Bei Wäsche, Einkäufen und Böden sparen passende Geräte und einfache Planung Zeit. Eine Lösung ist effizient, wenn sie eine Aufgabe mit weniger Aufwand erledigt. Ein Gerät spart dabei nicht automatisch Zeit, Strom und Arbeit beim Putzen.
Überlegen Sie zuerst, welche Aufgabe Ihnen Arbeit macht und wie Ihr Haushalt aussieht. Ein Einkaufszettel kann mehr entlasten als ein neues Gerät; ein Saugroboter eignet sich vor allem für leicht zugängliche Böden.
Einkäufe und Haushaltsaufgaben planen
Prüfen Sie vor dem Einkauf Kühlschrank und Vorratsschrank. So vermeiden Sie doppelte Käufe und planen Ihre Mahlzeiten leichter. Legen Sie einige Mahlzeiten für die Woche fest und schreiben Sie nur auf, was dafür tatsächlich fehlt. Wenn Sie die Einkaufsliste nach den Bereichen im Geschäft ordnen, finden Sie die Produkte leichter.
Eine gemeinsame Liste für Besorgungen und Haushaltsaufgaben schafft ebenfalls Übersicht. Unbezahlte Arbeit ist weiterhin ungleich verteilt: Laut Statistischem Bundesamt leisteten Frauen 2022 im Durchschnitt täglich eine Stunde und 16 Minuten mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Die Kennzahl umfasst neben Hausarbeit auch Sorgearbeit. Eine Aufgabenliste löst diese Verteilung nicht von selbst, macht Zuständigkeiten aber sichtbar.
Waschmaschine passend nutzen
Wählen Sie eine Waschmaschine, deren Fassungsvermögen zu den üblichen Wäscheladungen passt. Das EU-Energielabel nennt unter anderem den Stromverbrauch je 100 Waschgänge im Eco-Programm. Außerdem weist es den Wasserverbrauch und die Programmdauer aus. Diese Angaben helfen beim Vergleich, sagen aber nicht allein, wie viel ein Gerät in Ihrem Haushalt verbraucht. Dafür zählen auch die Beladung und die Häufigkeit der Nutzung.
Füllen Sie die Trommel möglichst passend und dosieren Sie das Waschmittel nach Wasserhärte und Verschmutzung. Eco-Programme laufen oft länger, benötigen laut Umweltbundesamt aber weniger Energie, weil das Wasser weniger stark erhitzt wird. Wenn die Wäsche zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss, sollten Sie die längere Laufzeit bei der Planung berücksichtigen.
Bei normal verschmutzter Wäsche reicht oft eine niedrigere Temperatur. Bei Wäsche mit erhöhtem Hygieneanspruch, etwa nach einer Krankheit, empfiehlt die Verbraucherzentrale ein 60-Grad-Programm mit Vollwaschmittel. Beachten Sie dabei die Pflegehinweise der Textilien und die Angaben des Maschinenherstellers.
Geschirrspüler voll beladen
Starten Sie den Geschirrspüler möglichst nur, wenn er voll ist, und wählen Sie das Eco-Programm. Verzichten Sie auf warmes Vorspülen. Moderne Geräte benötigen laut Umweltbundesamt ungefähr zehn Liter Wasser und weniger als eine Kilowattstunde Strom pro Spülgang. Bei voller Beladung ist die Maschine in den meisten Fällen effizienter als das Spülen von Hand.
Beim Kauf lohnt sich der Blick auf Strom- und Wasserverbrauch des Energielabels. Das Umweltbundesamt vergleicht für Eco-Programme beispielsweise rund 54 Kilowattstunden je 100 Spülgänge bei Geräten der Klasse A mit etwa 95 Kilowattstunden bei Geräten der Klasse G. In der Modellrechnung setzt das Umweltbundesamt 220 Spülgänge im Jahr und einen Strompreis von rund 37 Cent pro Kilowattstunde an. Daraus ergibt sich ein Unterschied von ungefähr 33 Euro. Der Betrag hängt von diesen Annahmen ab und ist keine feste Ersparnis für jeden Haushalt.
Ein funktionierendes Gerät muss nicht allein wegen eines sparsameren Neugeräts ersetzt werden. Das Umweltbundesamt berücksichtigt in seiner Vergleichsrechnung auch Anschaffung, Nutzung und Reparatur. Prüfen Sie daher erst, ob sich eine Reparatur lohnt und wie oft Sie die Maschine tatsächlich einsetzen.
Saugroboter passend auswählen
Ein Saugroboter nimmt Ihnen regelmäßiges Saugen auf freien Böden ab. Vor dem Kauf sollten Sie prüfen, ob er zu Ihren Bodenbelägen und Räumen passt. Teppiche, Tierhaare, Schwellen und herumliegende Kabel erschweren die Reinigung. Auch eine automatische Entleerungs- oder Wischstation braucht Platz und verursacht zusätzliche Kosten.
Ein Langzeitversuch mit zehn Haushalten im Vereinigten Königreich ergab: Die manuelle Reinigungszeit sank im Mittel, während die Böden häufiger und insgesamt länger gereinigt wurden. Wegen der kleinen Stichprobe lässt sich daraus keine typische Wirkung für alle Haushalte ableiten. Stiftung Warentest weist außerdem darauf hin, dass Saugroboter bei Saugkraft und Filterwirkung nicht an gute herkömmliche Staubsauger heranreichen. Für Teppiche und schwer erreichbare Stellen bleibt ein normaler Staubsauger daher oft nötig.
Smarte Geräte bewusst nutzen
Vernetzte Geräte lassen sich per App steuern oder zeitlich planen. Ob sie Energie sparen, hängt laut Verbraucherzentrale davon ab, wie das Gebäude beschaffen ist, welche Ausstattung vorhanden ist und wie die Geräte genutzt werden. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die App für die Grundfunktionen nötig ist und welche Daten das Gerät erfasst. Manche Geräte übertragen Daten an einen Online-Speicher des Anbieters.
Deaktivieren Sie nicht benötigte App-Berechtigungen und installieren Sie Sicherheitsupdates. Wenn der Anbieter eine Zwei-Faktor-Anmeldung anbietet, richten Sie sie ein. So können Sie den Nutzen gegen zusätzliche Datenerfassung und Pflegeaufwand abwägen.