Wenn Sie einmal im Monat Einnahmen, Ausgaben und kommende Rechnungen vergleichen, sehen Sie, wie viel Geld Ihnen bleibt. Dafür brauchen Sie nur Kontoauszüge, Kartenumsätze und Rechnungen.

Prüfen Sie regelmäßige Einnahmen gesondert. Betrachten Sie auch Fixkosten, variable Kosten und bevorstehende Rechnungen jeweils getrennt. So sehen Sie, ob eine größere Zahlung ansteht und wie viel für den nächsten Monat übrig bleibt.

So läuft der Monatscheck ab

Legen Sie Kontoauszüge, Kartenabrechnungen und Rechnungen bereit. Tragen Sie regelmäßige Einnahmen und feste Verpflichtungen ein. Addieren Sie anschließend die variablen Ausgaben des vergangenen Monats. Eine Tabelle, ein Haushaltsbuch oder eine einfache Notiz auf Papier genügt.

Planen Sie nur mit Einnahmen, auf die Sie sich verlassen können, etwa Lohn, Rente, Kindergeld oder regelmäßig gezahlten Leistungen. Einmalige Zahlungen wie ein Geldgeschenk oder Weihnachtsgeld sollten Sie getrennt behandeln. Wenn Sie feste Zahlungen mit unsicheren Einnahmen planen, wird der Überblick schnell unübersichtlich.

Checkliste für vier Bereiche

Bereich Monatlich prüfen Beispiele
Einnahmen Was ist eingegangen, und welche regelmäßigen Einnahmen erwarten Sie? Lohn, Rente, Kindergeld, regelmäßige Leistungen
Fixkosten Was wurde abgebucht, und welche festen Zahlungen stehen noch aus? Miete, Strom- oder Gasabschlag, Telefon, Internet, Versicherungen, Kreditraten, Mitgliedschaften
Variable Kosten Was haben Sie im Alltag ausgegeben, und in welchen Bereichen? Lebensmittel, Drogerie, Kleidung, Benzin oder Einzeltickets, Freizeit, Essen außer Haus
Bevorstehende Rechnungen Was wird wann fällig, wie hoch ist der Betrag, und ist das Geld dafür zurückgelegt? Versicherungsbeiträge, Kfz-Steuer, Rundfunkbeitrag, Jahres- oder Quartalsrechnungen, geplante größere Anschaffungen

Rechnen Sie auch kleine Einkäufe zu den variablen Kosten. Prüfen Sie dafür Kartenumsätze und Belege, damit Ausgaben nicht fehlen oder doppelt auftauchen. Manche Ausgaben gehören zu einem festen Vertrag, sind aber nicht jeden Monat gleich hoch. Erfassen Sie zum Beispiel einen festen Abschlag als Fixkosten und einzelne Fahrkarten oder wechselnde Ausgaben für Benzin als variable Kosten.

Jahresrechnungen monatlich einplanen

Jährliche und vierteljährliche Rechnungen müssen im Fälligkeitsmonat bezahlt werden, auch wenn Sie sie im Alltag leicht aus dem Blick verlieren. Teilen Sie einen Jahresbetrag durch zwölf und einen Quartalsbetrag durch drei. Nehmen Sie diesen Monatsanteil als Rücklage in Ihren Plan auf. Die Rechnung ist weiterhin zum festgelegten Termin fällig. Die Rücklage verteilt die Kosten nur rechnerisch auf das Jahr.

Notieren Sie bei jeder kommenden Zahlung Fälligkeit und Betrag. Halten Sie außerdem fest, ob Sie das Geld dafür schon zurückgelegt haben. So sehen Sie beim nächsten Check, ob die Rücklage ausreicht.

Verfügbaren Betrag berechnen

Ziehen Sie von den regelmäßigen Einnahmen zuerst die Fixkosten ab. Berücksichtigen Sie dann die variablen Ausgaben und die Rücklagen für kommende Rechnungen:

Regelmäßige Einnahmen − Fixkosten − variable Ausgaben − Rücklagen = verbleibender Betrag oder Fehlbetrag

Der verbleibende Betrag zeigt, wie viel nach den erfassten Ausgaben noch da ist. Bei einem Fehlbetrag prüfen Sie Ihre Einträge und suchen nach Ausgaben oder Zahlungen, die das Ergebnis erklären. Der Überblick schafft Klarheit, aber nicht automatisch zusätzliches Geld.

Vergleichen Sie die variablen Kosten mit den Vormonaten. Wenn etwa die Ausgaben für Essen außer Haus gestiegen sind, legen Sie für den nächsten Monat ein persönliches Limit fest oder planen Sie einzelne Käufe vorher. Prüfen Sie auch, ob Sie laufende Verträge noch brauchen. Kündigen Sie Versicherungs-, Geldanlage- oder Altersvorsorgeverträge nicht vorschnell, denn die Folgen und Alternativen hängen vom jeweiligen Vertrag ab. Wenn das Geld dauerhaft nicht für die notwendigen Ausgaben reicht, ist eine kostenlose Schuldnerberatung eine mögliche Anlaufstelle.

Den nächsten Monat vorbereiten

Prüfen Sie zum Abschluss, welche Zahlungen im nächsten Monat fällig werden. Übertragen Sie Fälligkeiten, geplante größere Ausgaben und noch fehlende Rücklagen in Ihre Übersicht. So können Sie früh entscheiden, ob Sie Ausgaben verschieben, Geld zurücklegen oder Unterstützung suchen müssen.