Am einfachsten sparen Sie im Haushalt, wenn Sie Abos kündigen, die Sie nicht nutzen, und weniger Energie und Lebensmittel verschwenden. So bleibt erhalten, was Ihnen wichtig ist, und Sie geben weniger für Energie, Lebensmittel und Verträge aus.
Nach einem Monat sehen Sie, wo sich Änderungen lohnen. Dann können Sie gezielt einzelne Gewohnheiten oder Einstellungen anpassen, statt überall zu kürzen.
Prüfen Sie Ihre Ausgaben
Notieren Sie einen Monat lang Ihre regelmäßigen Abbuchungen und größeren Ausgaben. Markieren Sie, was Sie kaum nutzen, doppelt bezahlen oder leicht günstiger bekommen. Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Übersicht auf Papier reicht dafür aus.
Wohnen und Lebensmittel machen einen großen Teil der Ausgaben privater Haushalte aus. Laut Statistischem Bundesamt entfielen 2023 im Durchschnitt 38 Prozent auf Wohnen und 14 Prozent auf Lebensmittel.
Legen Sie zuerst fest, welche Ausgaben Ihnen wichtig sind. Wenn Ihnen etwa ein regelmäßiger Restaurantbesuch viel bedeutet, suchen Sie lieber nach einem ungenutzten Abo oder unnötigem Stromverbrauch.
Senken Sie den Stromverbrauch
Sie können Strom sparen, ohne Ihren Alltag stark zu verändern. Stellen Sie den Kühlschrank auf etwa 7 °C im oberen Fach ein. Je kälter Sie den Kühlschrank einstellen, desto mehr Strom verbraucht er. Laut Verbraucherzentrale kostet jedes Grad weniger ungefähr sechs Prozent mehr Energie. Für leicht verderbliche Lebensmittel gelten besondere Anforderungen an die Lagerung.
Nutzen Sie Waschmaschine und Spülmaschine möglichst nur voll beladen und wählen Sie das Eco-Programm. Es dauert länger, spart laut Verbraucherzentrale aber Wasser und Energie. Für viele Textilien reichen 30 °C. Wenn Sie die Wäsche an der Luft trocknen, brauchen Sie keinen Wäschetrockner. Beim Kochen hilft ein Deckel auf dem Topf. Erhitzen Sie im Wasserkocher nur die benötigte Wassermenge.
Prüfen Sie auch Ihre Leuchtmittel: LEDs verbrauchen laut Verbraucherzentrale bis zu 90 Prozent weniger Strom als Glüh- oder Halogenlampen. Der tatsächliche Spareffekt hängt davon ab, wie lange das Licht brennt und welches Leuchtmittel Sie ersetzen. Achten Sie bei Geräten darauf, ob sie im Stand-by-Modus bleiben, obwohl Sie sie nicht brauchen.
Heizkosten gezielt senken
Drehen Sie das Thermostat auf die Temperatur, die zum Raum und seiner Nutzung passt. Etwa 20 °C reichen laut Verbraucherzentrale in vielen Wohnräumen aus. Ein Grad weniger senkt den Heizenergieverbrauch als Faustregel um ungefähr sechs Prozent. Wie viel Sie tatsächlich sparen, hängt jedoch davon ab, wie das Gebäude beschaffen ist, welche Heizung Sie nutzen und wie hoch der Energiepreis ist.
Heizen Sie ungenutzte Räume nicht so weit herunter, dass sie auskühlen. Die Verbraucherzentrale nennt mindestens 16 °C als Richtwert, auch um Schimmel vorzubeugen. Halten Sie Heizkörper frei, damit Möbel und Vorhänge die Wärme nicht blockieren, und lüften Sie im Winter am besten kurz und kräftig bei ausgeschalteter Heizung. Eine niedrigere Temperatur ist nicht für jede Person und jeden Raum passend.
Lebensmittel planen und Reste nutzen
Prüfen Sie vor dem Einkauf Ihre Vorräte und planen Sie Mahlzeiten passend zu Ihren Terminen. Eine Einkaufsliste hilft, Fehlkäufe zu vermeiden. Kaufen Sie größere Packungen oder Sonderangebote nur, wenn Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen. Frische Lebensmittel können Sie für die ersten Tage einplanen und länger haltbare Zutaten für später aufheben.
Verwenden Sie Reste für eine weitere Mahlzeit und prüfen Sie nach dem Einkauf den Kassenbon. Das Umweltbundesamt beziffert die Lebensmittelabfälle privater Haushalte für 2022 auf rund 6,3 Millionen Tonnen. Darin stecken auch nicht vermeidbare Bestandteile wie Schalen; die Gesamtmenge entspricht daher weder vollständig vermeidbaren Lebensmitteln noch einer festen Geldersparnis.
Abos und Energietarife prüfen
Prüfen Sie, welche Abos und Mitgliedschaften Sie tatsächlich nutzen. Kündigen Sie Abos und Mitgliedschaften, die Sie nicht mehr nutzen oder die Ihnen nichts mehr bringen. Bei Strom- und Gasverträgen lohnt ein Vergleich besonders, wenn Sie in der Grundversorgung sind.
Achten Sie beim Tarifvergleich auf die gesamten Kosten, die Vertragslaufzeit, eine mögliche Preisgarantie und die Bedingungen für Bonuszahlungen. Vergleichsportale können ungeeignete Filter voreinstellen; prüfen Sie deshalb auch die Vertragsdetails und informieren Sie sich über den Anbieter. Ein Wechsel ist nicht automatisch günstiger, denn Preise und Angebote unterscheiden sich nach Region und Vertrag.