Bei vollem Alltag bleibt die große Putzaktion oft liegen. Koppeln Sie die Pflege von Kühlschrank, Waschmaschine, Mikrowelle und Bad an Momente, die ohnehin passieren: beim Einräumen des Einkaufs, nach dem Waschgang, nach dem Essen, nach dem Duschen.

So bleibt die Grundreinigung seltener nötig. Sie brauchen keine Spezialmittel: Die meisten Aufgaben erledigen Sie mit einem feuchten Tuch, Spülmittel und einem milden Reiniger.

Kühlschrank beim Einräumen mitputzen

Das Umweltbundesamt empfiehlt, nicht mehr genießbare Lebensmittel regelmäßig aus dem Kühlschrank zu entfernen und die Geräte mit Spülmittel oder Essigreiniger zu reinigen. Die Verbraucherzentrale rät zu einer gründlichen Reinigung mindestens einmal im Monat. Die monatliche Grundreinigung ersetzt nicht das tägliche Abwischen. Wenn beim Einräumen des Einkaufs Joghurt ausläuft oder eine Soße am Regal klebt, wischen Sie den Fleck direkt ab, statt ihn bis zum nächsten Großputz zu ignorieren. Ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel reicht dafür.

Ein Hersteller wie Siemens empfiehlt für seinen Kühlschrankreiniger eine Anwendung alle 14 Tage. Diese Angabe bezieht sich auf dieses eine Produkt. Für den normalen Haushalt gilt: frische Verschmutzungen sofort beseitigen, die monatliche Grundreinigung einplanen, und wenn Sie einen speziellen Reiniger verwenden möchten, richten Sie sich nach dessen Anleitung.

Waschmaschine nach dem Waschgang

Die einfachste Pflege für die Waschmaschine kostet keine Extrazeit. Lassen Sie nach dem letzten Waschgang die Tür und die Waschmittelschublade offen, damit Restwasser trocknen kann. Das empfiehlt Bosch für seine Geräte, und es beugt muffigem Geruch vor. Wenn in der Schublade sichtbare Waschmittelreste kleben, reinigen Sie sie mit Wasser und einer Bürste und trocknen Sie sie ab.

Für die Wäschehygiene empfiehlt das Umweltbundesamt einen 60-Grad-Waschgang alle zwei Wochen beziehungsweise nach sechs Wäschen. Das verhindert Bakterienbelag in der Maschine. Bei gesunden Haushaltsmitgliedern und normal verschmutzter Wäsche ist zusätzliche Wäschedesinfektion in der Regel nicht nötig. Einen Maschinenreiniger müssen Sie nicht regelmäßig einsetzen. Bosch empfiehlt für sein Produkt eine Anwendung alle drei Monate in einem leeren Hauptwaschgang bei 90 Grad oder der maximal möglichen Temperatur. Prüfen Sie vorher die Bedienungsanleitung Ihres Geräts, denn die Angaben unterscheiden sich nach Modell.

Mikrowelle nach dem Essen

Spritzer an der Innenwand der Mikrowelle entfernen Sie am besten sofort, solange sie noch nicht angetrocknet sind. Ein feuchtes, weiches Tuch reicht für frische Verschmutzungen. Wenn Reste eingebrannt sind, nehmen Sie den Drehteller heraus und weichen Sie ihn in milder Spüllauge ein. Den Innenraum reinigen Sie mit einem feuchten Tuch. Während des Einweichens darf die Mikrowelle nicht eingeschaltet werden.

Verzichten Sie auf raue Schwammflächen, die den Innenraum zerkratzen, und auf Backofenspray, das zu aggressiv ist. Beides warnt Bosch ausdrücklich. Die oft genannte Dampf- oder Zitronenmethode mit konkreter Erhitzungsdauer ist nicht durch eine Geräteanleitung belegt. Bleiben Sie bei der feuchten-Tuch-Variante, die der Hersteller beschreibt.

Bad nach dem Duschen

Nach dem Duschen lüften Sie kurz, damit die Feuchtigkeit abzieht. Das Umweltbundesamt empfiehlt regelmäßiges Lüften und Heizen zur Schimmelvorbeugung, besonders nach Duschen, Kochen und Wäschetrocknen. Wasser von stark benetzten Flächen ziehen Sie mit einem Abzieher ab, sichtbare Zahnpasta- oder Seifenreste am Waschbecken wischen Sie bei der nächsten Nutzung mit einem milden Reiniger ab.

Für normale Verschmutzungen im Bad reichen klassische Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel sind im Normalfall nicht nötig. Ein saurer Sanitärreiniger auf Zitronensäurebasis eignet sich für Küche und Bad. Vorsicht bei Essigessenz als selbst gemischtem Reiniger: Sie ist ätzend und kann Armaturen und verchromte Teile beschädigen. Kleine Schimmelflächen auf glatten Oberflächen behandeln Sie mit normalem Haushaltsreiniger. Größere Flächen, verdeckter Befall oder dauerhafte Feuchteschäden gehören in professionelle Hände, denn sie deuten auf ein Gebäudeproblem hin.