Wenn am Monatsende weniger Geld übrig bleibt als erwartet, sehen Sie sich an, wie viel Sie für Einkäufe, Energie und regelmäßige Verträge ausgeben. Kleine Änderungen helfen, wenn sie zu Ihrem Haushalt passen und sich dauerhaft umsetzen lassen.

Notieren Sie eine Woche lang Ihre Ausgaben. So sehen Sie, ob Sie beim Einkauf, Stromverbrauch oder Heizen sparen können. Wie viel übrig bleibt, hängt von Ihren bisherigen Gewohnheiten und den tatsächlich anfallenden Kosten ab.

Haushaltsausgaben erfassen

Notieren Sie eine Woche lang jeden Einkauf und jede wiederkehrende Abbuchung. Erfassen Sie auch kleine Bar-Ausgaben und Jahresrechnungen. Teilen Sie Jahresrechnungen durch zwölf. So sehen Sie, wie viel die Kosten pro Monat ausmachen.

Ziehen Sie die festen Ausgaben von Ihrem Einkommen ab. Mit dem Rest bezahlen Sie veränderliche Kosten wie Lebensmittel, Kleidung und Freizeit. Teilen Sie diesen Betrag durch vier. So erhalten Sie eine grobe Orientierung für Ihr Wochenbudget. Das Haushaltsbuch zeigt, wohin das Geld fließt; es schafft aber nicht automatisch zusätzlichen finanziellen Spielraum.

Prüfen Sie anschließend, welche größeren Ausgaben Sie ändern können. Dazu gehören etwa Abos, Mitgliedschaften und Verträge, die Sie kaum noch nutzen. Kündigen Sie nur, was Sie tatsächlich entbehren können, und vergleichen Sie bei wichtigen Verträgen zuerst Leistung und Kosten.

Einkäufe und Reste planen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank. Planen Sie einige Mahlzeiten mit dem, was bereits da ist, und schreiben Sie nur die fehlenden Zutaten auf die Einkaufsliste. So kaufen Sie gezielter und behalten den Überblick über angebrochene Packungen.

Legen Sie bei leicht verderblichen Lebensmitteln fest, wann Sie sie verwenden. Ein klarer Platz für Produkte, die zuerst verbraucht werden sollen, hilft dabei. Haushaltsexpertin Erica Matile empfiehlt in ihren Alltagstipps unter anderem, Lebensmittel im Kühlschrank übersichtlich zu ordnen. Auch getrennte Wäschekörbe und feste Plätze für häufig gebrauchte Dinge können Abläufe vereinfachen und verhindern, dass etwas unnötig doppelt gekauft wird.

Planen Sie Reste gleich mit ein: Gekochtes Gemüse lässt sich zum Beispiel am nächsten Tag in eine Suppe geben, geeignete Portionen können Sie einfrieren. Nehmen Sie Essen und Getränke für unterwegs mit, statt spontan etwas zu kaufen. Leitungswasser ist eine einfache Alternative zu abgefülltem Wasser, sofern es bei Ihnen bedenkenlos trinkbar ist.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann der Hersteller die Qualität zusichert. Ist es überschritten, prüfen Sie das Lebensmittel mit Augen, Nase und gegebenenfalls einer kleinen Kostprobe. Das Verbrauchsdatum steht auf leicht verderblichen Lebensmitteln. Nach Ablauf sollten Sie das Produkt nicht mehr essen.

Strom beim Kochen und Waschen senken

Ein Deckel auf dem Topf hält Wärme zurück. Erhitzen Sie im Wasserkocher nur so viel Wasser, wie Sie brauchen. Heizen Sie den Backofen nicht vor, sofern das Rezept es nicht verlangt. Beim Backen spart Umluft gegenüber Ober- und Unterhitze laut Verbraucherzentrale ungefähr 15 Prozent Energie.

Wasch- und Spülmaschinen sollten möglichst voll beladen laufen. Programme mit der Bezeichnung Eco verbrauchen weniger Energie, auch wenn sie länger dauern. Für viele Kleidungsstücke reicht eine niedrigere Waschtemperatur; ein Wäschetrockner lässt sich durch Trocknen an der Luft ersetzen. Beim Abwasch von Hand lassen Sie das Wasser nicht dauerhaft laufen. Ob Handwäsche oder Geschirrspüler sparsamer ist, hängt unter anderem von der Geschirrmenge und der Warmwasserbereitung ab.

Schalten Sie Geräte ganz aus, wenn sie nicht gebraucht werden. Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft dabei bei Geräten, die im Bereitschaftsbetrieb, also im Zustand für den schnellen Neustart, weiter Strom verbrauchen. Tauschen Sie funktionierende Geräte nicht allein auf Verdacht aus: Bei älteren, stromintensiven Geräten lohnt sich zuerst ein Vergleich von Verbrauch, Anschaffungskosten und erwarteter Nutzung.

Heizkosten senken

Senken Sie die Raumtemperatur so weit, wie es für Ihren Alltag passt; als grobe Orientierung gelten etwa 20 °C im Wohnzimmer und 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Laut Verbraucherzentrale verringert jedes Grad weniger die benötigte Heizenergie um ungefähr sechs Prozent. Wie stark sich das auf Ihre Rechnung auswirkt, hängt vom Gebäude und der Heizung ab.

Lassen Sie Heizkörper frei, damit sich die Wärme im Raum verteilen kann. Möbel und lange Vorhänge sollten sie nicht verdecken. Das Thermostat auf die höchste Stufe zu drehen, heizt den Raum nicht schneller auf. Halten Sie wenig genutzte Räume ebenfalls warm genug: Die Verbraucherzentrale rät, sie nicht unter 16 °C auskühlen zu lassen, damit Feuchtigkeit und Schimmel weniger Chancen haben.

Vorsicht bei fragwürdigen Tricks

Verdünnen Sie Reinigungsmittel nur, wenn das Etikett es erlaubt. Die richtige Menge hängt vom Produkt ab, daher ist eine pauschale Verdünnung keine verlässliche Sparregel. Auch Gegenstände, die den Wasserverbrauch im Spülkasten senken sollen, passen nicht zu jedem Spülkasten. Prüfen Sie die Herstellerhinweise oder lassen Sie sich fachkundig beraten, bevor Sie etwas verändern.