Wenn Heizkosten, Stromrechnung und Einkäufe Ihr Budget belasten, können Sie auch ohne große Anschaffungen sparen. Stellen Sie die Heizung passend ein und verbrauchen Sie weniger Warmwasser. Planen Sie auch Ihre Einkäufe besser.

Wie viel Sie sparen, hängt von Ihrer Wohnsituation, den Energiepreisen und Ihren bisherigen Gewohnheiten ab. Setzen Sie zuerst dort an, wo Sie viel verbrauchen und den Verbrauch mit einer kleinen Änderung senken können.

Heizung passend einstellen

Wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken, sinkt der Heizenergieverbrauch nach Angaben der Verbraucherzentrale um rund sechs Prozent. Als Richtwerte gelten etwa 20 °C im Wohnzimmer und 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Wie viel Sie dadurch sparen, hängt vom Gebäude und vom Heizsystem ab.

Stellen Sie das Thermostat auf die gewünschte Temperatur. Die höchste Stufe heizt den Raum nicht schneller auf. Achten Sie außerdem darauf, dass Vorhänge und Möbel den Heizkörper nicht verdecken, damit sich die Wärme im Raum verteilen kann.

Lassen Sie Räume, die Sie selten nutzen, nicht dauerhaft stark auskühlen. Unter etwa 16 °C steigt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel. Halten Sie die Türen zu kühleren Räumen geschlossen. So kühlt warme, feuchte Luft nicht in diesen Räumen ab.

Warmwasserverbrauch senken

Ein Sparduschkopf senkt den Wasserverbrauch pro Minute. Herkömmliche Duschköpfe verbrauchen laut Umweltbundesamt etwa 12 bis 15 Liter Wasser pro Minute, sparsame Modelle etwa 6 bis 9 Liter. Wenn Sie kürzer duschen, brauchen Sie zusätzlich weniger Energie, um das Wasser zu erwärmen.

„Duschen statt Baden“ spart nicht automatisch. Bei einem Durchfluss von 15 Litern pro Minute kann eine Dusche nach mehr als zehn Minuten so viel Wasser verbrauchen wie ein Vollbad. Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Duschkopf und von der Duschdauer ab.

Stellen Sie die Temperatur der zentralen Warmwasseranlage nicht selbst um. Sie ist auch wichtig, um Krankheitserreger in den Leitungen zu vermeiden. Fragen Sie in einer Mietwohnung die Hausverwaltung. Beachten Sie die Hinweise des Herstellers oder Fachbetriebs, bevor Sie eine Warmwasseranlage einstellen lassen.

Strom in Küche und Waschküche sparen

Stellen Sie den Kühlschrank auf etwa 7 °C und das Gefriergerät auf −18 °C ein. Ist der Kühlschrank nur ein Grad kälter eingestellt, verbraucht er nach Angaben der Verbraucherzentrale etwa sechs Prozent mehr Strom. Prüfen Sie die Temperatur mit einem geeigneten Thermometer und stellen Sie den Kühlschrank nicht kälter als nötig ein.

Beim Kochen spart ein passender Deckel Energie, weil weniger Wärme entweicht. Verwenden Sie nur so viel Wasser wie nötig. Mit Umluft verbraucht der Backofen laut Verbraucherzentrale rund 15 Prozent weniger Energie als mit Ober- und Unterhitze. Schalten Sie die Backofenbeleuchtung ein, statt zum Nachsehen die Tür zu öffnen.

Lassen Sie Geschirrspüler und Waschmaschine möglichst voll laufen und wählen Sie das Energiesparprogramm. Ein Kurzprogramm spart nicht unbedingt Strom oder Wasser. Für viele normal verschmutzte Wäschestücke reichen 30 °C. Wenn Sie die Wäsche auf einer Leine trocknen, brauchen Sie keinen Strom für den Wäschetrockner.

Ein Neukauf lohnt sich nicht bei jedem Gerät. Besonders bei alten Kühl- und Gefriergeräten kann sich ein Austausch rechnen. Laut Verbraucherzentrale verbrauchen bestimmte alte Geräte bis zu 400 Kilowattstunden im Jahr, effiziente Neugeräte dagegen höchstens 150 Kilowattstunden. Bei einem angenommenen Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde ergibt das in diesem Beispiel mindestens 100 Euro Unterschied pro Jahr. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viel Strom Ihr Gerät tatsächlich verbraucht, und vergleichen Sie die mögliche Ersparnis mit den Anschaffungskosten.

Einkäufe und Reste planen

Sehen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Vorratsschrank und Gefrierfach. Planen Sie damit Ihre Mahlzeiten für die Woche und verwenden Sie zuerst die Lebensmittel, die Sie schon haben. Eine Einkaufsliste hilft Ihnen, fehlende Zutaten gezielt zu kaufen und spontane Zusatzkäufe zu begrenzen.

Planen Sie leicht verderbliche Lebensmittel eher für die ersten Tage ein und länger haltbares Gemüse für später. Stellen Sie Reste an eine gut sichtbare Stelle im Kühlschrank und legen Sie fest, wann Sie sie verwenden. Ein gelegentlicher Blick auf den Kassenbon zeigt, welche Produkte einen großen Teil Ihrer Ausgaben für Lebensmittel ausmachen und wo Sie günstigere Alternativen finden.

Haushaltsausgaben und Energietarife prüfen

Schreiben Sie einen Monat lang auf, wie viel Sie für veränderliche Ausgaben wie Lebensmittel und Strom ausgeben. Rechnen Sie regelmäßige, aber seltene Kosten, etwa jährliche Versicherungsbeiträge, auf die einzelnen Monate um. So erkennen Sie, wo Sie tatsächlich sparen können. Ein Haushaltsbuch erhöht Ihr verfügbares Geld allerdings nicht, wenn Ihr gesamtes Einkommen schon für notwendige Kosten gebraucht wird.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Strom- oder Gastarif noch passt, besonders wenn Sie in der Grundversorgung sind. Vergleichen Sie dabei Preis, Vertragsbedingungen, Preisgarantie und Kündigungsfrist. Bei günstigen Online-Tarifen sollten Sie prüfen, ob Sie Mitteilungen digital abrufen müssen. Auch zusätzliche Kosten für die Messung mit einem digitalen Zähler können eine Rolle spielen.