Ungeplante Einkäufe lassen sich durch eine feste Routine begrenzen: Prüfen Sie zu Hause Ihre Vorräte und planen Sie die nächsten Mahlzeiten. Notieren Sie anschließend, was fehlt. So wissen Sie vor dem Einkauf, was Sie brauchen, bevor Sonderangebote und Verkaufsreize Ihre Entscheidung beeinflussen.
Eine Einkaufsliste hilft Ihnen, den Überblick zu behalten, verhindert spontane Käufe aber nicht sicher. In einer Studie mit virtuellen Lebensmitteleinkäufen kauften Personen mit einer geschriebenen Liste weniger Artikel. Die Ergebnisse zeigen weder eine feste Ersparnis noch denselben Effekt bei jedem Einkauf.
Planen Sie vor dem Einkauf
Legen Sie einen regelmäßigen Zeitpunkt fest, an dem Sie den nächsten Einkauf vorbereiten. Ein kurzer Blick in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank zeigt, was noch da ist und bald verbraucht werden sollte. Ergänzen Sie die Liste erst danach. So kaufen Sie weniger doppelt und können verderbliche Lebensmittel rechtzeitig einplanen.
Planen Sie Mahlzeiten passend zu Ihrem Alltag. Für Tage mit wenig Zeit eignen sich einfache Gerichte oder Reste; für andere Tage können Sie aufwendiger kochen. Sie müssen nicht jede Mahlzeit festlegen. Ein grober Plan für die kommenden Tage reicht, um Zutaten und Mengen besser einzuschätzen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt ebenfalls, Vorräte und Essensplanung mit einer Einkaufsliste zu verbinden.
Schreiben Sie eine konkrete Liste
Notieren Sie neben dem Produkt auch die benötigte Menge, wenn das beim Einkauf hilft. „Tomaten“ ist weniger eindeutig als „Tomaten für das geplante Gericht“. Bei Haushaltsartikeln können Sie den Anlass ergänzen, etwa „Batterien für die Fernbedienung“. Das erleichtert die Entscheidung, ob ein Artikel wirklich gebraucht wird.
Ein geschätztes Gesamtbudget ersetzt die Liste nicht. In einer Studie zu Online-Lebensmitteleinkäufen verringerte eine Liste die Zahl der gekauften Artikel; eine bloße Schätzung der Gesamtausgaben zeigte in einem der Experimente diesen Effekt nicht. Ein Budget kann trotzdem festlegen, wie viel Sie ausgeben möchten. Mit der Liste setzen Sie diesen Rahmen beim Einkauf um.
Begrenzen Sie spontane Extras
Ungeplante Käufe sind nicht automatisch unnötig. Vielleicht fällt Ihnen erst im Laden auf, dass ein benötigter Artikel fehlt. Entscheiden Sie deshalb vorher, welche Ausnahmen sinnvoll sind. Notwendige Ergänzungen dürfen direkt in den Korb. Andere Wünsche notieren Sie zunächst auf einer Merkliste und prüfen sie beim nächsten Planungstermin erneut.
Wenn Sie Angebote oder Großpackungen sehen, vergleichen Sie sie mit Ihrem tatsächlichen Bedarf. Ein günstiger Stückpreis spart nichts, wenn die Ware ungenutzt bleibt oder verdirbt. Auch ein kleiner Spielraum für Extras kann den Plan alltagstauglicher machen. Legen Sie selbst fest, was für Ihren Haushalt passt, statt jede spontane Entscheidung als Scheitern zu behandeln.
Verkaufsreize im Supermarkt machen zusätzliche Käufe leichter. Gehen Sie deshalb möglichst mit fertiger Liste einkaufen und vermeiden Sie es, hungrig loszugehen, wenn das für Sie ein Auslöser ist. Einkäufe zu bündeln, statt wegen einzelner Kleinigkeiten immer wieder loszufahren, kann ebenfalls zusätzliche Gelegenheiten für spontane Ausgaben verringern.
Prüfen Sie ungeplante Käufe
Sehen Sie nach dem Einkauf kurz auf den Kassenbon. Welche Artikel standen nicht auf der Liste? Wenn bestimmte Extras regelmäßig auftauchen, überlegen Sie, ob sie tatsächlich gebraucht werden oder ob ein bestimmter Verkaufsreiz dahintersteht. Bei echtem Bedarf nehmen Sie den Artikel beim nächsten Mal in die Planung auf. Andernfalls hilft die Merkliste, den Kauf zu vertagen.
Für Kleidung, Dekoration oder Haushaltsgeräte lässt sich dieselbe Grundidee nutzen: Schreiben Sie auf, was fehlt und wofür Sie es brauchen, bevor Sie stöbern oder einkaufen. Die stärksten Forschungsergebnisse zu Einkaufslisten betreffen allerdings Lebensmittel. Für andere Haushaltskäufe gibt es keine ebenso klare Grundlage, und eine feste Routine garantiert auch dort keine bestimmte Ersparnis.