Prüfen Sie zuerst, wie viel Sie regelmäßig für Lebensmittel, Energie und Verträge ausgeben. Notieren Sie Ihre Kosten und vergleichen Sie sie. So sehen Sie, wo Sie etwas ändern können.

Ein Haushaltsplan schafft Überblick, senkt aber weder die Miete noch erhöht er das Einkommen. Konzentrieren Sie sich auf Ausgaben, die Sie beeinflussen können, ohne auf notwendige Versorgung oder wichtigen Versicherungsschutz zu verzichten.

Erfassen Sie Ihre Ausgaben

Notieren Sie einen Monat lang Ihre Ausgaben, auch kleine Beträge. Eine Tabelle oder ein Blatt Papier reicht. Ordnen Sie die Ausgaben anschließend zwei Gruppen zu: feste Kosten wie Miete und Verträge sowie veränderliche Kosten wie Lebensmittel, Kleidung und Freizeit. So erkennen Sie, wo Geld regelmäßig abfließt und welche Kosten Sie überhaupt beeinflussen können.

Berücksichtigen Sie auch Rechnungen, die nur ein paarmal im Jahr kommen. Teilen Sie etwa die jährlichen Kosten für eine Versicherung durch zwölf und planen Sie diesen Monatsbetrag als Rücklage ein. Wenn Ihre festen Ausgaben schon höher sind als Ihre Einnahmen, lässt sich das Problem nicht allein mit noch mehr Verzicht lösen. Eine kostenlose Schuldnerberatung kann dann helfen, die nächsten Schritte zu klären.

Planen Sie den Lebensmitteleinkauf

Wer vor dem Einkauf Kühlschrank und Vorratsschrank prüft, kauft seltener Lebensmittel doppelt. Planen Sie Mahlzeiten für die nächsten Tage und schreiben Sie nur auf die Einkaufsliste, was dafür fehlt. Reste lassen sich dabei gleich für ein weiteres Essen einplanen. Selbst zu kochen ist häufig günstiger als Lieferdienste oder spontane To-go-Käufe.

Vergleichen Sie beim Einkauf den Grundpreis, also den Preis pro Kilogramm oder Liter. Der Packungspreis allein sagt wenig aus, und eine größere Packung ist nicht automatisch günstiger. Handelsmarken und saisonales Obst und Gemüse können preiswert sein; entscheidend ist der konkrete Preis des Produkts.

Auch reduzierte Ware lohnt sich erst nach einem Preisvergleich. Bei einem Marktcheck der Verbraucherzentralen im April 2025 waren viele der untersuchten reduzierten Kühlprodukte noch teurer als vergleichbare Ware. Das Ergebnis bezog sich auf die geprüften Produkte und Geschäfte. Prüfen Sie deshalb den Grundpreis, bevor Sie zugreifen.

Strom und Heizenergie sparen

Im Haushalt helfen kleine Gewohnheiten: Füllen Sie Wasserkocher nur mit der benötigten Wassermenge, kochen Sie mit Deckel und lassen Sie Wäsche an der Luft trocknen. Wasch- und Spülmaschine sollten möglichst voll beladen sein; Eco-Programme verbrauchen weniger Energie als viele Kurzprogramme.

Für den Kühlschrank empfiehlt die Verbraucherzentrale 7 °C im oberen Fach. Bei häufig gelagertem Hackfleisch sind 2 °C nötig. Im Gefrierfach gelten −18 °C als Richtwert. Stellen Sie den Kühlschrank kälter, steigt der Stromverbrauch: Laut Verbraucherzentrale kostet ein Grad weniger ungefähr sechs Prozent mehr Strom.

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart nach Angaben der Verbraucherzentrale ungefähr sechs Prozent Heizenergie. Lassen Sie ungenutzte Räume jedoch nicht stark auskühlen: Mindestens 16 °C beziehungsweise Thermostatstufe 2 helfen, Schimmel vorzubeugen. Halten Sie Heizkörper außerdem frei von Möbeln und Vorhängen.

Prüfen Sie laufende Verträge

Vergleichen Sie regelmäßig die Gesamtkosten von Strom-, Gas- und Mobilfunktarifen. Achten Sie bei Angeboten auf die Bedingungen und den Preis nach dem ersten Jahr. Ein Bonus kann den ausgewiesenen Preis im ersten Jahr attraktiver erscheinen lassen, obwohl der Tarif anschließend teurer wird.

Kündigen Sie Versicherungen oder wichtige Verträge nicht vorschnell. Prüfen Sie zuerst, welchen Schutz Sie verlieren und welche Alternativen der Vertrag vorsieht. Je nach Situation können Sie etwa den Anbieter wechseln, die Beitragszahlungen aussetzen oder eine Stundung vereinbaren.

Kaufen Sie weniger neu

Leihen oder tauschen Sie Dinge, die Sie nur selten brauchen. Werkzeug für eine einzelne Reparatur, Bücher oder festliche Kleidung müssen nicht unbedingt neu gekauft werden. Bei gebrauchter Ware sollten Sie Zustand und Funktion vor dem Kauf prüfen. Bei einem Verkauf von privat kann der Verkäufer die Gewährleistung ausschließen.

Bei einem defekten Gerät lohnt sich zunächst ein Kostenvoranschlag. Vergleichen Sie die Reparaturkosten mit dem Preis eines passenden Ersatzgeräts. Ein Neukauf spart nicht automatisch Geld, auch wenn das neue Gerät weniger Strom verbraucht. Reparaturcafés können bei kleineren Schäden eine günstige Anlaufstelle sein.

Vergleichen Sie Nahverkehrstickets

Prüfen Sie vor einem regelmäßigen Nahverkehrsabo, welche Fahrten Sie tatsächlich machen und welche Angebote Ihr Verkehrsverbund bereitstellt. Ein Abo kann Zusatzleistungen enthalten; ein anderes Ticket passt womöglich besser zu Ihren Wegen. Vergleichen Sie deshalb die örtlichen Bedingungen und Gesamtkosten, statt nur auf einen bundesweit bekannten Ticketpreis zu schauen.