Für Heizung, Strom und Lebensmittel geben Sie regelmäßig viel Geld aus. Prüfen Sie diese Ausgaben zuerst. Wie viel Sie sparen, hängt von Ihrer Wohnung, Ihrer Heiztechnik und Ihren Gewohnheiten ab.

1. Heizung passend einstellen

Stellen Sie die Raumtemperatur passend dazu ein, wie Sie den Raum nutzen. Als Orientierung nennt die Verbraucherzentrale etwa 20 °C im Wohnzimmer und 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Senken Sie die Thermostat-Einstellung, wenn ein Raum länger leer steht. Halten Sie Heizkörper frei von Möbeln und langen Vorhängen.

Pro Grad weniger Raumtemperatur sinkt der Heizenergieverbrauch laut Verbraucherzentrale ungefähr um sechs Prozent. Das ist ein Richtwert, keine feste Ersparnis bei der Heizkostenrechnung. Lassen Sie ungeheizte Räume nicht zu stark auskühlen: Unter 16 °C steigt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel.

2. Strom- und Gastarif prüfen

Wenn Ihr Vertrag schon länger läuft, eine Preisänderung ansteht oder Sie in der Grundversorgung sind, vergleichen Sie aktuelle Tarife. Nehmen Sie dafür Ihre letzte Jahresabrechnung zur Hand. Achten Sie auf den Gesamtpreis, die Vertragslaufzeit und die Bedingungen für Preisänderungen. Prüfen Sie bei Vergleichsportalen auch voreingestellte Filter und Sortierungen.

Ein Wechsel senkt die Kosten nur, wenn der neue Tarif zu Ihrem Verbrauch und Ihren Vertragsbedingungen passt. Rechnen Sie einmalige Boni nicht als dauerhafte Ersparnis ein und prüfen Sie den Anbieter vor dem Wechsel.

3. Einkäufe mit Essensplan vorbereiten

Schauen Sie vor dem Einkauf in den Kühlschrank und den Vorratsschrank. Prüfen Sie auch das Gefrierfach. Planen Sie einige Mahlzeiten mit dem, was bereits da ist, und schreiben Sie nur die fehlenden Zutaten auf die Einkaufsliste. Verbrauchen Sie Reste zeitnah oder frieren Sie sie ein.

Ein Essensplan lohnt sich besonders, wenn Lebensmittel bei Ihnen öfter verderben oder spontane Einkäufe die Vorräte anwachsen lassen. Eine Auswertung aus dem Jahr 2020 schätzte, dass vermeidbar weggeworfene Lebensmittel knapp 70 Euro pro Person gekostet hatten. Das ist ein älterer Durchschnittswert und keine persönliche Sparprognose.

4. Preise pro Kilogramm oder Liter vergleichen

Vergleichen Sie bei ähnlichen Produkten den Preis pro Kilogramm oder Liter. Eigenmarken können eine passende Alternative sein, wenn Qualität und Menge Ihrem Bedarf entsprechen. Großpackungen rechnen sich nur, wenn Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen.

Auch ein Rabatt bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt am günstigsten ist. Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen aus dem Jahr 2025 fand bei 15 von 27 untersuchten Vergleichsprodukten reduzierte Kühlware, deren regulärer Preis niedriger war. Die Stichprobe bezog sich auf bestimmte Produkte und Märkte; sie lässt sich nicht auf den gesamten Einkauf übertragen.

5. Beim Duschen Warmwasser sparen

Wenn Sie lange duschen, verkürzen Sie die Duschzeit. Wenn Ihr Duschkopf pro Minute viel Wasser verbraucht, kann ein Sparduschkopf den Warmwasserverbrauch senken. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viel Wasser der Duschkopf pro Minute verbraucht und welche Hinweise der Hersteller gibt.

Die Verbraucherzentrale nennt ein mögliches Einsparpotenzial von bis zu 50 Prozent beim Warmwasserverbrauch. Das betrifft nicht die gesamte Wasser- oder Energierechnung; die tatsächliche Wirkung hängt unter anderem davon ab, wie lange und wie oft Sie duschen. Wenn Sie einen Durchlauferhitzer haben, der seine Heizleistung an den Wasserdurchfluss anpasst (einen hydraulischen Durchlauferhitzer), prüfen Sie außerdem, ob der Duschkopf dafür geeignet ist.

6. Waschmaschine und Geschirrspüler voll beladen

Starten Sie Waschmaschine und Geschirrspüler möglichst erst, wenn sie gut gefüllt sind. Überladen Sie die Geräte dabei nicht. Eco-Programme sparen in vielen Fällen Energie und Wasser; ein Kurzprogramm ist nicht automatisch sparsamer.

Waschen Sie Textilien bei niedriger Temperatur, wenn Pflegeetikett und Verschmutzung das erlauben. Für hygienische Anforderungen gelten andere Vorgaben. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Waschmaschine regelmäßig bei mindestens 60 °C laufen zu lassen.

7. Wäsche an der Luft trocknen

Nutzen Sie einen Wäscheständer, wenn Platz und Lüftungsmöglichkeiten in Ihrer Wohnung das zulassen. So vermeiden Sie den Stromverbrauch des Wäschetrockners. Wenn Sie einen Trockner brauchen, schleudern Sie die Wäsche vorher mit einer höheren Drehzahl, sofern das für die Textilien geeignet ist. So bleibt weniger Wasser im Stoff.

Lufttrocknen passt nicht in jede Wohnung und nicht zu jeder Jahreszeit. Achten Sie beim Trocknen in Innenräumen auf ausreichendes Lüften, damit Feuchtigkeit nicht dauerhaft in der Wohnung bleibt.

8. Beim Kochen Wärme gezielt nutzen

Füllen Sie im Wasserkocher nur so viel Wasser ein, wie Sie brauchen. Kochen Sie mit geschlossenem Topfdeckel und verzichten Sie beim Backen auf das Vorheizen, wenn das Rezept es zulässt. Bei passenden Speisen verbraucht Umluft laut Verbraucherzentrale weniger Energie als Ober- und Unterhitze.

Die genannte Einsparung von etwa 15 Prozent gilt für den Vergleich der Heizarten im Backofen. Sie bezieht sich nicht auf die gesamte Stromrechnung. Für jedes Gericht eignet sich Umluft nicht gleich gut; beachten Sie die Rezeptangaben.

9. Stand-by-Geräte ausschalten

Schalten Sie Geräte vollständig aus, wenn sie nicht dauerhaft betriebsbereit sein müssen. Eine schaltbare Steckdosenleiste kann dabei helfen, mehrere Geräte gemeinsam vom Netz zu trennen. Ersetzen Sie alte Glüh- oder Halogenlampen bei passender Gelegenheit durch LED-Lampen und schalten Sie Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen.

Wie viel Strom ein Gerät im Stand-by verbraucht, hängt stark von Gerät und Alter ab. Das Umweltbundesamt nennt ältere DVD-Player oder Spielkonsolen mit 15 Watt als Beispiele. Solche Geräte können im Stand-by spürbare Stromkosten verursachen. Dieser Wert gilt nicht pauschal für heutige Geräte.

10. Kühlschrank richtig einstellen

Stellen Sie den Kühlschrank nicht kälter als nötig ein und lassen Sie die Tür nicht länger offen als erforderlich. Die Verbraucherzentrale empfiehlt etwa 7 °C im oberen Kühlschrankfach und −18 °C im Gefriergerät. Tauen Sie ein Gefriergerät ab, wenn sich Eis angesammelt hat.

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen laut Umweltbundesamt einen relevanten Teil des Haushaltsstroms. Ein Austausch lohnt sich vor allem bei sehr alten Geräten. Vergleichen Sie vor einem Neukauf den Jahresverbrauch mit dem Anschaffungspreis: Eine bessere Effizienzklasse allein sagt noch nicht, wann sich das neue Gerät bezahlt macht.