Die meisten Menschen reinigen Kühlschrank und Waschmaschine erst, wenn muffiger Geruch, klebrige Ablage oder ausgelaufener Joghurt auffällt. Regelmäßige Pflege verhindert diese Probleme. Verbraucherzentralen und Herstelleranleitungen unterscheiden zwischen regelmäßiger Pflege, akuten Verschmutzungen und Spezialfällen. Diese Einteilung führt zur passenden Maßnahme, ohne unnötig aggressive Mittel einzusetzen.

Kühlschrank monatlich reinigen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Kühlschrank regelmäßig zu reinigen, am besten monatlich. Bei gemeinsam genutzten Kühlschränken, etwa im Büro oder in der WG, sollte die Grundreinigung mindestens einmal im Monat stattfinden. Kleine Flecken und ausgelaufene Lebensmittel entfernen Sie besser sofort, denn sie sind die häufigste Quelle für Gerüche und Keimbildung. Die monatliche Reinigung ist eine Verbraucherempfehlung, kein verbindlicher Wartungsplan für jedes Modell. Einige Hersteller nennen ähnliche Abstände, andere empfehlen alle vier bis sechs Wochen.

Zur Grundreinigung gehört auch, die Temperatur zu prüfen. Die Verbraucherzentrale rät, den Kühlschrank auf höchstens 7 Grad Celsius einzustellen. Manche Lebensmittel verlangen laut Verpackung eine niedrigere Lagertemperatur, also prüfen Sie die Hinweise auf den Produkten. Ein Thermometer im Kühlschrank zeigt Ihnen, ob die eingestellte Temperatur tatsächlich erreicht wird.

Die richtigen Mittel für den Kühlschrank

Für die Innenflächen reichen lauwarmes Wasser und etwas pH-neutrales Spülmittel, also ein mildes Reinigungsmittel ohne aggressive Zusätze. Das empfiehlt die Bedienungsanleitung eines gängigen Bosch-Kühlschranks, und es gilt als sichere Grundlage für die meisten Modelle. Scheuermittel, harte Schwämme, stark alkoholhaltige Reiniger und Dampfreiniger sollten Sie nicht verwenden. Sie können die Oberflächen beschädigen oder Rückstände hinterlassen, die später mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Bevor Sie loslegen, prüfen Sie die Anleitung Ihres eigenen Geräts. Manche Hersteller verlangen, den Kühlschrank auszuschalten und den Stecker zu ziehen, bevor Sie die Lebensmittel herausnehmen und die Flächen reinigen. Andere Modelle können Sie auch eingeschaltet reinigen. Die Anleitung Ihres Geräts ist wichtiger als allgemeine Ratschläge.

Waschmaschinengeruch vermeiden

Muffige Gerüche in der Waschmaschine entstehen meist durch Feuchtigkeit und Rückstände, die in der Maschine bleiben. Die Verbraucherzentrale Brandenburg nennt vier einfache Maßnahmen, die das verhindern: Lassen Sie nasse Wäsche nicht lange in der Trommel liegen, wischen Sie Dichtung und Waschmittelfach nach dem Waschen trocken, lassen Sie Tür und Schublade zum Trocknen offen und reinigen Sie das Flusensieb regelmäßig nach Anleitung. Manche moderne Maschinen haben kein herausnehmbares Flusensieb, auch das steht in der Bedienungsanleitung.

Wenn die Maschine trotzdem müffelt, hilft nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg eine Wäsche bei 60 Grad mit pulverförmigem Vollwaschmittel. Der VerbraucherService Bayern empfiehlt, einmal im Monat eine geeignete 60-Grad-Wäsche laufen zu lassen. Diese Empfehlung betrifft die Maschinenpflege. Für Ihre Alltagswäsche gelten die üblichen Waschempfehlungen.

Ist Essig für die Geräte geeignet?

Die Verbraucherzentrale Brandenburg rät davon ab, Essig in der Waschmaschine zu verwenden, weil er die Dichtungen angreifen kann. Auch am Kühlschrank sollten Sie Essig nicht an den Dichtungen einsetzen. Für die Innenflächen nennen manche Ratgeber Essig- oder Zitronensäurewasser, doch die Herstelleranleitungen bevorzugen meist pH-neutrales Spülmittel. Wenn Sie unsicher sind, bleiben Sie bei lauwarmem Wasser mit Spülmittel und folgen Sie der Anleitung Ihres Geräts.

Wann ist heißes Waschen nötig?

Im normalen Privathaushalt müssen Sie Wäsche nicht kochen oder desinfizieren. Das Umweltbundesamt stellt klar, dass routinemäßige Desinfektion der Wäsche nicht erforderlich ist. Niedrigere Waschtemperaturen sparen Energie und schonen die Textilien. Eine Ausnahme gibt es bei ansteckenden Erkrankungen im Haushalt: Dann können höhere Temperaturen wie 60 oder 95 Grad zusätzlich zu anderen Hygienemaßnahmen beitragen. Auch Menschen mit geschwächter Immunabwehr sollten Maßnahmen mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen.

Sind Maschinenreiniger nötig?

Spezielle Maschinenreiniger sind keine Pflicht. Der VerbraucherService Bayern hält sie für entbehrlich, wenn Sie regelmäßig eine 60-Grad-Wäsche mit pulverförmigem Vollwaschmittel laufen lassen. Der Hersteller Bosch empfiehlt für sein eigenes Reinigungsprodukt eine Anwendung alle drei Monate. Diese Empfehlung bezieht sich nur auf das Bosch-Produkt. Wenn Ihre Maschine sauber riecht und keine sichtbaren Rückstände zeigt, brauchen Sie keinen zusätzlichen Reiniger.