Wenn Sie über Google mehr Besucher auf Ihre Website holen möchten, brauchen Sie Suchmaschinenoptimierung (SEO). Damit helfen Sie Google, Ihre Seiten zu verstehen, einzuordnen und bei passenden Suchanfragen weit oben anzuzeigen. Arbeiten Sie die 32 Tipps der Reihe nach ab: Keyword-Recherche, technische Pflege, Inhalt und Verlinkung.
Keywords und Suchintention
Bevor Sie Texte schreiben, klären Sie, wonach Ihre Besucher tatsächlich suchen. Die Wahl der richtigen Suchbegriffe bestimmt, ob Ihre Seite für relevante Anfragen in Frage kommt.
- Google-Suggest auswerten. Tippen Sie Ihr Thema in das Google-Suchfeld ein und notieren Sie die Vorschläge. Diese zeigen reale Suchanfragen, die Google häufig sieht.
- Suchintention klären. Fragen Sie sich, was jemand mit dem Begriff vorhat: kaufen, informieren oder einen bestimmten Ort finden. Ein Produkttext passt nicht zu einer reinen Informationsfrage.
- Long-Tail-Keywords verwenden. Spezifischere Begriffe wie "wasserdichte Wanderjacke Damen" haben weniger Konkurrenz als "Wanderjacke" und führen zu passenderen Besuchern.
- Das Hauptkeyword in den Title-Tag setzen. Der Title-Tag ist die erste Zeile in den Suchergebnissen. Setzen Sie das wichtigste Keyword möglichst an den Anfang.
- Keyword in der URL platzieren. Eine kurze, lesbare Adresse wie
/wanderjacke-damenhilft Google und Nutzern, das Thema der Seite zu erkennen. - Keyword in den Überschriften wiederholen. Die H1-Überschrift sollte das Hauptkeyword enthalten, ohne dass es gezwungen wirkt.
On-Page-Optimierung
On-Page-Optimierung bedeutet, jede Seite so zu gestalten, dass Google sie eindeutig einem Thema zuordnen kann. Diese Tipps betreffen den sichtbaren Inhalt und die unsichtbaren Meta-Daten.
- Meta-Description schreiben. Die Beschreibung unter dem Titel in den Suchergebnissen ist kein Ranking-Faktor. Sie entscheidet aber über die Klickrate. Fassen Sie den Nutzen der Seite in einem Satz zusammen.
- Alt-Texte für Bilder vergeben. Der Alt-Text beschreibt, was ein Bild zeigt. Google liest ihn mit, und er hilft bei der Bildersuche.
- Interne Verlinkung einbauen. Verlinken Sie verwandte Artikel und Unterseiten innerhalb Ihrer Website. Das verteilt die Sichtbarkeit auf mehrere Seiten.
- Ankertexte beschreibend wählen. Statt "hier klicken" schreiben Sie "Anleitung zur Kündigung des Vertrags". Der Linktext sollte den Inhalt der Zielseite benennen.
- Klare Überschriftenstruktur anlegen. Nutzen Sie genau eine H1 pro Seite und gliedern Sie den Text mit H2 und H3. Google nutzt diese Struktur, um den Aufbau zu verstehen.
- Die Frage vollständig beantworten. Eine Seite, die eine Suchanfrage vollständig abdeckt, hält Besucher länger und wird eher als relevant eingestuft. Gehen Sie auf verwandte Aspekte ein, die Google in der Suche anzeigt.
Technisches SEO
Technisches SEO sorgt dafür, dass Google Ihre Seiten überhaupt finden und verarbeiten kann. Fehler hier führen dazu, dass gute Inhalte nicht ranken.
- Seitenladezeit verkürzen. Langsame Seiten werden von Google abgewertet. Komprimieren Sie Bilder und nutzen Sie Browser-Caching. Prüfen Sie die Ladezeit mit dem PageSpeed-Test von Google.
- Mobile Darstellung prüfen. Die meisten Suchen laufen über Smartphones. Testen Sie, ob Ihre Seite auf kleinen Bildschirmen ohne horizontales Scrollen funktioniert.
- HTTPS sicherstellen. Die verschlüsselte Verbindung ist Standard. Ohne HTTPS zeigt Google eine Warnung an und die Seite rankt schlechter.
- XML-Sitemap einreichen. Eine Sitemap listet alle wichtigen Seiten auf. Reichen Sie sie in der Google Search Console ein, damit Google sie leichter findet.
- Robots.txt prüfen. Diese Datei teilt Google mit, welche Bereiche nicht gecrawlt werden sollen. Stellen Sie sicher, dass sie keine wichtigen Seiten blockiert.
- Fehlerseiten anpassen. Eine Seite, die nicht mehr existiert, sollte einen freundlichen Hinweis mit Links zu ähnlichen Inhalten zeigen, statt im Leeren zu enden.
- Redirects setzen. Wenn Sie eine Seite umziehen, leiten Sie die alte Adresse per Weiterleitung auf die neue um. So bleiben Besucher und Linkkraft erhalten.
- Strukturierte Daten einbauen. Mit Schema-Markup können Sie Google mitteilen, ob es sich um ein Rezept, eine Bewertung oder ein Produkt handelt. Das kann zu erweiterten Suchergebnissen führen.
Content und Nutzererlebnis
Google bewertet nicht nur einzelne Keywords, sondern die Qualität und Verständlichkeit des gesamten Inhalts. Die folgenden Tipps verbessern das Erlebnis der Besucher und damit die Chancen auf gute Platzierungen.
- Inhalte regelmäßig aktualisieren. Veraltete Zahlen und Angaben schrecken Besucher ab. Überarbeiten Sie wichtige Artikel mindestens einmal im Jahr.
- Autorität und Vertrauen zeigen. Nennen Sie Ihre Quellen und schreiben Sie über Ihre Erfahrung. Machen Sie die Verantwortlichen namentlich. Google bewertet die Glaubwürdigkeit einer Seite mit.
- Bilder komprimieren. Große Bilddateien verlangsamen die Seite. Reduzieren Sie die Dateigröße, bevor Sie das Bild hochladen, und wählen Sie das Format WebP.
- Absätze kurz halten. Lange Textblöcke schrecken ab. Teilen Sie den Inhalt in Absätze von drei bis vier Sätzen und nutzen Sie Zwischenüberschriften.
- Tabellen und Listen einbauen. Vergleichbare Daten lassen sich in einer Tabelle schneller erfassen als in einem Fließtext. Google kann Tabellen außerdem für die Suche auswerten.
- Beispiele und konkrete Anleitungen ergänzen. Ein Text, der erklärt "So funktioniert es", ist wertvoller als ein Text, der nur beschreibt, was es gibt. Zeigen Sie den Weg.
Backlinks und lokale Sichtbarkeit
Backlinks sind Verweise von anderen Websites auf Ihre Seite. Google wertet sie als Empfehlungen. Je vertrauenswürdiger die verlinkende Seite, desto stärker die Wirkung.
- Backlinks aufbauen. Bitten Sie Partner und Branchenkollegen, auf Ihre Inhalte zu verlinken. Ein einzelner Verweis von einer angesehenen Seite hilft mehr als zehn von fragwürdigen Quellen.
- Gastbeiträge schreiben. Bieten Sie anderen Websites einen Artikel an, der Ihre Expertise zeigt. Im Gegenzug erhalten Sie einen Link zurück auf Ihre Seite.
- Branchenverzeichnisse anlegen. Einträge in relevanten Verzeichnissen und Portalen bringen Links und bei lokalen Geschäften auch neue Kunden.
- Google Business Profile pflegen. Für lokale Unternehmen ist das kostenlose Profil bei Google Maps entscheidend. Halten Sie Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer aktuell.
- Social-Media-Signale nutzen. Teilen Sie Ihre Inhalte auf den Kanälen, auf denen Ihre Zielgruppe aktiv ist. Die Verbreitung führt zu mehr Aufrufen und oft zu mehr Backlinks.
- Google Search Console überwachen. Dieses kostenlose Tool zeigt, welche Suchanfragen zu Aufrufen führen und welche Seiten Fehler haben. Prüfen Sie es monatlich und beheben Sie die angezeigten Probleme.