Weniger Warmwasser spart zugleich Wasser und Heizenergie: Duschen Sie kürzer und stellen Sie beim Einseifen den Wasserhahn ab. Passende Einstellungen an der Heizung senken den Verbrauch. Das gilt auch für Waschmaschine, Spülmaschine und Kühlgerät.

Die Wasserversorgung ist in Deutschland insgesamt gut gesichert. Je nach Region ist die Lage unterschiedlich und kann sich bei Trockenheit verschärfen. Beachten Sie die Hinweise Ihres Versorgers und vermeiden Sie unnötigen Verbrauch. Lassen Sie aus Sorge um die Leitungen nicht mehr Wasser laufen als nötig.

Warmwasser beim Duschen sparen

Wie viel Wasser eine Dusche verbraucht, hängt vor allem von ihrer Dauer und vom Durchfluss des Duschkopfs ab. Sie können den Durchfluss selbst messen: Halten Sie einen Eimer unter den laufenden Duschkopf und messen Sie, wie viel Wasser in einer Minute hineinläuft. Multiplizieren Sie diesen Wert mit Ihrer Duschzeit. Bei 12 Litern pro Minute und acht Minuten Duschzeit sind es zum Beispiel 96 Liter pro Dusche.

Duschen Sie kürzer und stellen Sie das Wasser beim Einseifen ab. Ein Sparduschkopf, der weniger als 9 Liter Wasser pro Minute durchlässt, kann ebenfalls helfen; die tatsächliche Einsparung hängt davon ab, wie viel Wasser Ihr bisheriger Duschkopf verbraucht und wie lange Sie duschen. Prüfen Sie vor dem Kauf auch die Warmwassertechnik: Manche hydraulischen Durchlauferhitzer schalten erst ab einem bestimmten Durchfluss ein.

Ein Strahlregler ist ein Einsatz am Wasserhahn, der den Wasserverbrauch senkt. Achten Sie darauf, dass er zur Armatur passt. Die Einsparung am Hahn sagt nichts über den gesamten Wasserverbrauch im Haushalt aus.

Heizen und Lüften abstimmen

Stellen Sie die Heizung auf die Temperatur ein, die Sie tatsächlich brauchen. Das Umweltbundesamt empfiehlt als Richtwert höchstens 20 °C im Wohnbereich, sofern Sie sich damit wohlfühlen. Für die Küche nennt es 18 °C und für das Schlafzimmer 17 °C. Nachts und bei längerer Abwesenheit können etwa 18 °C als Orientierung dienen. Laut Verbraucherzentrale spart jedes Grad weniger ungefähr 6 Prozent Heizenergie. Dieser Wert ist eine Faustregel und keine genaue Vorhersage für jede Wohnung.

Lassen Sie wenig genutzte Räume nicht dauerhaft stark auskühlen. Temperaturen unter etwa 16 °C können das Schimmelrisiko erhöhen, besonders wenn Feuchtigkeit in der Wohnung bleibt. Lüften Sie im Winter mehrmals täglich kurz und kräftig mit weit geöffneten Fenstern. Drehen Sie währenddessen die Heizung herunter und lassen Sie die Fenster nicht stundenlang gekippt. Nach dem Duschen und Kochen sollten Sie die entstandene Feuchtigkeit direkt nach draußen lüften.

Halten Sie Heizkörper frei, damit die Wärme in den Raum gelangt. Ein höherer Wert am Thermostat heizt einen Raum nicht schneller auf. Wenn die Temperatur regelmäßig zu hoch ist oder Sie tagsüber heizen, obwohl niemand zu Hause ist, kann ein programmierbares Thermostat helfen. Wie viel es spart, hängt vom bisherigen Heizverhalten und vom Gebäude ab.

Haushaltsgeräte effizient nutzen

Starten Sie Wasch- und Spülmaschine erst, wenn sie gut gefüllt sind, und wählen Sie das Eco-Programm. Es dauert oft länger als ein Kurzprogramm, verbraucht laut Verbraucherzentrale aber weniger Wasser und Strom. Bei der Wäsche reichen 30 °C in vielen Fällen aus; für bestimmte Hygieneanforderungen oder stark belastete Wäsche ist jedoch eine höhere Temperatur nötig. Kleidung, die kaum verschmutzt ist, können Sie häufig auslüften statt waschen.

Prüfen Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks: 7 °C im oberen Fach sind eine Orientierung; für das Gefriergerät empfiehlt die Verbraucherzentrale −18 °C. Kältere Einstellungen erhöhen den Stromverbrauch. Bewahren Sie leicht verderbliche Lebensmittel sicher auf und richten Sie sich nach den Angaben auf der Verpackung.

Beim Kochen senken ein passender Deckel und die richtige Wassermenge den Energiebedarf. Füllen Sie den Wasserkocher nur mit der Menge, die Sie brauchen. Wenn Sie einen Backofen nutzen, verbraucht Umluft laut Verbraucherzentrale weniger Energie als Ober- und Unterhitze; das genaue Ergebnis hängt vom Gericht und vom Gerät ab.

Wasserverbrauch richtig einordnen

Laut Umweltbundesamt lag die Trinkwassernutzung in Deutschland 2022 bei durchschnittlich 126 Litern pro Person und Tag. In diesem Wert ist auch Wasser für Kleingewerbe enthalten. Er beschreibt daher nicht ausschließlich den Verbrauch in privaten Haushalten. Zugleich verdeckt ein Bundesdurchschnitt regionale Unterschiede: Trockenheit und lokale Belastungen können die Versorgung einzelner Gebiete stärker beanspruchen.

Weniger Wasser zu verbrauchen ist sinnvoll, besonders wenn Sie damit zugleich Warmwasser sparen. Sorgen um die Leitungen sind kein Grund, Wasser unnötig laufen zu lassen. Bei Problemen im Versorgungs- oder Abwassernetz entscheiden die zuständigen Versorger über Maßnahmen wie Spülungen. Richten Sie sich bei Einschränkungen nach den Hinweisen Ihrer Kommune oder Ihres Wasserversorgers.

Spargeräte vor dem Kauf prüfen

Ein Sparduschkopf oder ein Strahlregler kann sich lohnen, wenn die vorhandene Technik damit funktioniert. Messen Sie zuerst den Durchfluss und prüfen Sie die Herstellerangaben. So vermeiden Sie einen Kauf, der den Wasserfluss zu stark verringert oder nicht zum Durchlauferhitzer passt.

Tauschen Sie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kühlschrank nicht allein wegen eines allgemeinen Sparversprechens aus. Vergleichen Sie beim Kauf die Verbrauchswerte auf dem Energielabel und wählen Sie ein Gerät, dessen Größe zu Ihrem Haushalt passt. Ob sich der Austausch eines älteren Geräts rechnet, hängt unter anderem von dessen Verbrauch, Ihrer Nutzung und dem Kaufpreis ab.