Wenn Sie einen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler ersetzen, zählen neben dem Kaufpreis auch der Strom- und Wasserverbrauch sowie die passenden Maße. Rechnen Sie außerdem mit Kosten für Lieferung, Anschluss und Mitnahme des Altgeräts.

Suchen Sie zuerst Geräte aus, die zu Ihrem Haushalt und zum verfügbaren Platz passen. Vergleichen Sie danach den Kaufpreis und die voraussichtlichen Betriebskosten.

Gesamtkosten vergleichen

Ein niedriger Kaufpreis spart nur dann Geld, wenn das Gerät im Betrieb nicht deutlich teurer ist. Für einen ersten Vergleich multiplizieren Sie den angegebenen Stromverbrauch mit Ihrem Strompreis. Bei Geräten, die Wasser verbrauchen, gehört auch der Wasserverbrauch in die Rechnung. Vergleichen Sie die Modelle über denselben Zeitraum und mit denselben Annahmen.

Ein Rechenbeispiel der Verbraucherzentrale vom Juli 2025 zeigt die Größenordnung: Eine alte Kühl-Gefrierkombination kann etwa 400 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen, ein effizientes Neugerät höchstens 150 Kilowattstunden. Bei dem in der Rechnung angenommenen Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde entspricht der Unterschied von mindestens 250 Kilowattstunden mindestens 100 Euro im Jahr. Das Beispiel zeigt eine mögliche Größenordnung, sagt aber nicht voraus, wie viel jeder Haushalt spart. Entscheidend sind der Verbrauch Ihres alten Geräts, der Preis des neuen und Ihr Stromtarif.

Vergleichen Sie außerdem den Endpreis. Rechnen Sie neben dem Gerätepreis auch mit Kosten für Lieferung und Anschluss sowie für die Entsorgung des Altgeräts. Nicht jedes Angebot umfasst dieselben Leistungen. Der Gerätepreis allein zeigt daher nicht, was Sie am Ende bezahlen.

Energielabel richtig lesen

Das EU-Energielabel stuft Geräte auf einer Skala von A bis G ein und nennt je nach Gerätegruppe weitere Verbrauchswerte. Vergleichen Sie den konkreten Verbrauchswert und nicht nur den Klassenbuchstaben. Achten Sie darauf, Modelle derselben Geräteart und ähnlicher Größe gegenüberzustellen.

Bei Waschmaschinen nennt das Label unter anderem den Stromverbrauch für 100 Waschzyklen im Programm Eco 40–60 und den Wasserverbrauch je Waschgang. Außerdem weist es die Programmdauer und die Füllmenge aus. Diese Werte beruhen auf festgelegten Prüfbedingungen. Im Alltag hängen Verbrauch und Kosten auch davon ab, wie oft Sie waschen und welches Programm Sie wählen.

Der QR-Code auf dem Label führt zur EU-Produktdatenbank EPREL mit weiteren Angaben zum jeweiligen Modell. Ältere Geräte tragen möglicherweise noch Plusklassen wie A+++. Bei Kühlschränken, Geschirrspülern und Waschmaschinen ersetzte 2021 die Skala A bis G diese Kennzeichnung. Die Buchstaben auf alten und neuen Labels lassen sich nicht direkt vergleichen.

Passende Gerätegröße wählen

Ein zu großes Gerät nimmt unnötig viel Platz ein und kann mehr Energie verbrauchen. Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viel Fassungsvermögen Sie tatsächlich benötigen. Messen Sie den Stellplatz und kontrollieren Sie die Maße der Türen und Transportwege, durch die das Gerät muss.

Für Kühlschränke nennt die Verbraucherzentrale als Richtwert etwa 100 bis 150 Liter Nutzinhalt für ein bis zwei Personen und rund 50 Liter zusätzlich pro weiterer Person. Mehr Volumen erhöht den Stromverbrauch: Laut Verbraucherzentrale verbrauchen 100 Liter zusätzlich etwa 20 Prozent mehr Strom. Diese Werte dienen zur Orientierung; der tatsächliche Bedarf hängt vom Haushalt ab.

Bei Waschmaschinen reichen für Singles und Paare häufig 5 bis 6 Kilogramm Fassungsvermögen; Familien benötigen oft 7 bis 8 Kilogramm. Eine größere Trommel ist nur dann sinnvoll, wenn Sie regelmäßig genug Wäsche für volle Ladungen haben. Waschen Sie überwiegend kleine Ladungen, bleibt ein Teil der Trommel ungenutzt.

Geschirrspüler gibt es häufig mit 60 Zentimetern Breite und Platz für 12 Maßgedecke, also normierte Gedecke für jeweils eine Person; schmale Modelle sind 45 Zentimeter breit und bieten Platz für 8 bis 9 Maßgedecke. Ein schmales Modell spart Platz, ist laut Verbraucherzentrale aber nicht automatisch günstiger in Anschaffung und Betrieb. Prüfen Sie deshalb neben der Breite auch, ob Töpfe und Schüsseln hineinpassen und wie häufig Sie das Gerät nutzen.

Qualität und Reparierbarkeit prüfen

Ein hoher Preis ist kein verlässlicher Beleg für bessere Qualität. Bei Waschmaschinen fand Stiftung Warentest keinen einfachen Zusammenhang zwischen Verkaufspreis und Waschleistung oder Haltbarkeit. Vergleichen Sie deshalb konkrete Testergebnisse und achten Sie darauf, was geprüft wurde, etwa Verbrauch, Schutz vor Wasserschäden und wie leicht sich das Gerät reparieren lässt.

Auch die laufenden Kosten können sich deutlich unterscheiden. In einem Waschmaschinenvergleich von Stiftung Warentest unterschieden sich die Strom- und Wasserkosten der untersuchten Modelle über zehn Jahre um mehr als 400 Euro. Dieser Wert gilt für das damalige Testfeld und ist keine feste Ersparnis für jeden Haushalt.

Prüfen Sie bei einem Defekt zunächst, was eine Reparatur kostet und ob passende Ersatzteile erhältlich sind. Ein Neukauf lohnt sich besonders dann, wenn das alte Gerät viel verbraucht und die Reparatur teuer wäre. Bei moderaten Reparaturkosten kann die Instandsetzung die günstigere Wahl sein. Auch beim Neukauf ist Reparierbarkeit ein sinnvolles Vergleichskriterium.

Fehlkäufe bei Haushaltsgeräten vermeiden

Berücksichtigen Sie beim Vergleich den Kaufpreis und die laufenden Strom- und Wasserkosten sowie mögliche Zusatzkosten. Prüfen Sie außerdem, ob das Gerät groß genug ist und wie hoch sein Verbrauch in dieser Größenklasse ausfällt. Ein schmaler Geschirrspüler ist ebenfalls nicht automatisch günstiger, denn die geringere Breite senkt die Kosten nicht zwingend.

Prüfen Sie vor dem Austausch außerdem den Verbrauch des vorhandenen Geräts. Bei älteren Kühl- und Gefriergeräten kann ein Vergleich mit einem sparsamen Neugerät besonders aufschlussreich sein. Bei Waschmaschinen und Geschirrspülern hängt die mögliche Ersparnis stärker von Nutzung, Verbrauch und Kaufpreis ab. Ein pauschaler Wechsel allein wegen des Alters ist daher keine sichere Sparregel.

Prüfen Sie vor dem Kauf gebrauchter oder überholter Geräte ihren Zustand und ob alle Teile vorhanden sind. Klären Sie auch, ob Sie das Gerät zurückgeben können und welche Garantie gilt. Kaufen Sie ein Modell erst, wenn klar ist, welche Leistungen der Verkäufer übernimmt und welche Kosten für Lieferung oder Anschluss zusätzlich anfallen.