Für Themen rund um Haushaltstipps zeigt Google Trends, wie sich das Interesse an Suchanfragen nach Zeitraum und Region verändert. Die Daten machen mögliche Themen und saisonale Muster sichtbar, nennen aber keine genauen Suchzahlen und zeigen nicht, ob Menschen einen Tipp ausprobieren.
Suchen Sie nach konkreten Aufgaben wie „Backofen reinigen“ oder „Fettflecken entfernen“. Vergleichen Sie ähnliche Formulierungen und prüfen Sie, ob das Interesse über mehrere Jahre wiederkehrt. Eine einzelne Spitze belegt keine Beliebtheit.
Beginnen Sie mit konkreten Suchanfragen
Der allgemeine Begriff „Haushaltstipps“ ist weit gefasst. Wenn Sie nach einzelnen Problemen suchen, finden Sie eher brauchbare Themenideen. Prüfen Sie zum Beispiel „Waschmaschine reinigen“, „Kühlschrank Geruch entfernen“, „Fugen reinigen“ oder „Kalk entfernen“. Diese Begriffe sind zunächst Ideen, keine bestätigten Trends.
Wählen Sie in Google Trends als Region Deutschland und starten Sie mit einem Zeitraum über mehrere Jahre. So sehen Sie eher, ob ein Thema regelmäßig zu einer bestimmten Jahreszeit gesucht wird. Für einen Artikel über Frühjahrsputz vergleichen Sie beispielsweise die entsprechenden Monate verschiedener Jahre, statt eine einzelne aktuelle Spitze als typisches Muster zu behandeln.
Vergleichen Sie verschiedene Formulierungen
Menschen suchen nicht alle mit denselben Worten. Vergleichen Sie deshalb etwa „Fenster putzen“ und „Fenster reinigen“ oder „Waschmaschine reinigen“ und „Waschmaschine entkalken“. Eine eingegebene Suchanfrage schließt Synonyme und andere Schreibweisen nicht automatisch ein.
Google Trends unterscheidet außerdem zwischen Suchbegriffen und Themen. Ein Suchbegriff bildet die eingegebenen Wörter ab und eignet sich, wenn Sie bestimmte Formulierungen vergleichen möchten. Ein Thema bündelt verwandte Suchanfragen, sofern Google Trends ein passendes Thema anbietet. Suchbegriffe und Themen zeigen unterschiedliche Ausschnitte. Vergleichen Sie sie deshalb nicht so, als würden sie dasselbe messen.
Für genauere Vergleiche können Sie die Suchoptionen verwenden: Anführungszeichen grenzen die Suche auf eine bestimmte Wortfolge ein, das Pluszeichen verbindet Suchvarianten. Vergleichen Sie Begriffe mit denselben Einstellungen. Sonst vergleichen Sie versehentlich unterschiedliche Suchumfänge.
Lesen Sie Google-Trends-Kurven richtig
Google Trends zeigt einen relativen Index von 0 bis 100. Der Wert 100 bezeichnet den höchsten Punkt innerhalb der ausgewählten Ansicht. Er steht nicht für eine feste Zahl von Suchanfragen. Auch ein Wert von 50 bedeutet nicht automatisch, dass halb so oft gesucht wurde wie bei 100. Wenn Sie Region, Zeitraum oder Vergleich ändern, ändert sich auch die Einordnung.
Ein Wert von 0 bedeutet ebenfalls nicht zwingend, dass niemand gesucht hat. Sehr seltene Suchanfragen erscheinen mitunter als 0. Google weist darauf hin, dass die Werte zufällig schwanken können, besonders bei Begriffen mit wenig Suchinteresse. Fehlt eine Kurve, erweitern Sie den Zeitraum oder prüfen Sie eine gebräuchlichere Formulierung. Behandeln Sie einen einzelnen Ausschlag bei einem Nischenthema vorsichtig.
Nutzen Sie verwandte Suchanfragen als Ideen
Die Bereiche „Top-Suchanfragen“ und „Steigende Suchanfragen“ können neue Formulierungen oder Unterthemen liefern. Die steigenden Suchanfragen zeigen besonders starke Zuwächse gegenüber dem vorherigen Zeitraum. „Breakout“ kennzeichnet einen besonders starken Anstieg im Vergleich zum vorherigen Zeitraum. Das sagt nichts darüber aus, wie viele Menschen insgesamt gesucht haben: Auch ein kleiner Ausgangswert kann stark wachsen.
Prüfen Sie auffällige Begriffe deshalb genauer. Öffnen Sie ihn in der Explore-Ansicht und stellen Sie Deutschland sowie einen passenden Zeitraum ein. Betrachten Sie anschließend die Kurve über mehrere Jahre. Prüfen Sie außerdem, ob die Suchanfrage tatsächlich eine Haushaltstätigkeit meint. Bei mehrdeutigen Begriffen hilft ein passender Themenbereich als Filter.
Prüfen Sie saisonale Muster
Haushaltsthemen hängen oft mit Jahreszeiten oder wiederkehrenden Anlässen zusammen. Wenn ein Suchanstieg rund um den Frühjahrsputz in mehreren Jahren wiederkehrt, weist er auf ein saisonales Muster hin. Eine einzelne Spitze belegt noch keine Regelmäßigkeit.
Google Trends eignet sich für solche historischen Vergleiche besser als die Ansicht „Aktuelle Trends“. Sie zeigt jüngste Suchanstiege, die mit Nachrichten oder anderen aktuellen Themen zusammenhängen, und wird im Durchschnitt alle zehn Minuten aktualisiert. Sie kann einen aktuellen Anlass sichtbar machen, eignet sich aber weniger als Grundlage für einen dauerhaft nützlichen Ratgeber.
Halten Sie Ihre Auswertung fest
Wenn Sie ein Thema weiterverfolgen, exportieren Sie die Diagrammdaten als CSV-Datei. Notieren Sie dazu den Suchbegriff oder das Thema. Halten Sie außerdem Region und Zeitraum fest und ergänzen Sie das Abrufdatum. So sehen Sie später, auf welcher Ansicht Ihre Aussage beruht.
Google Trends beruht auf einer Auswahl zusammengefasster Suchdaten und ist keine Umfrage. Ein steigendes Suchinteresse verrät weder den Grund für die Suche noch, ob jemand einen Tipp anwendet oder damit zufrieden ist. Für einen Haushaltstipp sollten Sie deshalb zusätzlich prüfen, ob die Methode für das jeweilige Material und Gerät geeignet ist. Orientieren Sie sich an den Herstellerhinweisen und wählen Sie sichere, milde Reinigungsmethoden.