Wenn das Geld bis zum Monatsende reichen muss, notieren Sie, welche Einnahmen noch eingehen und welche Rechnungen fällig werden. Halten Sie auch fest, wie viel für den Alltag bleibt. Bezahlen Sie zuerst Miete, Energie und notwendige Medikamente und planen Sie Geld für Lebensmittel ein. Teilen Sie den übrigen Betrag für Ausgaben wie Einkäufe und Freizeit ein.
Für den Haushaltsplan genügt eine Notiz oder einfache Tabelle. Tragen Sie regelmäßig Einnahmen, feste Kosten und tägliche Ausgaben ein. So behalten Sie den Überblick. Bei dauerhaft zu geringem Einkommen reicht ein Haushaltsplan allein aber nicht aus.
Sichern Sie zuerst Grundausgaben
Notieren Sie zu Monatsbeginn Ihren Kontostand, die noch erwarteten Einnahmen und alle offenen Rechnungen samt Fälligkeit. Prüfen Sie, welche Zahlungen Ihre Wohnung und Versorgung sichern. Diese Ausgaben haben Vorrang:
- Miete und Energiekosten
- Lebensmittel und notwendige Medikamente
- wichtige Telefon- und Internetkosten und Unterhalt
Wenn Sie eine Rechnung voraussichtlich nicht bezahlen können, lassen Sie sie nicht einfach liegen. Melden Sie sich früh bei Vermietenden oder dem jeweiligen Anbieter und schildern Sie, wann und in welcher Höhe Sie zahlen können. Welche Lösung möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Richten Sie Ihre Reihenfolge nicht danach aus, wer am häufigsten mahnt.
Berechnen Sie Ihr Monatsbudget
Ziehen Sie von den Einnahmen zuerst feste Kosten ab. Dazu zählen Miete und Strom ebenso wie Versicherungen und Telefon. Berücksichtigen Sie auch Rechnungen, die nicht jeden Monat fällig werden. Wenn etwa eine Versicherung einmal im Jahr fällig wird, legen Sie jeden Monat einen entsprechenden Anteil zurück. So konkurriert die Jahresrechnung später nicht plötzlich mit dem Einkaufsgeld.
Was danach übrig bleibt, steht für veränderliche Ausgaben zur Verfügung. Dazu gehören etwa Lebensmittel, Kleidung und Freizeit. Halten Sie auch kleine Ausgaben und Kartenzahlungen fest, denn sie belasten das Budget ebenfalls, selbst wenn die Abbuchung erst später erscheint.
Für ein Wochenbudget können Sie den verfügbaren Betrag durch etwa 4,33 teilen. So berücksichtigen Sie, dass ein durchschnittlicher Monat länger als vier Wochen dauert. Wenn Sie lieber mit vier Wochen planen, halten Sie einen Teil des Geldes für die zusätzlichen Monatstage zurück. Geben Sie nicht den gesamten Monatsbetrag in den ersten vier Wochen aus.
Prüfen Sie Ihr Budget wöchentlich
Legen Sie einen festen Zeitpunkt in der Woche fest, an dem Sie Belege und Kontobewegungen prüfen. Notieren Sie, was Sie ausgegeben haben, und rechnen Sie aus, wie viel für den Rest des Monats bleibt. Ein kurzer Blick auf den Kontostand allein genügt nicht: Davon können noch Rechnungen oder Kartenzahlungen abgehen.
Vergleichen Sie am Monatsende die geplanten Beträge mit Ihren tatsächlichen Ausgaben. Wenn eine Kategorie regelmäßig teurer ausfällt, passen Sie den Plan für den nächsten Monat an. Prüfen Sie auch, ob ein fester Vertrag noch gebraucht wird oder ob sich eine günstigere Variante finden lässt. Kürzen Sie nicht einfach bei notwendigen Ausgaben, wenn der Engpass dadurch bestehen bleibt.
Planen Sie Einkäufe und Mahlzeiten
Sehen Sie vor dem Einkauf im Kühlschrank und Gefrierfach nach und prüfen Sie auch den Vorratsschrank. Planen Sie einige Mahlzeiten mit dem, was bereits da ist, und schreiben Sie nur die fehlenden Zutaten auf eine Einkaufsliste. Das senkt das Risiko, Lebensmittel doppelt zu kaufen oder spontan noch einmal zum Laden zu gehen.
Ein geplanter Wocheneinkauf kann zusätzliche Besorgungen verringern. Er lohnt sich aber nur, wenn die gekauften Mengen auch verbraucht werden. Vergleichen Sie den Grundpreis und kaufen Sie größere Packungen nur, wenn Sie den Inhalt aufbrauchen oder passend lagern können. Planen Sie Reste als weitere Mahlzeit ein und frieren Sie geeignete Portionen ein. Frische Lebensmittel können Sie früher in der Woche verwenden, länger haltbare Zutaten später.
Finanzielle Unterstützung früh prüfen
Wenn nach der Priorisierung Geld für Miete, Energie, Lebensmittel oder Medikamente fehlt, lässt sich die Lücke nicht immer durch weitere Kürzungen schließen. Prüfen Sie mögliche staatliche oder kommunale Unterstützung. Ob ein Anspruch besteht, hängt von Ihrer persönlichen Lage und den geltenden Voraussetzungen ab.
Bei Zahlungsrückständen oder drohenden Mietproblemen hilft eine unabhängige Schuldnerberatung, die nächsten Schritte zu planen. Warten Sie damit nicht, bis mehrere Mahnungen eingetroffen sind. Beratungsstellen können auch dabei helfen, die offenen Forderungen und vorhandenen Ansprüche zu ordnen.