Beutellose Staubsauger sind praktisch, aber der Filter ist ein empfindliches Bauteil. Wer ihn falsch reinigt oder zu früh wieder einsetzt, kann den Filter beschädigen, den Motor belasten oder Schimmel begünstigen. Prüfen Sie daher vor der Reinigung: Ist der Filter für die Nassreinigung freigegeben? Wenn ja, ist die richtige Vorgehensweise wichtig.
Bedienungsanleitung prüfen
Die Anleitung Ihres konkreten Modells hat Vorrang vor allgemeinen Tipps. Beutellose Staubsauger haben meist zwei Filter: einen Motorschutzfilter und einen Abluftfilter. Diese können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und verschiedene Reinigungsvorgaben haben. Ein Schaumstofffilter ist oft waschbar, ein gefalteter HEPA-Filter kann dagegen ein reines Wechselteil sein. Auch die Kennzeichnung „washable“ oder „waschbar“ auf dem Filter gibt einen Hinweis. Prüfen Sie daher immer die Modellnummer und die genaue Filterbezeichnung in Ihrer Gebrauchsanweisung, bevor Sie etwas unternehmen.
Waschbare Filter reinigen
Wenn die Bedienungsanleitung die Nassreinigung ausdrücklich erlaubt, gehen Sie so vor. Schalten Sie das Gerät aus und ziehen Sie den Netzstecker oder trennen Sie das Ladegerät. Entnehmen Sie den Filter vorsichtig und achten Sie auf die Einbaulage, damit Sie ihn später richtig einsetzen. Klopfen Sie groben Staub zunächst über einem Abfallbehälter ab, am besten draußen oder in einem gut belüfteten Raum, damit die Staubbelastung gering bleibt. Spülen Sie den Filter dann nur mit klarem, kaltem oder lauwarmem Wasser, je nach Vorgabe des Herstellers. Verwenden Sie kein Spülmittel, keine aggressiven Reiniger und keine harten Bürsten, denn diese können das Filtermaterial angreifen. Drücken Sie überschüssiges Wasser vorsichtig aus, ohne den Filter zu verdrehen oder zu stark zu quetschen. Der Filter sollte nicht in der Waschmaschine gereinigt werden, es sei denn, die Anleitung erlaubt dies ausdrücklich. Das ist nur bei wenigen Modellen der Fall.
Filter trocknen
Die vollständige Trocknung ist der entscheidende Schritt. Setzen Sie den Filter niemals feucht ein, sonst kann Feuchtigkeit in den Motor gelangen, das Material verkleben oder es entstehen unangenehme Gerüche. Die meisten Hersteller nennen eine Mindesttrocknungszeit von 24 Stunden. Legen Sie den Filter an einen gut belüfteten Ort bei Zimmertemperatur. Vermeiden Sie direkte Hitzequellen wie Heizkörper, Föhn, Backofen, Mikrowelle oder Wäschetrockner, da diese die Fasern beschädigen oder den Filterrahmen verformen können. Der Filter muss auch im Inneren vollständig trocken sein, nicht nur an der Oberfläche. Bei dicken Schaumstofffiltern oder hoher Luftfeuchtigkeit kann die Trockenzeit länger als 24 Stunden dauern. Erst wenn der Filter sich auch im Kern trocken anfühlt, darf er wieder in das Gerät eingesetzt werden.
Filter ersetzen
Auch waschbare Filter haben eine begrenzte Lebensdauer. Mit der Zeit verlieren sie an Filterleistung, das Material wird porös oder die Struktur verändert sich. Ein jährlicher Austausch ist bei vielen Modellen üblich, bei manchen Filtern auch nach etwa 50 Betriebsstunden oder nach drei Jahren. Die genauen Intervalle entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung. Tauschen Sie den Filter aus, wenn er Risse oder Verformungen aufweist, wenn er trotz Reinigung unangenehm riecht oder wenn die Saugleistung deutlich nachlässt. Abluftfilter, insbesondere HEPA- oder Hygienefilter, sind häufig reine Wechselteile und dürfen nicht gewaschen werden. Auch Aktivkohlefilter gegen Gerüche lassen sich nicht sinnvoll reinigen und müssen ersetzt werden. Achten Sie außerdem auf die Filterwarnanzeige Ihres Geräts, falls vorhanden.
Wichtig
Die sichere Reinigung des Filters in einem beutellosen Staubsauger beginnt immer mit der Bedienungsanleitung. Nur wenn der Hersteller die Nassreinigung freigibt, dürfen Sie den Filter mit klarem Wasser spülen. Die vollständige Trocknung von mindestens 24 Stunden an der Luft ist wichtig, um Schäden am Gerät zu vermeiden. Nicht waschbare Filter gehören nicht unter Wasser, sondern werden trocken gereinigt oder ersetzt. So erhalten Sie die Saugleistung und verringern das Risiko teurer Reparaturen.