Ein sauberer Wäschetrockner trocknet schneller, verbraucht weniger Strom und ist sicherer. Die meisten Teile können Sie selbst reinigen. Das gilt aber nicht für jedes Bauteil bei jedem Modell. Das Flusensieb sollten Sie nach jedem Trockengang säubern. Bei Kondensator und Wärmetauscher kommt es auf die Bauart Ihres Geräts und die Herstellerangaben an. Es gibt keine allgemeingültige Anleitung. Sie müssen zwischen den regelmäßig zugänglichen Teilen und den nur nach Herstellerfreigabe erreichbaren Bauteilen unterscheiden. Dieser Artikel zeigt, was Sie selbst machen können, wo die Grenzen liegen und worauf Sie bei der Reinigung achten sollten.

Sicherheit zuerst

Bevor Sie an Ihrem Trockner Hand anlegen, sollten Sie das Gerät vom Strom trennen. Einfaches Ausschalten genügt nicht, wenn Sie Filter, Sensoren oder Wartungsklappen reinigen. Ziehen Sie den Netzstecker, sobald Sie über das Entfernen von Flusen aus dem Türfilter hinausgehen. Lassen Sie das Gerät nach einem heißen Programm vollständig abkühlen. Arbeiten Sie nie an einem warmen Trockner, denn an Heizregister oder Wärmetauscher besteht Verbrennungsgefahr.

Alle nass gereinigten Teile müssen vor dem Wiedereinbau vollständig trocken sein. Das gilt besonders für Flusensiebe, Schaumstofffilter und Feinfilter. Ein feucht eingesetztes Sieb kann Schimmelbildung begünstigen und die Luftführung beeinträchtigen. Prüfen Sie auch, dass alle Klappen, Verriegelungen und Dichtungen korrekt schließen, bevor Sie den Trockner wieder in Betrieb nehmen.

Flusensieb reinigen

Das Flusensieb ist die wichtigste Stelle, die Sie nach jedem Trockengang reinigen sollten. Entfernen Sie die Flusen von Hand oder mit einem Staubsauger auf niedriger Stufe. Bei einem zweiteiligen Sieb klappen Sie es auseinander und reinigen beide Flächen. Halten Sie das Sieb gegen das Licht. So sehen Sie, ob die Fläche wieder frei ist.

Kleben die Flusen fest oder sind Waschmittel- und Weichspülerrückstände sichtbar, spülen Sie das Sieb mit warmem Wasser. Nach der Nassreinigung muss es vollständig trocknen, bevor Sie es wieder einsetzen. Ein beschädigtes oder eingerissenes Sieb gehört ausgetauscht: Der Betrieb ohne oder mit defektem Sieb kann die Trocknungsleistung stark mindern und birgt ein Sicherheitsrisiko.

Vergessen Sie nicht den Türbereich. Flusen sammeln sich oft in der Mulde der Filteraufnahme, an der Türdichtung und an der Türinnenseite. Wischen Sie diese Stellen mit einem weichen Tuch oder saugen Sie sie vorsichtig ab. Verwenden Sie keine harten oder spitzen Gegenstände. Sie können Dichtungen und Kunststoffführungen beschädigen. Bei manchen Geräten befindet sich im Kondenswasserbehälter ein zusätzlicher Filter, der regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden muss. Schauen Sie in Ihre Bedienungsanleitung, ob Ihr Modell einen solchen Behälterfilter hat.

Feuchtigkeitssensoren

Die Feuchtigkeitssensoren messen den Feuchtegrad der Wäsche und steuern die Programmdauer. Mit der Zeit können sich Kalk- oder Waschmittelrückstände auf den metallischen Kontaktflächen ablagern, was die Messung verfälscht und zu längeren Laufzeiten führt. Die Sensoren sind meist im vorderen Trommelbereich oder als längliche Kontaktflächen zugänglich.

Reinigen Sie die Sensorflächen nur mit einem weichen, angefeuchteten Schwamm oder einem feuchten Tuch. Bei stärkeren Rückständen hilft etwas milde Seifenlauge. Wischen Sie anschließend mit einem trockenen Tuch nach. Verwenden Sie niemals Stahlwolle, Scheuermittel, Essigessenz oder scharfkantige Werkzeuge. Das zerstört die Oberfläche der Sensoren. Ein- bis zweimal jährlich ist ein gutes Intervall, aber die genaue Häufigkeit hängt von Ihrem Modell und der Wasserhärte ab. Wenn Sie unsicher sind, geben die Hersteller in der Bedienungsanleitung eine konkrete Empfehlung.

Kondensator und Wärmetauscher

Der größte Unterschied liegt bei den Gerätetypen. Bei einem klassischen Kondensationstrockner ist der Kondensator oder Wärmetauscher häufig hinter einer unteren Wartungsklappe zugänglich. Sie können ihn herausnehmen, mit einer Handbrause oder unter fließendem Wasser gründlich von allen Seiten spülen und anschließend vollständig abtropfen lassen. Setzen Sie ihn erst wieder ein, wenn kein Wasser mehr läuft, und schließen Sie die Verriegelungen und die Klappe korrekt. Die Reinigung erfolgt etwa alle sechs Monate oder wenn das Gerät eine entsprechende Anzeige zeigt.

Bei Wärmepumpentrocknern ist die Situation anders. Viele Modelle haben einen selbstreinigenden Kondensator, der während des Betriebs automatisch mit Kondenswasser gespült wird. Das reduziert den manuellen Aufwand, macht aber nicht wartungsfrei: Türfilter, Sockelfilter und Behälterfilter müssen weiterhin nach Anleitung gepflegt werden. Andere Wärmepumpentrockner besitzen einen zugänglichen Filtereinschub oder Sockelfilter, den Sie herausnehmen, absaugen oder mit Wasser reinigen können. Achten Sie darauf, dass Schaumstoffelemente vollständig trocken sind, bevor Sie sie wieder einsetzen.

Bei einigen Wärmepumpentrocknern ist die Reinigung des Wärmetauschers nicht für Laien vorgesehen. Die Hersteller empfehlen hier, den Kundendienst zu beauftragen. Versuchen Sie niemals, einen Wärmetauscher mit Gewalt zu entfernen oder mit harten Gegenständen zu bearbeiten. Die Lamellen bestehen aus dünnem Metall und können sich leicht verbiegen. Reinigen Sie sie nur in Längsrichtung (von oben nach unten oder umgekehrt) und tragen Sie bei Bedarf Handschuhe, da die Lamellen scharfkantig sein können. Ein verbogener oder beschädigter Wärmetauscher beeinträchtigt die Trocknungsfunktion und kann zu Überhitzung führen.