Verstopfte Sprüharme sind meist die Ursache, wenn Gläser milchig werden und Speisereste auf Tellern bleiben. Die Düsen der rotierenden Stäbe setzen sich mit der Zeit zu, sodass der Wasserstrahl das Geschirr nicht mehr erreicht. Reinigen Sie die Sprüharme in wenigen Minuten selbst. Danach spült die Maschine wieder so sauber wie am ersten Tag.
Warum die Sprüharme verstopfen
Die Sprüharme sind einfache Hohlkörper mit Düsen. Sie drehen sich, weil das Wasser unter Druck aus schräg gestellten Öffnungen an den Enden austritt, ähnlich wie bei einem Rasensprenger. Setzen sich diese feinen Öffnungen zu, bleibt der Arm stehen oder dreht sich nur noch träge, und das Spritzbild wird unregelmäßig.
Meist sind kleine Fremdkörper verantwortlich: Papierreste von Etiketten, Gemüsefasern, Obstkerne oder Fischgräten. Sie passieren das Sieb im Pumpensumpf und gelangen in die Sprüharme. Auch Kalkablagerungen in Regionen mit hartem Wasser verengen die Düsen mit der Zeit. Wenn nur noch ein Teil des Geschirrs sauber wird und der Rest sichtbar schmutzig bleibt, sind die Sprüharme verstopft.
Sprüharme Schritt für Schritt reinigen
Die Reinigung dauert etwa zehn Minuten, und Sie brauchen kein Spezialwerkzeug. So gehen Sie vor:
Sprüharme ausbauen. Öffnen Sie die Spülmaschine und ziehen Sie den Unterkorb heraus. Der untere Sprüharm sitzt meist auf einem Halter oder einer Mutter in der Mitte des Korbs und lässt sich durch eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn abnehmen. Der obere Sprüharm hängt unter dem Oberkorb und wird ebenfalls durch Drehen oder Lösen einer kleinen Klammer entfernt. Bei einigen Modellen müssen Sie auch den Oberkorb ausbauen, um an den Arm zu gelangen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung klärt die genaue Befestigung.
Düsen frei stechen. Halten Sie den Sprüharm unter fließendes warmes Wasser und spülen Sie grobe Rückstände ab. Danach stechen Sie jede Düsenöffnung einzeln mit einem Zahnstocher, einer dünnen Nähnadel oder einem Stück Draht durch. Arbeiten Sie vorsichtig, damit Sie die Plastikdüsen nicht ausweiten. Bei hartnäckigen Ablagerungen helfen warmes Wasser und etwas Spülmittel; weichen Sie den Arm bei Bedarf eine Viertelstunde ein.
Arm durchspülen. Halten Sie den Sprüharm nach dem Ausstechen unter den Wasserhahn und spülen Sie Wasser durch die zentrale Öffnung, bis es aus allen Düsen gleichmäßig austritt. Damit stellen Sie sicher, dass auch der Innenraum frei ist.
Wieder einbauen. Setzen Sie die Sprüharme in umgekehrter Reihenfolge wieder ein und prüfen Sie, ob sie sich leicht von Hand drehen lassen. Ein schwergängiger Arm sitzt nicht richtig oder hat noch Rückstände im Lager.
Siebe, Dichtungen und Innenraum reinigen
Verstopfte Sprüharme sind selten das einzige Problem. Wenn sich Rückstände im Geschirrspüler breitgemacht haben, lohnt ein kompletter Durchgang mit leerer Maschine:
- Pumpensumpf und Siebe: Nehmen Sie den unteren Korb heraus und drehen Sie das grobe Sieb, das feine Flaschensieb und auch den Pumpendeckel ab. Spülen Sie die Siebe unter Wasser aus und entfernen Sie Ablagerungen im Sumpf mit einer Bürste. Hier sammeln sich häufig Essensreste, die den Wasserumlauf behindern.
- Gummidichtungen: Die Dichtung an der Tür und die Kanten des Innenraums reinigen Sie mit einem feuchten Tuch. Im Falz der Dichtung setzt sich gerne Schimmel an, besonders wenn die Maschine selten bei hoher Temperatur läuft.
- Innenraum: Wischen Sie den Boden und die Wände mit einem Tuch aus. Für hartnäckige Beläge eignet sich ein Zitronensäure- oder Essiggang, sofern Ihr Gerät das zulässt. Viele Hersteller raten von Essig ab, weil er Gummi angreifen kann; ein handelsüblicher Maschinenreiniger ist die sichere Wahl.
Führen Sie danach einen leeren Spülgang bei der höchsten Temperatur durch. Der leichte Transport- oder Werksgeruch nach der Produktion verschwindet ebenfalls bei diesem ersten heißen Durchlauf.
So beugen Sie Verstopfungen vor
Die beste Vorbeugung ist, grobe Speisereste schon vor dem Einräumen vom Geschirr zu entfernen. Spülen Sie Teller und Töpfe nicht ab, aber kratzen Sie größere Rückstände mit einer Gabel oder einem Messer in den Abfall. Papieretiketten von Gläsern und Dosen entfernen Sie vor dem Einräumen, denn sie lösen sich im Wasser und gelangen schnell in die Siebe.
Wenn Sie in einer Region mit sehr hartem Wasser wohnen, schützt Regeneriersalz die Düsen vor Kalk. Die meisten Kombi-Tabs enthalten eine gewisse Salzmenge, aber bei sehr hartem Wasser empfiehlt es sich, zusätzlich Salz in den dafür vorgesehenen Behälter zu füllen. Sie erkennen den Bedarf daran, dass die Salz-Anzeige an der Maschine leuchtet oder Sie weiße Kalkflecken auf dem Geschirr bemerken.
Gelegentlich kann auch das Reinigungsmittel selbst eine Rolle spielen. Pulver passt sich besser an den Verschmutzungsgrad an als Tabs, weil Sie die Menge dosieren können. Wer separat Salz, Klarspüler und Pulver verwendet, hat die größte Kontrolle über die Chemie in der Maschine und vermeidet unnötige Rückstände. Das ist Geschmackssache; wichtig ist, dass Sie das Mittel richtig dosieren und nicht sparsam mit Tabs sind, wenn Sie stark verschmutztes Geschirr spülen.