Wenn Putzen nach zu viel Arbeit klingt, beginnen Sie mit einer sichtbaren Fläche. Stellen Sie den Timer auf fünf oder zehn Minuten und hören Sie auf, wenn die Zeit abgelaufen ist. Wie viel Sie schaffen, hängt von der Aufgabe ab.
Wenn weniger herumsteht, Sie immer gleich vorgehen und passende Reinigungsmittel bereithalten, geht die nächste Putzrunde leichter. Sie müssen nicht alles auf einmal erledigen: Eine saubere Spüle oder ein freier Tisch ist schon ein konkretes Ergebnis.
Beginnen Sie mit einer Fläche
Wählen Sie eine Aufgabe, die Sie klar beenden können: das Waschbecken reinigen, den Esstisch abwischen oder Krümel vom Küchenboden saugen. Der Auftrag „Die Wohnung putzen“ ist für den Anfang zu groß. Dabei ist auch unklar, wann Sie fertig sind.
Räumen Sie zuerst lose Gegenstände weg. Ein Korb hilft dabei: Legen Sie alles hinein, was nicht auf die Fläche gehört, und sortieren Sie den Inhalt später. So müssen Sie beim Wischen nicht jeden Gegenstand einzeln durch die Wohnung tragen. Freie Arbeitsflächen und Böden lassen sich leichter reinigen.
Mit einem Timer fällt der Anfang leichter. Stellen Sie ihn auf fünf oder zehn Minuten und bleiben Sie bei einer Aufgabe. Wenn die Zeit abgelaufen ist, entscheiden Sie neu, ob Sie weitermachen möchten. Es gibt keine feste Minutenzahl, die für jeden Haushalt ausreicht.
Putzen Sie in einer festen Reihenfolge
Arbeiten Sie von oben nach unten und reinigen Sie den Boden zuletzt. Dann fällt Staub nicht auf bereits gewischte Stellen. Eine einfache Reihenfolge lautet:
- Nehmen Sie Gegenstände von der Fläche.
- Nehmen Sie Staub und Krümel trocken auf.
- Wischen Sie die Fläche feucht mit einem passenden Mittel.
- Saugen oder wischen Sie zum Schluss den Boden.
Für den Alltag reichen oft wenige Reinigungsmittel. Die Verbraucherzentrale nennt Handspülmittel und einen neutralen Allzweckreiniger als mögliche Grundausstattung. Dazu zählt sie auch ein geeignetes Mittel gegen Kalk. Spülmittel löst fettige Verschmutzungen; Allzweckreiniger eignet sich für die Oberflächen, die laut Etikett damit gereinigt werden dürfen. Gegen Kalk kommt ein passender Essigreiniger oder Zitronensäure infrage.
Lesen Sie vor der Anwendung das Etikett und prüfen Sie, aus welchem Material die Oberfläche besteht. Säurehaltige Reiniger greifen säureempfindliche Materialien wie Marmor an. Verwenden Sie Essigessenz nicht als selbst gemischten Universalreiniger. Wenige Mittel reichen nur dann, wenn sie zum Schmutz und zum Material passen.
Erledigen Sie kleine Aufgaben regelmäßig
Mit kurzen Putzrunden bleibt die Arbeit in einzelnen Bereichen überschaubar. Wischen Sie zum Beispiel die Küchenarbeitsfläche nach dem Kochen ab oder reinigen Sie das Waschbecken, sobald Zahnpastareste sichtbar sind. Bei der Toilette sind regelmäßige kurze Reinigungen leichter zu bewältigen als seltene, aufwendige Grundreinigungen.
Im normalen Haushalt müssen Sie in der Regel nicht desinfizieren; reinigen Sie sichtbaren Schmutz und häufig berührte Stellen wie Türklinken oder Lichtschalter. Wenn jemand krank ist oder besondere gesundheitliche Risiken bestehen, gelten andere Empfehlungen. Folgen Sie dann den Hinweisen von Gesundheitsstellen und den Angaben auf dem Produkt.
Halten Sie Lappen getrennt
Verwenden Sie getrennte Tücher für Küche und Toilette, damit Sie Schmutz nicht zwischen den Bereichen verteilen. Lassen Sie benutzte Lappen gut trocknen und waschen Sie sie regelmäßig. Für Küchenputzlappen empfiehlt die Verbraucherzentrale mehrmaliges Wechseln und Waschen pro Woche bei 60 °C. Beachten Sie zusätzlich das Pflegeetikett des jeweiligen Tuchs.
Mischen Sie Reinigungsmittel niemals miteinander. Eine Mischung kann gefährliche Dämpfe oder andere unerwünschte Reaktionen verursachen. Benutzen Sie jedes Produkt so, wie es auf dem Etikett steht, und lüften Sie beim Reinigen, wenn die Anwendung das verlangt.