Wenn Sie spontan einkaufen und abends noch überlegen müssen, was es zu essen gibt, kosten diese Entscheidungen Zeit und führen oft zu zusätzlichen Ausgaben. Mit einer Wochenplanung stimmen Sie Termine, Vorräte, Mahlzeiten und Besorgungen aufeinander ab. So kaufen Sie gezielter ein und haben an vollen Tagen eine passende Mahlzeit parat.
Wie viel Geld und Zeit ein Haushalt spart, lässt sich nicht pauschal beziffern. Sie sparen vor allem, wenn Sie unnötige Einkäufe vermeiden, bereits gekaufte Lebensmittel verwenden und Wege bündeln.
Planen Sie Mahlzeiten und Einkauf
Prüfen Sie zuerst Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank. Notieren Sie, welche Lebensmittel bald aufgebraucht werden sollten, und wählen Sie dazu passende Gerichte. Danach erstellen Sie eine Einkaufsliste mit den benötigten Zutaten und Mengen. So sinkt das Risiko, Lebensmittel doppelt zu kaufen oder mehr mitzunehmen, als Sie tatsächlich verbrauchen.
Richten Sie die Mahlzeiten nach Ihren Terminen aus. Für einen vollen Abend passt ein schnelles Gericht, für einen ruhigeren Tag ein Essen, das etwas mehr Vorbereitung braucht. Planen Sie frische Zutaten eher für den Wochenanfang und länger haltbare Lebensmittel für später ein. Sie müssen dabei nicht jede Mahlzeit festlegen: Einige geplante Gerichte und ein oder zwei flexible Tage reichen als Orientierung.
Eine Einkaufsliste hilft, den Einkauf auf den Bedarf zu begrenzen. Eine Studie zum Online-Lebensmitteleinkauf stellte fest, dass Personen mit Einkaufsliste weniger Artikel kauften. Eine Untersuchung fand auch etwas niedrigere Ausgaben. Daraus lässt sich keine feste Ersparnis für den Einkauf im Laden oder für jeden Haushalt ableiten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt außerdem, Angebote und Großpackungen nur dann zu nutzen, wenn Sie die Menge wirklich aufbrauchen.
Kochen Sie mit Resten
Planen Sie Reste gleich mit ein. Kochen Sie etwa eine Portion mehr und essen Sie sie am nächsten Tag oder frieren Sie sie für einen späteren Abend ein. Übrig gebliebenes Essen kann auch als Mahlzeit für unterwegs dienen. So steht an einem stressigen Tag etwas bereit, und ein spontaner Imbiss wird weniger wahrscheinlich.
Lassen Sie im Wochenplan Platz für Änderungen. Wenn sich ein Termin ändert, tauschen Sie zwei Gerichte oder verwenden Sie die Zutaten an einem anderen Tag. Eine Auswertung mehrerer Studien zu Lebensmittelabfällen zeigt unterschiedliche Ergebnisse: Manche Studien verbinden Essensplanung mit weniger weggeworfenen Lebensmitteln, andere finden keinen klaren Zusammenhang. Richten Sie den Plan daher nach Ihren Vorräten und Ihrem Alltag aus.
Das Umweltbundesamt gibt für 2022 rund 74,5 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Kopf in privaten Haushalten an. Darin sind auch Abfälle enthalten, die sich nicht vollständig vermeiden lassen. Die Zahl zeigt, wie viel Lebensmittel private Haushalte pro Kopf wegwerfen. Sie sagt aber nicht voraus, wie viel ein einzelner Haushalt durch Wochenplanung einspart.
Bündeln Sie Besorgungen
Sammeln Sie nicht dringende Besorgungen. Wenn Wege und Öffnungszeiten passen, erledigen Sie sie zusammen mit dem geplanten Einkauf oder einer ohnehin anstehenden Fahrt. Notieren Sie beispielsweise auf derselben Liste, dass Sie beim Einkauf auch ein benötigtes Haushaltsmittel mitnehmen wollen. So vergessen Sie offene Erledigungen seltener und müssen weniger spontan entscheiden, wann Sie sie erledigen.
Das Zusammenlegen passt nicht zu jeder Woche. Wenn Arbeitszeiten schwer planbar sind, der Einkauf zu Fuß erfolgt oder schwere Taschen ein Problem darstellen, ist ein zusätzlicher Termin oft unpraktisch. Wählen Sie eine Lösung, die zu Ihrer Mobilität und Ihrem Alltag passt.
Teilen Sie die Wochenplanung in kurze Blöcke
Für den Anfang reicht eine kurze Planung. Die folgenden Zeiten sind praktische Richtwerte, keine wissenschaftlich geprüfte Vorgabe.
| Planungsblock | Was Sie tun |
|---|---|
| Wochenüberblick, etwa 10 Minuten | Termine ansehen, schnelle Gerichte für volle Tage vorsehen und klären, an welchen Tagen Sie zu Hause essen. |
| Vorräte und Einkauf, etwa 10 Minuten | Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank prüfen. Danach die Einkaufsliste mit Mengen schreiben. |
| Kochen und Reste, flexibel | Ein Gericht mit geplanter Resteverwendung einplanen und frische Zutaten eher früher in der Woche verwenden. |
| Besorgungen, ein gemeinsamer Terminblock | Nicht dringende Erledigungen sammeln und passende Wege miteinander verbinden. |
Wenn die Woche wenig Spielraum lässt, planen Sie nur die nächste Mahlzeit und den nächsten Einkauf. Eine kurze Übersicht, die Sie regelmäßig nutzen, hilft mehr als ein detaillierter Plan, den Sie kaum einhalten können.