Feuchtigkeit und Wärme zersetzen den Abfall schneller und verursachen so den Geruch in Biotonne und Küchenmülleimer. Vier Schritte pro Woche halten beide Behälter sauber: leeren, auswischen, trocknen lassen, neu einlegen. Dafür reichen warmes Wasser, Essig, eine Bürste und Zeitungspapier.
Warum eine feste Routine hilft
Unangenehme Gerüche entstehen vor allem durch Feuchtigkeit, die sich am Boden und an den Wänden der Tonne sammelt. Liegen Essensreste darauf, beginnt die Zersetzung schneller und der Behälter riecht dauerhaft. Eine wöchentliche Reinigung verhindert, dass sich dieser Belag bildet. Sie schützt außerdem Küchenmöbel und Geräte neben dem Mülleimer, denn feuchte Rückstände am Deckel oder an der Außenseite bleiben sonst an ihnen hängen.
Biotonne richtig leeren
Der erste Schritt der Wochenroutine: Leeren Sie die Tonne vollständig. Kontrollieren Sie dabei, ob nur das in der Tonne liegt, was dort verarbeitet werden kann. Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne, auch nicht solche mit der Aufschrift kompostierbar. Sie zersetzen sich im Kompostierungsprozess nicht zuverlässig und gelten als Störstoff. Wickeln Sie gekochte Speisereste vor dem Einwerfen in Zeitungspapier. Das Papier nimmt Feuchtigkeit auf und verhindert, dass die Reste an Boden und Wänden kleben.
Auswischen mit Essigwasser
Nach dem Leeren wischen Sie den Innenraum mit einer Mischung aus warmem Wasser und Essig aus. Geben Sie einen Schuss Essig ins Wasser, lassen Sie die Lösung kurz einwirken und schrubben Sie hartnäckige Rückstände mit einer Bürste. Eine Toilettenbürste eignet sich dafür gut, weil sie in die Ecken und unter den Rand der Tonne kommt. Wischen Sie auch den Deckel ab, denn dort setzen sich Feuchtigkeit und Rückstände genauso ab. Die Essiglösung löst Verschmutzungen und hält den Behälter frisch. Aggressive Reiniger brauchen Sie nicht.
Biotonne vollständig trocknen
Der wichtigste Schritt gegen Gerüche ist das Trocknen. Ein feuchter Behälter gibt den Geruch an den nächsten Abfall weiter, sobald Sie ihn wieder befüllen. Lassen Sie die Tonne nach dem Auswischen vollständig trocknen, bevor Sie sie neu einlegen. Stellen Sie sie dafür geöffnet an einen gut belüfteten Ort, zum Beispiel auf den Balkon oder in den Keller. Je nach Wetter und Luftfeuchtigkeit dauert das unterschiedlich lange.
Saubere Einlage aus Zeitungspapier
Für die saubere Einlage brauchen Sie keine speziellen Beutel: Legen Sie zerknülltes Zeitungspapier, trockene Blätter oder einen Eierkarton auf den Boden der Tonne. Diese Materialien saugen Feuchtigkeit auf und halten den Behälter trocken; im Winter verhindert die trockene Schicht außerdem, dass der Inhalt an der Tonne festfriert.
Der richtige Standort für die Biotonne
Auch der Standort der Biotonne beeinflusst, wie stark sie riecht. Stellen Sie die Tonne an einen schattigen Platz, denn Wärme beschleunigt die Fermentation des Bioabfalls. In der prallen Sonne steigt die Temperatur im Inneren stark an und der Inhalt zersetzt sich schneller. Ein schattiger Platz verlangsamt diesen Prozess und gibt Ihnen mehr Zeit bis zur nächsten Leerung.