Der Fettfilter Ihrer Dunstabzugshaube sammelt beim Kochen Fett aus dem Dampf, das sich mit der Zeit festsetzt. Dann sinkt die Leistung und die Brandgefahr steigt. Ob Spülmaschine oder Handwäsche passt, hängt vom Filtertyp und den Herstellervorgaben ab.
Welcher Fettfilter darf in die Spülmaschine?
Die Spülmaschine eignet sich für herausnehmbare Metallfettfilter aus Aluminium oder Edelstahl, wenn der Hersteller es freigibt. Diese Filter fangen Fett ab und schützen Motor und Haubeninneres; große Hersteller wie Bosch, Siemens, NEFF und IKEA geben sie für die Spülmaschine frei, jedoch mit Einschränkungen.
Nicht waschbar sind Vliesfilter, Papier- oder Synthetikfilter und Standard-Aktivkohlefilter. Diese Filter werden nach Sättigung ersetzt. Sie gehören weder in die Spülmaschine noch ins Spülbecken. Bei Umlufthauben sitzt zusätzlich zum Metallfettfilter ein Aktivkohlefilter, der Gerüche bindet. Verwechseln Sie diese Filter nicht: Der Aktivkohlefilter ist meist ein Wechselteil, das nicht gereinigt wird.
Metallfettfilter in der Spülmaschine
Wenn Ihr Hersteller die Spülmaschinenreinigung freigibt, beachten Sie diese Punkte. Entfernen Sie grobe Fettklumpen vor dem Einsetzen. Legen Sie den Filter locker in den Geschirrkorb und klemmen Sie ihn nicht ein. Wählen Sie ein Programm mit maximal 65 bis 70 Grad, je nach Modellvorgabe. Bei stark gesättigten Filtern spülen Sie sie getrennt vom Geschirr, weil Fettreste auf Tassen und Tellern haften bleiben.
Leichte Verfärbungen, besonders bei Aluminiumfiltern, können nach mehreren Spülgängen auftreten. Das beeinträchtigt die Filterfunktion nicht, so die Hersteller. Stiftung Warentest prüft die Spülmaschinenfestigkeit nach zehn Spülgängen bei 65 Grad. Spülmaschinenfestigkeit ist damit eine prüfbare Materialeigenschaft.
Nach dem Spülprogramm lassen Sie den Filter vollständig trocknen. Legen Sie ihn auf ein saugfähiges Tuch und warten Sie, bis auch die Zwischenräume trocken sind; ein feuchter Filter fördert Korrosion oder gibt Feuchtigkeit im Gerät ab.
Handwäsche für den Fettfilter
Die Handwäsche ist das schonendere Verfahren und passt, wenn die Bedienungsanleitung keine Spülmaschineneignung nennt, der Filter aus empfindlichem Aluminium besteht oder Sie Verfärbungen vermeiden möchten. Auch bei stark klebrigen oder alten Fettablagerungen ist die Handwäsche sinnvoll, weil Sie die Reinigungsintensität selbst steuern.
Weichen Sie den Filter in heißem Spülwasser ein. Lösen Sie das Fett mit einer weichen Bürste. Bearbeiten Sie beide Seiten und die Zwischenräume gründlich. Spülen Sie den Filter mit klarem Wasser ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen.
Verzichten Sie auf aggressive Reiniger, säurehaltige oder laugenhaltige Produkte, denn Scheuerschwämme, harte Metallbürsten und Scheuermittel beschädigen die Oberfläche und können Beschichtungen zerstören. Hartnäckige Rückstände behandeln Sie mit einem speziellen Fettlöser, wenn der Hersteller diesen empfiehlt.
Ausbau und Wiedereinbau des Fettfilters
Schalten Sie die Dunstabzugshaube aus und ziehen Sie bei Geräten mit Netzstecker den Stecker. Lösen Sie die Filterhalterung oder Entriegelung, während Sie den Filter mit einer Hand sichern. Die scharfen Innenkanten von Filterrahmen und Haubengehäuse können Schnittverletzungen verursachen, daher empfiehlt Bosch Schutzhandschuhe.
Reinigen Sie beim Filterausbau auch den Filterhalter und zugängliche Gehäuseteile mit einem feuchten Tuch, und achten Sie darauf, dass Bedienfelder, Kabel und elektrische Bauteile nicht nass werden.
Beim Wiedereinbau achten Sie auf die richtige Ausrichtung: Der Filter muss vollständig in der Führung liegen, sicher einrasten und darf weder klappern noch lose hängen. Betreiben Sie die Dunstabzugshaube niemals ohne eingesetzten Metallfettfilter, weil Fett sonst ungehindert in Motor und Innenraum gelangt. Bei Umluftgeräten müssen Metallfettfilter und Aktivkohlefilter an ihren vorgesehenen Positionen sitzen.
Verfügt Ihre Haube über eine Filteranzeige, setzen Sie diese nach der Reinigung mit der modellabhängigen Tastenkombination zurück, die in der Bedienungsanleitung steht. Da die Anzeige den Fettfilter oder den Kohlefilter betreffen kann, stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Wert zurücksetzen.
Reinigungsintervalle für den Fettfilter
Die Hersteller nennen unterschiedliche Intervalle: Bosch empfiehlt je nach Modell einmal monatlich oder alle zwei Monate. NEFF nennt vier bis acht Wochen. Siemens setzt bei bestimmten Geräten auf einen Monatsrhythmus. Bei integrierten Kochfeldabzügen von Bosch liegt der Richtwert bei mindestens monatlicher Reinigung oder nach etwa 30 Betriebsstunden.
Bei normalem Kochaufwand ist eine monatliche bis zweimonatliche Reinigung des Metallfettfilters ein guter Richtwert. Kochen Sie häufig fettig, braten oder frittieren Sie viel, reinigen Sie den Filter früher. Die Sättigungsanzeige hat Vorrang, falls Ihr Gerät eine solche besitzt.
Aktivkohlefilter müssen Sie je nach Modell etwa alle sechs bis zwölf Monate ersetzen. Einige Hersteller bieten waschbare oder regenerierbare Varianten an, die länger halten. Die Bedienungsanleitung gibt die richtige Behandlung vor.