Wenn am Monatsende wenig übrig bleibt, prüfen Sie zuerst Ihre regelmäßigen Ausgaben. Wo Sie sparen können, hängt von Ihrer Wohnsituation, Ihrem Verbrauch und Ihren Gewohnheiten ab.

Bei Einkäufen, beim Heizen und Stromverbrauch sowie bei laufenden Verträgen können Sie mit den acht Tipps sparen. Wie viel Sie sparen, ist von Haushalt zu Haushalt verschieden.

1. Ausgaben sichtbar machen

Notieren Sie einen Monat lang, was tatsächlich vom Konto abgeht und was Sie bar bezahlen. Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Monatsübersicht reicht. Teilen Sie die Ausgaben in Bereiche wie Lebensmittel, Mobilität, Freizeit und Verträge ein. So erkennen Sie, wo regelmäßig mehr Geld ausgegeben wird als gedacht.

Prüfen Sie anschließend die größten Ausgaben, die sich von Monat zu Monat ändern, und setzen Sie dafür ein konkretes Monatsbudget fest. Wenn Sie zum Beispiel häufig spontan einkaufen, hilft ein festes Lebensmittelbudget mehr als ein pauschaler Sparvorsatz.

2. Einkäufe planen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank. Planen Sie Mahlzeiten mit dem, was bereits da ist, und schreiben Sie nur die noch benötigten Zutaten auf. Das verringert spontane Zusatzkäufe und verhindert, dass verderbliche Lebensmittel ungenutzt bleiben.

Vergleichen Sie bei größeren Packungen den Preis pro Kilogramm oder Liter. Kaufen Sie die größere Menge nur, wenn Sie sie rechtzeitig verbrauchen oder passend lagern können. Ein niedrigerer Grundpreis spart kein Geld, wenn ein Teil der Ware verdirbt.

3. Reste rechtzeitig verwerten

Lagern Sie übrig gebliebenes Essen zeitnah im Kühlschrank oder frieren Sie es ein, wenn es sich dafür eignet. Legen Sie Reste an einen festen Platz im Kühlschrank, damit Sie sie beim nächsten Essen sehen. Aus gekochtem Gemüse, Reis oder Nudeln lässt sich oft noch eine weitere Mahlzeit zusammenstellen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Qualitätsangabe. Prüfen Sie nach Ablauf des Datums Aussehen, Geruch und, wenn das Lebensmittel unauffällig ist, auch den Geschmack, statt es automatisch wegzuwerfen. Das Verbrauchsdatum auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fleisch oder Fisch ist dagegen eine Sicherheitsgrenze und sollte beachtet werden.

4. Heizung passend einstellen

Senken Sie die Raumtemperatur, wenn Sie sich dort nicht aufhalten oder schlafen. Als Orientierung nennt die Verbraucherzentrale etwa 20 Grad im Wohnzimmer, 18 Grad im Schlafzimmer und 16 Grad in wenig genutzten Räumen. Ein Grad weniger Raumtemperatur kann den Heizverbrauch als Faustregel um etwa sechs Prozent senken. Die tatsächliche Wirkung hängt vom Gebäude und der Nutzung ab.

Lassen Sie Räume nicht unter 16 Grad auskühlen. Kalte Räume erhöhen das Schimmelrisiko, besonders wenn feuchte Luft aus anderen Zimmern hineingelangt. In einer Mietwohnung mit zentral gesteuerter Heizung sind die eigenen Einstellmöglichkeiten zudem begrenzt.

5. Strom gezielt einsparen

Kleine Änderungen beim Waschen, Spülen und Kochen senken den Stromverbrauch, ohne dass Sie Geräte ersetzen müssen. Starten Sie Waschmaschine und Geschirrspüler möglichst gut gefüllt. Nutzen Sie bei der Spülmaschine das Eco-Programm und waschen Sie geeignete Kleidung bei 30 Grad. Lufttrocknen spart den Strom des Wäschetrockners.

Prüfen Sie auch die Kühlschranktemperatur: Stellen Sie den Kühlschrank so ein, dass es im oberen Fach etwa 7 Grad hat. Als Faustregel gilt: Jedes Grad, um das Sie den Kühlschrank kälter einstellen, erhöht den Stromverbrauch um rund sechs Prozent. Beim Kochen spart ein Deckel Energie; im Wasserkocher erhitzen Sie nur die benötigte Wassermenge.

6. Warmwasser beim Duschen sparen

Wenn Sie kürzer duschen und weniger Wasser verbrauchen, brauchen Sie weniger Warmwasser und damit auch weniger Energie zum Erhitzen. Ein Sparduschkopf reduziert den Durchfluss zusätzlich. Wie viel Sie dadurch sparen, hängt vom Duschkopf und Ihrer bisherigen Nutzung ab. Besonders deutlich wirkt sich eine Verringerung des Warmwasserverbrauchs aus, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird.

Ändern Sie die Temperatur eines Warmwasserspeichers nicht eigenmächtig. Dabei spielen auch hygienische Anforderungen eine Rolle. Halten Sie sich an die Hinweise des Vermieters, des Versorgers oder des Geräteherstellers.

7. Strom- und Gastarife vergleichen

Nehmen Sie für einen Tarifvergleich den Jahresverbrauch aus Ihrer letzten Abrechnung. Vergleichen Sie mehrere Angebote und achten Sie auf den Grundpreis, also die feste Gebühr, und den Arbeitspreis, also den Preis pro Kilowattstunde. Prüfen Sie auch Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie. Vergleichsportale listen nicht zwingend alle Anbieter.

Vergleichen Sie die Tarife zunächst ohne einmalige Boni. Manche Angebote sind im ersten Jahr günstig und danach deutlich teurer; außerdem gelten für Bonuszahlungen oft Bedingungen. Wer einen Bonus nutzt, sollte Auszahlungsvoraussetzungen und Kündigungsfrist im Kalender festhalten.

8. Laufende Abbuchungen prüfen

Prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und überlegen Sie, welche Abos und Verträge Sie noch brauchen. Kündigen Sie Angebote, die Sie nicht mehr brauchen, und kontrollieren Sie anschließend, ob die Abbuchungen tatsächlich enden. Auch nach einer Kündigung lohnt sich ein Blick auf die folgenden Kontoauszüge.

Achten Sie bei der Prüfung auf jährliche Zahlungen, die leicht übersehen werden, weil sie nicht jeden Monat abgebucht werden. Notieren Sie Kündigungsfristen und den nächsten Zahlungstermin, damit Sie Verträge rechtzeitig überprüfen können.