Mit vier Änderungen bei Essen, Einkauf, Strom und laufenden Verträgen können Sie Ihre Haushaltsausgaben senken. 190 Euro im Monat sind ein persönlicher Zielwert, keine garantierte Ersparnis. Wie viel Sie sparen, hängt von Ihren bisherigen Ausgaben und den Änderungen ab.

Die Zahl stammt aus dem Erfahrungsbericht einer US-Autorin. Die monatlichen Schätzungen umfassen Strom. Lebensmittel und Reinigungsmittel sind ebenfalls eingerechnet. Zusammen entsprechen sie umgerechnet etwa 88 bis 120 Euro. Verkaufserlöse fallen unregelmäßig an und sind keine dauerhafte monatliche Ersparnis. Entscheidend ist, wie viel weniger Ihr Haushalt tatsächlich ausgibt.

1. Mahlzeiten für die Woche planen

Prüfen Sie einmal pro Woche Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank, bevor Sie einkaufen. Planen Sie zuerst die Lebensmittel ein, die bald verbraucht werden müssen. Schreiben Sie anschließend die benötigten Zutaten auf und kaufen Sie nur die Mengen, die Sie voraussichtlich aufbrauchen.

Planen Sie Reste gleich mit ein: Gekochtes Gemüse kann am nächsten Tag in eine Suppe oder ein anderes Gericht kommen. Was sich nicht rechtzeitig verbrauchen lässt, frieren Sie ein, sofern es dafür geeignet ist. So vermeiden Sie spontane Einkäufe und werfen weniger weg.

Das Umweltbundesamt bezifferte vermeidbare Lebensmittelabfälle in einer Auswertung für 2020 auf durchschnittlich 53 Kilogramm pro Haushalt. Daraus errechnete die Studie ein mögliches Einsparpotenzial von durchschnittlich 137 Euro je Haushalt. Auf zwölf Monate verteilt entspricht das rund 11,42 Euro im Monat. Die ältere Berechnung dient nur zur Orientierung und ist keine Prognose dafür, wie viel Ihr Haushalt heute spart. Das hängt davon ab, was Sie bisher wegwerfen.

2. Preise pro Kilogramm und Liter vergleichen

Vergleichen Sie bei Produkten, die Sie regelmäßig kaufen, den Preis pro Kilogramm oder Liter. Dieser Grundpreis steht üblicherweise am Regal und macht unterschiedliche Packungsgrößen besser vergleichbar. Eine große Packung ist nicht automatisch günstiger.

Testen Sie bei passenden Produkten eine günstigere Eigenmarke, zum Beispiel bei Spülmittel oder Waschmittel. Prüfen Sie auch, ob die Menge pro Anwendung und die Qualität zu Ihrem Bedarf passen. Wenn Sie nur selten einkaufen, kann eine größere Packung verderben oder lange ungenutzt bleiben. Entscheidend ist daher der Preis für die Menge, die Sie tatsächlich verbrauchen.

3. Strom im Alltag senken

Stellen Sie das obere Fach Ihres Kühlschranks auf 7 °C ein und prüfen Sie die Temperatur mit einem Thermometer. Laut Verbraucherzentrale erhöht jedes Grad weniger den Stromverbrauch um etwa 6 Prozent. Bei Geschirr- und Waschmaschine sparen Sie Strom, indem Sie die Geräte voll beladen und das Eco-Programm wählen. Wäsche an der Luft zu trocknen statt im Trockner senkt den Stromverbrauch zusätzlich.

Handwäsche spart nicht automatisch Energie und Wasser. Ein gut beladener, effizienter Geschirrspüler arbeitet häufig sparsamer als das Spülen von Hand. Nutzen Sie deshalb die Maschine passend zu ihrer Füllmenge und den Herstellerangaben. Vergleichen Sie Stromrechnungen und Zählerstände über einen längeren Zeitraum, um Ihre tatsächliche Ersparnis zu sehen. Wetter und Verbrauch können von Monat zu Monat schwanken.

4. Abos und Verträge prüfen

Gehen Sie einmal im Monat Ihre Kontoauszüge und regelmäßigen Abbuchungen durch. Prüfen Sie, ob Sie Abos, Mitgliedschaften oder Dienste noch nutzen und ob ein Wechsel bei veränderbaren Verträgen sinnvoll ist. Notieren Sie Kündigungsfristen und Termine, damit Sie rechtzeitig entscheiden können.

Kündigen Sie Versicherungs- oder Altersvorsorgeverträge nicht vorschnell. Vorher sollten Sie prüfen, welche Leistungen und möglichen Nachteile mit einer Kündigung verbunden sind. Die Ersparnis entsteht erst, wenn sich eine Ausgabe tatsächlich verringert und der Wegfall keine teurere Lücke hinterlässt.

Monatliche Ersparnis berechnen

Notieren Sie vor der Änderung Ihre Ausgaben für Lebensmittel, Strom und laufende Verträge. Vergleichen Sie die Beträge nach vier Wochen und zählen Sie nur regelmäßige Einsparungen zu Ihrer monatlichen Ersparnis. Ein einmaliger Verkauf von Kleidung oder Möbeln bringt zusätzlich Geld, senkt aber keine monatlichen Kosten und sollte daher separat bleiben.