Beim Reinigen von Kühlschrank, Waschmaschine und Bad gilt: Schmutz, Rückstände und Feuchtigkeit entfernen, ohne Oberflächen zu beschädigen. Sauber heißt nicht steril. Wählen Sie das Reinigungsmittel passend zum Material und folgen Sie der Anleitung des Geräteherstellers. Was für die eine Fläche gut ist, kann der nächsten schaden.
Die Grundausstattung
Für die meisten Reinigungsarbeiten reicht eine kleine Grundausstattung: weiche Tücher, lauwarmes Wasser, Spülmittel oder ein Allzweckreiniger. Das Umweltbundesamt rät, Reinigungsmittel sparsam zu dosieren und die Angaben auf dem Etikett zu beachten. Spezielle Desinfektionsreiniger, chlorhaltige Sanitärreiniger, stark ätzende WC-Reiniger und chemische Abflussreiniger sind für die normale Haushaltsreinigung nicht nötig und belasten die Umwelt.
Bevor Sie ein Mittel einsetzen, prüfen Sie, ob es für die Oberfläche geeignet ist. Die Angaben auf dem Etikett und die Hinweise im Gerätehandbuch sind wichtiger als allgemeine Haushaltstipps. Bei Armaturen zum Beispiel kann Essig oder Essigessenz die Beschichtung angreifen und Korrosion verursachen.
Kühlschrank: Innenraum und Dichtung
Im Kühlschrank sammeln sich Lebensmittelreste, Flüssigkeiten und Gerüche. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Kühl- und Gefrierschrank mehrmals im Jahr zu reinigen, möglichst monatlich. Die Temperatur sollte höchstens 7 Grad Celsius betragen. Verschüttetes beseitigen Sie am besten zeitnah, damit nichts antrocknet.
Für die gründliche Reinigung schalten Sie das Gerät aus und lagern die Lebensmittel zwischenzeitlich kühl. Wischen Sie die Innenflächen mit einem weichen Tuch, lauwarmem Wasser und einem pH-neutralen Reinigungsmittel aus. Die Türdichtung behandeln Sie nach den Hinweisen Ihres Geräts. Bosch empfiehlt für seine Kühlschränke, die Dichtung nur mit klarem Wasser zu reinigen und anschließend gründlich zu trocknen.
Waschmaschine: Feuchtigkeit und Rückstände
Eine Waschmaschine wird durch das Waschen selbst nicht automatisch sauber. Wenn Restfeuchtigkeit und Rückstände in Schublade, Filter und Gummimanschette bleiben, entstehen Gerüche. Lassen Sie nach dem Waschgang die Einspülkammer und die Tür oder Klappe offen, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann. Kontrollieren Sie Waschmittelschublade und Laugenfilter nach der Anleitung des Herstellers und reinigen Sie sie bei Bedarf.
Die Gummimanschette an der Tür prüfen Sie auf Fremdkörper und wischen sie vorsichtig ab. Rückstände sollten Sie nicht mechanisch abkratzen, weil das die Manschette beschädigen kann. Für die Trommel gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Eine Pflegeempfehlung des Forums Waschen aus dem Juni 2022 rät, ein- bis zweimal im Monat bei 60 Grad mit bleichmittelhaltigem Pulvervollwaschmittel zu waschen. Wichtig ist ein Programm, das tatsächlich 60 Grad erreicht. Bosch empfiehlt für seinen eigenen Maschinenreiniger eine Anwendung alle drei Monate. Beide Angaben betreffen unterschiedliche Maßnahmen, entscheidend ist die Anleitung Ihres Geräts.
Bad: Flächen und getrennte Tücher
Im Bad geht es um häufig berührte Flächen und um Feuchtigkeit. Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt, Küche, Bad und Toilette mit getrennten Putzlappen zu reinigen. Türklinken, Lichtschalter und andere oft angefasste Flächen sollten Sie regelmäßig abwischen. Nach dem Duschen oder Baden lüften Sie das Bad, damit die Feuchtigkeit abzieht.
Für normale Verschmutzungen reichen übliche Reinigungsmittel aus. Eine routinemäßige Desinfektion ist im Privathaushalt nicht nötig, außer wenn jemand im Haushalt erkrankt ist oder ein geschwächtes Immunsystem hat. Achten Sie darauf, dass der Reiniger zur Oberfläche passt. Essig oder Essigessenz können Armaturen und verchromte Teile angreifen.
Mikrowelle: Spritzer zeitnah entfernen
Auch in der Mikrowelle gilt: Spritzer besser zeitnah entfernen, bevor sie antrocknen. Nehmen Sie den Drehteller heraus und weichen Sie ihn in milder Spüllauge ein. Den Innenraum wischen Sie mit einem feuchten, weichen Tuch aus. Raue Schwammseiten und Backofenspray sind dafür nicht geeignet. Siemens weist darauf hin, die Mikrowelle vor der Reinigung vom Stromnetz zu trennen, sofern das möglich ist, und darauf zu achten, dass die Teile abgekühlt sind. In die Lüftungsöffnungen darf kein Wasser gelangen.
Reinigungsmittel nicht mischen
Reinigungsmittel sollten Sie niemals mischen, weil dabei gefährliche Gase entstehen können. Halten Sie sich an die Dosierung auf dem Etikett und bewahren Sie Mittel für Kinder unzugänglich auf. Essigessenz ist ätzend und kann verchromte Teile beschädigen. Wenn Sie unsicher sind, welches Mittel für eine Fläche geeignet ist, testen Sie es an einer unauffälligen Stelle oder lassen Sie es ganz weg.