Ein Duschvorhang sammelt mit der Zeit Seifenreste, Kalk und Hautschuppen. Bei schlechter Belüftung kommt Feuchtigkeit dazu. Das kann Gerüche fördern. Regelmäßiges Waschen hält den Vorhang sauber und löst Ablagerungen, bevor sie festsetzen.
Entscheidend ist das Material. Je nach Stoff darf der Vorhang in die Waschmaschine oder sollte von Hand gereinigt werden. Wer das Pflegeetikett ignoriert, riskiert beschädigte Beschichtungen, eingelaufene Fasern oder einen welligen und verknitterten Vorhang nach dem Waschen.
Das Pflegeetikett zuerst prüfen
Bevor Sie den Vorhang in die Maschine geben, prüfen Sie das eingenähte Pflegeetikett. Die Symbole geben vor, bei welcher Temperatur und mit welchem Programm gewaschen werden darf. Sie zeigen auch, ob der Vorhang in den Trockner darf und ob Bügeln erlaubt ist. Der Waschbottich zeigt die maximal zulässige Temperatur an. Ein Balken unter dem Bottich bedeutet: Wählen Sie einen schonenden Waschgang. Ein durchgestrichenes Symbol sagt: Diese Behandlung ist nicht erlaubt.
Das Etikett bezieht sich auf Material, Beschichtung und Verarbeitung. Zwei Vorhänge aus Polyester können deshalb unterschiedliche Pflegehinweise haben. Fehlt das Etikett oder ist es unleserlich, bestimmen Sie das Material selbst. Textile Vorhänge aus Polyester oder Stoff sind oft maschinenwaschbar. Folienvorhänge aus PEVA, EVA oder PVC dürfen meist nur mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.
Materialgerecht waschen: Polyester, PEVA und Co.
Polyester und textile Vorhänge
Viele Duschvorhänge bestehen aus Polyester und sind bei 30 oder 40 Grad waschbar. Die genaue Temperatur steht auf dem Etikett. Einige Modelle vertragen 30 Grad im Schonwaschgang, andere sind für 40 Grad ausgelegt. Wählen Sie das passende Programm. Ein Pflegeleicht- oder Feinwaschprogramm ist schonender als ein kräftiger Baumwollwaschgang. Das Eco-40-60-Programm ist für normal verschmutzte Baumwoll- und Leinenwäsche gedacht. Es ist nicht automatisch für Duschvorhänge geeignet.
Verwenden Sie ein mildes Waschmittel in der üblichen Menge. Bei sehr leichten Vorhängen können Sie ein oder zwei Handtücher mit in die Trommel geben. Das hilft, den Vorhang gleichmäßiger zu bewegen und Schmutz zu lösen. Achten Sie darauf, dass die Handtücher farbecht sind und keine fusselnden Oberflächen haben.
PEVA, EVA und PVC
Kunststoffvorhänge aus PEVA, EVA oder PVC gehören in der Regel nicht in die Waschmaschine. Die mechanische Belastung und die Schleuderdrehzahl können die Folie beschädigen oder die Ösen ausreißen. IKEA empfiehlt für PEVA-Vorhänge das Abwischen mit einem feuchten Schwamm und einem milden Reinigungsmittel. Prüfen Sie vor der Reinigung, ob der Hersteller eine Maschinenwäsche ausdrücklich freigibt. Ist das nicht der Fall, reinigen Sie den Vorhang von Hand.
Vorbereitung: Ringe entfernen und Vorschäden erkennen
Nehmen Sie den Vorhang von der Stange und entfernen Sie alle Ringe, Haken und losen Beschwerungen. Diese können in der Maschine klappern, die Trommel verkratzen oder den Vorhang beschädigen. Schütteln Sie den Vorhang gründlich aus, um lose Haare, Staub und grobe Verschmutzungen zu entfernen. Prüfen Sie dann die Ösen, Nähte und die Beschichtung auf Risse, brüchige Stellen oder Verfärbungen. Ein Vorhang mit beschädigten Ösen oder einer rissigen Beschichtung wird beim Waschen weiter beschädigt. Ersetzen Sie ihn besser.
Trocknen: Aufhängen ist die sicherste Methode
Nach dem Waschen nehmen Sie den Vorhang sofort aus der Maschine. Schütteln Sie ihn kräftig aus, damit sich Falten lösen. Hängen Sie ihn nass oder noch leicht feucht wieder an der Stange auf. Ziehen Sie die Säume und Kanten glatt. So trocknet der Vorhang gleichmäßig und bekommt keine bleibenden Knitterfalten. Sorgen Sie für gute Belüftung im Badezimmer, damit die Feuchtigkeit schnell abziehen kann.
Der Trockner ist nur eine Option, wenn das Pflegeetikett es ausdrücklich erlaubt. Viele Polyester-Vorhänge sind nicht trocknergeeignet. Das Symbol eines durchgestrichenen Kreises im Quadrat zeigt dies an. Kunststoff- und Folienvorhänge sollten grundsätzlich an der Luft trocknen. Die Hitze im Trockner kann das Material verformen oder spröde machen.
Bügeln: Nur bei Freigabe und mit niedriger Temperatur
Einige Hersteller empfehlen das Bügeln nach dem Waschen, um die wasserabweisende Wirkung zu erhalten. Das gilt aber nur, wenn das Etikett Bügeln erlaubt. Wählen Sie dann die niedrigste Temperaturstufe (Stufe 1, etwa 110 Grad). Bügeln Sie den Vorhang auf der linken Seite oder durch ein dünnes Tuch. Bei beschichteten Textilien oder Kunststoffanteilen kann zu viel Hitze die Oberfläche beschädigen oder zum Verkleben führen.
Wann ein neuer Vorhang sinnvoller ist
Regelmäßiges Waschen hält den Vorhang sauber, kann aber keine vollständige Schimmelfreiheit garantieren. Wenn der Vorhang trotz Reinigung dunkle Flecken zeigt, unangenehm riecht oder die Beschichtung brüchig wird, ist ein Austausch die bessere Lösung. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Schimmel in poröse Materialien eindringen kann. Dort lässt er sich oft nicht mehr vollständig entfernen. Auch Risse, eingerissene Ösen oder dauerhafte Verfärbungen sprechen für einen neuen Vorhang.