Für Lebensmittel, Strom und Wasser geben Sie regelmäßig Geld aus. Wenn Sie nur kaufen, was Sie verbrauchen, Reste einplanen und Ihre Geräte passend nutzen, sinken Ihre Ausgaben. Wie viel Sie sparen, hängt von Ihrem Haushalt, Ihren Geräten und den örtlichen Preisen ab.
Einkauf besser planen
1. Mahlzeiten vorausplanen
Legen Sie vor dem Einkauf fest, was Sie in den nächsten Tagen kochen. Planen Sie Ihre Termine ein und verwenden Sie empfindliche Lebensmittel früher als haltbare. So kaufen Sie gezielter ein und müssen seltener spontan etwas besorgen.
2. Vorräte zuerst prüfen
Sehen Sie in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank nach, bevor Sie den Einkaufszettel schreiben. Stellen Sie ältere Lebensmittel nach vorn und planen Sie sie zuerst ein. Das verhindert, dass Sie etwas kaufen, das bereits zu Hause liegt.
3. Mit Einkaufsliste einkaufen
Notieren Sie, welche Zutaten und Mengen für die geplanten Mahlzeiten fehlen. Mit der Liste vermeiden Sie unnötige Käufe. Prüfen Sie gelegentlich den Kassenbon. So sehen Sie, welche Produkte den größten Teil Ihres Lebensmittelbudgets ausmachen.
4. Angebote nach Bedarf beurteilen
Ein Rabatt oder eine Großpackung spart nur dann Geld, wenn Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen. Vergleichen Sie den Grundpreis, also den Preis pro Kilogramm oder Liter, und kaufen Sie nur die Menge, die zu Ihrem Verbrauch passt. Ein Prozentnachlass allein sagt wenig über den tatsächlichen Preis aus.
5. Saisonales und lose Ware wählen
Kaufen Sie Obst und Gemüse nach Bedarf. Lose Ware erleichtert es, genau die benötigte Menge mitzunehmen. Saisonale Produkte sind häufig günstiger, und kleine optische Makel machen Obst oder Gemüse nicht automatisch unbrauchbar.
Lebensmittel vollständig nutzen
6. Pflanzliche Zutaten einplanen
Planen Sie Gerichte mit Gemüse, Hülsenfrüchten oder Eiern ein. Damit lassen sich einzelne Fleisch- oder Fischgerichte ersetzen. Welche Zutaten am günstigsten sind, hängt von Saison, Geschäft und Angebot ab; vergleichen Sie deshalb die Preise für die Gerichte, die Sie tatsächlich kochen.
7. Selbst kochen und Portionen planen
Kochen Sie eine zusätzliche Portion, wenn sich das Gericht gut aufbewahren lässt. So sparen Sie am nächsten Tag Zeit und verbrauchen Zutaten, die sonst übrig bleiben könnten. Größere Mengen lohnen sich besonders dann, wenn Sie den Rest bald essen oder einfrieren.
8. Reste sichtbar aufbewahren
Kühlen Sie Reste zügig und stellen Sie sie gut sichtbar in den Kühlschrank. Planen Sie sie für den nächsten Tag ein oder frieren Sie sie ein. Beschriften Sie eingefrorene Portionen mit Inhalt und Datum, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
9. Datumsangaben richtig lesen
Ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bedeutet bei ungeöffneter und richtig gelagerter Ware nicht automatisch, dass sie verdorben ist. Prüfen Sie Aussehen, Geruch und Geschmack, wenn das Lebensmittel dafür geeignet ist. Das Verbrauchsdatum auf leicht verderblicher Ware ist eine Sicherheitsangabe: Nach dessen Ablauf sollten Sie das Produkt nicht mehr essen.
Strom in der Küche sparen
10. Kühlschrank passend einstellen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt 7 °C im oberen Kühlschrankfach und −18 °C im Gefriergerät. Stellen Sie den Kühlschrank nicht unnötig kalt ein. Wenn Sie ihn 1 °C kälter einstellen, steigt der Stromverbrauch laut Verbraucherzentrale um etwa 6 Prozent. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch müssen stärker gekühlt werden. Öffnen Sie die Tür nur kurz und schließen Sie sie vollständig.
11. Mit Deckel kochen
Setzen Sie beim Kochen einen passenden Deckel auf den Topf und wählen Sie eine Herdplatte, die zur Topfgröße passt. Erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie brauchen. Für Tee oder kleine Wassermengen ist ein Wasserkocher praktisch; füllen Sie ihn nicht unnötig voll.
12. Backofen ohne Vorheizen nutzen
Bei vielen Gerichten können Sie auf das Vorheizen verzichten. Prüfen Sie dafür die Rezeptangaben und behalten Sie die Garzeit im Blick. Umluft benötigt laut Verbraucherzentrale etwa 15 Prozent weniger Energie als Ober- und Unterhitze. Bei geeigneten Gerichten können Sie Herd oder Backofen außerdem kurz vor Ende ausschalten und die Restwärme nutzen.
13. Spülmaschine voll beladen
Lassen Sie die Spülmaschine möglichst voll im Eco-Programm laufen. Entfernen Sie grobe Speisereste, statt Geschirr unter fließendem Wasser vorzuspülen. Laut Umweltbundesamt ist ein voll beladener Geschirrspüler im Eco-Programm in den meisten Fällen effizienter als Handspülen. Wenn Sie von Hand spülen, nutzen Sie ein gefülltes Spülbecken statt laufendes Wasser.
Wäsche sparsam waschen
14. Waschmittel richtig dosieren
Waschen Sie Kleidung, wenn sie verschmutzt ist oder riecht; oft reicht Auslüften. Befüllen Sie die Maschine passend und nutzen Sie, wenn es für die Textilien geeignet ist, ein Eco-Programm und eine niedrige Temperatur. Dosieren Sie das Waschmittel nach Wäschemenge, Verschmutzung und örtlicher Wasserhärte. Für Wolle und Feinwäsche gelten die Pflegehinweise der Kleidung und der Maschine.