schaltzeiten erst, wenn Sie die Hygienevorgaben geprüft haben.

Stand-by gezielt prüfen

Wenn ein Gerät scheinbar ausgeschaltet ist, aber weiter Strom zieht, verbraucht es im Bereitschaftszustand Strom. Messen Sie diesen Verbrauch, wenn Sie einen konkreten Verdacht haben. Die Verbraucherzentrale nennt für ungenutzte Geräte Werte von 0,5 bis 10 Watt. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Gerät ab.

Eine schaltbare Steckdosenleiste eignet sich für Gerätegruppen, die nachts nicht gebraucht werden. Schalten Sie Kühlschrank und Router nicht pauschal mit ab und beachten Sie bei Fernsehern oder anderen Geräten die Herstellerhinweise. Manche Geräte benötigen nach der Nutzung noch eine Weile Strom für automatische Funktionen.

Trockner und Lampen effizient nutzen

Lufttrocknen braucht weniger Strom als ein Wäschetrockner. Wenn Sie den Trockner nutzen, schleudern Sie die Wäsche vorher gut und beladen Sie das Gerät passend. Ein effizienter Trockner kann den Verbrauch zusätzlich senken.

Ersetzen Sie häufig genutzte Glüh- oder Halogenlampen durch LED-Lampen. Sie verbrauchen laut Verbraucherzentrale bis zu 90 Prozent weniger Strom als diese älteren Leuchtmittel. Auch bei Fernseher und Computer senken Energiesparmodus und passende Bildschirmhelligkeit den Verbrauch. Am meisten sparen Sie meist bei Geräten, die lange oder häufig laufen.

Alte Geräte konkret vergleichen

Ein Neukauf lohnt sich nicht automatisch. Prüfen Sie bei einem alten Kühl- oder Gefriergerät zunächst den tatsächlichen Verbrauch, zum Beispiel mit einem Strommessgerät. Vergleichen Sie ihn anschließend mit dem Jahresverbrauch eines passenden Neugeräts auf dem Energielabel. Bei sehr alten Kühlgeräten kann der Unterschied groß sein; bei Wasch- und Spülmaschinen fällt das Einsparpotenzial durch einen Austausch oft geringer aus.

Auch die Stromrechnung liefert einen sinnvollen Ausgangspunkt. Vergleichen Sie den Jahresverbrauch mit Haushalten ähnlicher Größe, Wohnsituation und Warmwasserbereitung. Der Vergleich zeigt, ob sich eine genauere Suche lohnt, verspricht aber keine bestimmte Ersparnis durch eine einzelne Maßnahme.