Wenn Geschirr und andere Dinge nach dem Gebrauch liegen bleiben, nehmen Sie sich täglich 15 Minuten, um sie an ihren Platz zu räumen und eine kleine weitere Aufgabe zu erledigen. Die Zeit reicht nicht unbedingt, um die ganze Wohnung zu putzen.

Legen Sie einen festen Zeitpunkt fest, etwa nach dem Abendessen. So müssen Sie nicht täglich neu entscheiden, wann Sie anfangen. Welche Aufgaben passen, hängt von Ihrer Wohnung, Ihrem Alltag und den Menschen im Haushalt ab.

So läuft der 15-Minuten-Reset ab

Stellen Sie einen Timer und beginnen Sie mit dem, was Sie im Alltag am meisten stört. Eine Tasche oder ein Korb hilft Ihnen, Dinge für andere Räume einzusammeln. Legen Sie nur die Utensilien bereit, die Sie für die jeweilige Aufgabe brauchen.

  • Minute 0 bis 2: Timer stellen und einen Korb für Dinge bereitlegen, die in andere Räume gehören.
  • Minute 2 bis 6: Geschirr in die Spülmaschine oder zum Spülbecken bringen. Tisch und benutzte Arbeitsfläche freiräumen; frische Flecken oder Krümel aufnehmen.
  • Minute 6 bis 10: Im meistgenutzten Raum sichtbare Gegenstände an ihren Platz räumen. Müll entsorgen, wenn etwas anfällt.
  • Minute 10 bis 14: Erledigen Sie eine kleine Zusatzaufgabe: Wischen Sie etwa das Waschbecken ab, saugen Sie einen stark genutzten Bodenbereich, sortieren Sie Papier oder legen Sie Wäsche zusammen.
  • Minute 14 bis 15: Utensilien wegräumen und festlegen, womit Sie beim nächsten Mal weitermachen.

Wenn der Timer klingelt, hören Sie auf. Planen Sie offene Aufgaben für einen anderen Termin ein. So wird aus der kurzen Routine keine Aufgabe, die gesamte Wohnung auf einmal in Ordnung zu bringen.

Zusatzaufgaben wechseln

Das tägliche Aufräumen kann gleich bleiben, während die Zusatzaufgabe wechselt. Legen Sie zum Beispiel einen Tag für Badoberflächen fest, einen für einen häufig genutzten Bodenbereich und einen für eine kleine Küchenaufgabe. An einem weiteren Tag kümmern Sie sich um die Wäsche oder das Schlafzimmer, an einem anderen um den Wohnbereich. Am Wochenende lassen Sie die Aufgabe aus oder nutzen die Zeit als Puffer.

Wählen Sie jeweils eine Aufgabe, die sich klar eingrenzen lässt. „Ein Waschbecken abwischen“ lässt sich leichter abschließen als „das Bad putzen“. Das Sortieren eines Schranks oder der Vorratskammer planen Sie als eigenen Termin ein, statt es zusätzlich in den täglichen Reset zu packen. Seltene Arbeiten wie Fensterputzen gehören ebenfalls in einen eigenen Plan.

Den Ordnungs-Reset anpassen

Die 15-Minuten-Methode ist ein praktischer Vorschlag, keine wissenschaftlich geprüfte Regel. Es ist nicht belegt, dass 15 Minuten in jedem Haushalt für dauerhafte Ordnung oder gründliche Sauberkeit ausreichen. Wie viel Zeit nötig ist, hängt auch davon ab, wie viele Personen im Haushalt leben. Haustiere oder Pflegeaufgaben spielen ebenfalls eine Rolle. Auch die verfügbare Zeit beeinflusst den Bedarf.

Kürzen Sie den Ablauf an vollen Tagen auf das, was Ihnen am meisten hilft, etwa Geschirr und freie Flächen. Wenn Sie die Routine auslassen, machen Sie beim nächsten passenden Zeitpunkt weiter, statt versäumte Aufgaben nachzuholen. Feste Zeiten und wiederholte Abläufe helfen dabei, Gewohnheiten aufzubauen. Die Forschung dazu bezieht sich vor allem auf Gesundheitsverhalten. Daraus lässt sich keine feste Dauer für Haushaltsroutinen ableiten.

In einem Mehrpersonenhaushalt sollten alle Aufgaben übernehmen. Legen Sie gemeinsam fest, wer was erledigt, statt einer Person zusätzlich die Planung und das Erinnern zu überlassen. Beachten Sie beim Reinigen die Herstellerhinweise für Oberflächen und Geräte und verwenden Sie geeignete Tücher und Mittel.