Wenn Sie regelmäßig mehr kaufen als geplant oder Lebensmittel verderben, prüfen Sie zuerst Ihre Vorräte. Legen Sie danach Mahlzeiten und Mengen fest und kaufen Sie gezielt ein. So vermeiden Sie Doppelkäufe und nehmen eher nur mit, was Sie brauchen.
Der Grundpreis zeigt, was ein Produkt pro Kilogramm oder Liter kostet. Zusammen mit einem passenden Essensplan und einer Einkaufsliste hilft er Ihnen, günstig einzukaufen, ohne sich von Angeboten zum Kauf verleiten zu lassen.
Planen Sie Mahlzeiten passend zur Woche
Planen Sie nur die Mahlzeiten, für die Sie tatsächlich einkaufen müssen. Prüfen Sie vorher Ihre Termine und überlegen Sie, an welchen Tagen Zeit zum Kochen bleibt. Für einen vollen Tag passt ein schnelles Gericht oder eine geplante Restemahlzeit besser als ein aufwendiges Rezept.
Nutzen Sie Lebensmittel, die Sie schon zu Hause haben. Liegt noch Gemüse im Kühlschrank, planen Sie es für die nächsten Tage ein. Verwenden Sie empfindliche Zutaten eher zu Wochenbeginn; länger haltbares Gemüse eignet sich später. Wenn Sie Zutaten in mehreren Gerichten verwenden, brauchen Sie weniger verschiedene Produkte. Aus einer Packung Hülsenfrüchte kann zum Beispiel eine Mahlzeit entstehen, während der Rest am Folgetag in einem Salat oder einer Suppe landet.
Prüfen Sie Vorräte und Mengen
Sehen Sie vor dem Schreiben der Einkaufsliste in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank nach. Notieren Sie, was bald verbraucht werden sollte und was für die geplanten Mahlzeiten bereits vorhanden ist. Danach schreiben Sie nur die fehlenden Zutaten auf.
Wählen Sie die Mengen danach, wie viele Personen mitessen und wie viel sie tatsächlich essen. Eine Großpackung ist nur dann günstig, wenn Sie sie aufbrauchen und richtig lagern können. Sonst zahlen Sie für Lebensmittel, die später im Müll landen. Planen Sie Reste bewusst ein, statt pauschal zu große Portionen einzukaufen.
Vergleichen Sie Grundpreise
Achten Sie beim Einkauf auf den Grundpreis neben dem Packungspreis. Er zeigt den Preis für dieselbe Menge, meist ein Kilogramm oder einen Liter, auch wenn die Packungen unterschiedlich groß sind. So sehen Sie, ob die größere Packung tatsächlich günstiger ist. Vergleichen Sie dabei möglichst ähnliche Produkte, etwa dieselbe Lebensmittelart und eine vergleichbare Qualität.
Ein Rabattaufkleber sagt allein wenig über den besten Preis aus. In einem Marktcheck der Verbraucherzentralen waren 15 von 27 untersuchten Vergleichsprodukten trotz Rabatt zum regulären Preis günstiger. Die Untersuchung bezog sich auf Kühlwaren in zehn Supermärkten in vier Bundesländern und lässt sich nicht auf alle Produkte übertragen. Sie zeigt aber, warum der Blick auf den Grundpreis auch bei Angeboten sinnvoll ist.
Kaufen Sie größere Mengen nur, wenn Sie den Bedarf absehen und die Ware aufbewahren können. Das gilt besonders für frische Produkte mit kurzer Haltbarkeit. Ein niedrigerer Preis pro Kilogramm spart nichts, wenn ein Teil verdirbt.
Machen Sie den Einkauf zur Routine
Ein geplanter Haupteinkauf pro Woche kann spontane Zusatzkäufe verringern. Das muss nicht bedeuten, dass Sie alles für sieben Tage auf einmal kaufen. Wenn frische Zutaten früher aufgebraucht sind oder wenig Stauraum vorhanden ist, kann ein gezielter Nachkauf sinnvoll sein.
Gehen Sie dabei in dieser Reihenfolge vor:
- Termine und Kochzeit für die kommende Woche prüfen.
- Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank durchsehen.
- Mahlzeiten und realistische Mengen festlegen.
- Fehlende Zutaten auf die Einkaufsliste setzen.
- Im Laden Grundpreise vergleichen und nur passende Mengen kaufen.
- Nach dem Einkauf den Kassenbon prüfen und Reste für die nächste Planung notieren.
Auf dem Kassenbon sehen Sie, welche Produkte besonders viel kosten. Wenn bestimmte Zutaten regelmäßig übrig bleiben oder ein Einkaufsposten überraschend teuer ist, passen Sie den Plan für die nächste Woche an. So entsteht nach und nach eine Routine, die zu Ihrem Haushalt passt.