Für die regelmäßige Reinigung genügen meist Spülmittel gegen Fett und Allzweckreiniger gegen Staub und gewöhnlichen Schmutz. Bei Kalk oder eingebrannten Belägen hilft oft ein Spezialreiniger. Welches Mittel passt, hängt vom Schmutz und vom Material ab.
Hausmittel sind nicht automatisch schonender oder sicherer: Essigessenz kann ätzend wirken und Armaturen beschädigen. Ein Spezialreiniger lohnt sich, wenn er das Problem besser löst und für die Oberfläche oder das Gerät geeignet ist.
Erst Schmutz und Oberfläche prüfen
Fett, Kalk und eingebrannte Speisereste brauchen unterschiedliche Reiniger. Laut einem Test der Stiftung Warentest entfernt ein Allzweckreiniger vor allem Fett und Staub. Bei Kalk schnitten viele geprüfte Produkte schlechter ab. Das galt auch für Stärkereste und klebrige Rückstände. Allzweckreiniger lösen Fett und Staub meist besser als diese Verschmutzungen.
Prüfen Sie vor dem Reinigen auch das Material. Säure greift Marmor und andere säureempfindliche Oberflächen an. Testen Sie unbekannte Reiniger zuerst an einer unauffälligen Stelle. Bei Geräten gilt die Gebrauchsanweisung: Ein Reiniger für Fliesen eignet sich nicht automatisch für Dichtungen oder Teile im Inneren des Geräts.
Wann Spülmittel und Allzweckreiniger reichen
Für Fett- und Staubspuren auf geeigneten glatten Flächen genügt meist ein verdünnter Allzweckreiniger. Bei Geschirr und passenden Arbeitsflächen reicht oft Spülmittel. Wischen Sie frische Spritzer möglichst bald weg. Eingetrocknete Reste lassen sich schwerer entfernen. Weichen Sie Verschmutzungen ein und wischen Sie mit einem weichen Tuch. So brauchen Sie weniger Kraft.
Bei leichten Kalkrändern auf säurebeständigen Flächen hilft ein saurer Reiniger; je nach Verschmutzung kann auch Zitrone genügen. Wischen Sie die Fläche anschließend trocken, damit sich weniger neue Ablagerungen bilden. Verwenden Sie saure Mittel nicht auf Marmor und prüfen Sie bei Armaturen die Materialhinweise.
| Aufgabe | Was meist genügt | Wann ein Spezialreiniger sinnvoll ist |
|---|---|---|
| Alltägliches Fett und Staub | Spülmittel oder verdünnter Allzweckreiniger | Bei älteren, starken Fettablagerungen kann ein Küchen- oder Fettlöser besser passen. |
| Leichte Kalkränder | Geeigneter saurer Reiniger oder ein passendes Hausmittel | Bei starken Ablagerungen kann ein Bad- oder Kalkreiniger wirksamer sein. |
| Frische Ofenspritzer | Den noch warmen, nicht heißen Ofen feucht auswischen; bei Bedarf Spülmittel verwenden | Bei älteren, eingebrannten Belägen kann ein Backofenreiniger helfen. |
| Kalk in Kaffeemaschinen | Nach der Geräteanleitung vorgehen | Ein für das konkrete Modell freigegebener Entkalker ist die passende Wahl, wenn der Hersteller ihn empfiehlt. |
Wann sich Spezialreiniger lohnen
Ein Spezialreiniger lohnt sich, wenn er für den Schmutz geeignet ist und die Oberfläche ihn verträgt. Bei starkem Kalk kann ein Kalkreiniger besser arbeiten als ein Allzweckreiniger. In einem Test der Stiftung Warentest löste ein guter Badreiniger nach zehn Minuten fast die gesamte geprüfte Kalkseife; bei den besten getesteten Allzweckreinigern hatte sich nach 30 Minuten kaum etwas getan. Die Testergebnisse beziehen sich auf die geprüften Produkte und Bedingungen.
Auch bei eingebranntem Fett kann ein Backofenreiniger die Arbeit erleichtern. Ein Test von 14 Backofen- und Grillreinigern aus dem Jahr 2023 bewertete drei Produkte insgesamt gut, acht befriedigend und drei mangelhaft. Die getesteten Reiniger schnitten also sehr unterschiedlich ab. Die Tester weisen außerdem auf mögliche Verätzungen hin. Tragen Sie bei solchen Reinigern die auf dem Etikett genannte Schutzausrüstung, etwa Handschuhe und gegebenenfalls eine Schutzbrille. Prüfen Sie auch, ob das Produkt für Ihren Ofen geeignet ist. Manche Reiniger dürfen nicht in Öfen mit Selbstreinigungsfunktion verwendet werden.
Wo Hausmittel an Grenzen stoßen
Ob ein Hausmittel passt, hängt von Verschmutzung und Oberfläche ab: Spülmittel löst Fett, während ein geeignetes saures Mittel Kalk angreifen kann. Bei selbst gemischten Reinigern ist die richtige Dosierung oft unklar. Das Umweltbundesamt weist deshalb darauf hin, dass sich ihre Umweltwirkung schwer einschätzen lässt.
Essigessenz ist besonders vorsichtig zu verwenden: Sie kann ätzend sein und verchromte Teile oder Armaturen schädigen. Auch natürliche Inhaltsstoffe sind nicht automatisch unbedenklich. Limonen aus Orangenöl kann Allergien auslösen. Die verfügbaren Produkttests zeigen nicht, ob Natron oder Soda für alle Oberflächen und Aufgaben geeignet sind.
Geräte und Hygiene beachten
Entkalken Sie Kaffeemaschinen nach der Anleitung des Herstellers. Bosch rät bei seinen Geräten von Essig ab und empfiehlt eigene Entkalker. Diese Empfehlung gilt für Bosch-Geräte. Verwenden Sie bei Ihrem Gerät nur Mittel, die der Hersteller für das jeweilige Modell freigibt.
Für die normale Hygiene im Haushalt sind Desinfektionsmittel in der Regel nicht nötig. Nach Einschätzung des Umweltbundesamts reichen übliche Reinigungsmittel meist aus. Regelmäßiges Reinigen, saubere und trockene Tücher sowie Lüften sind für den Alltag die passendere Grundlage. Desinfektionsmittel kommen nur bei einem konkreten Anlass und nach ärztlicher Rücksprache infrage.