Ein unordentliches Zuhause belastet das Wohlbefinden. Eine Studie der University of East London zeigt: Unordnung und schlechte Stimmung hängen deutlich zusammen. Das Gehirn arbeitet am besten, wenn Ordnung und Chaos im Gleichgewicht sind. Klare Regeln und feste Plätze schaffen dauerhafte Ordnung. Einmaliges Aufräumen reicht nicht. Sechs Tipps halten Ihr Zuhause übersichtlich und helfen, Dinge wiederzufinden, bevor Sie sie neu kaufen.
Nach Kategorien aufräumen
Bei der KonMari-Methode von Marie Kondo sortieren Sie nach Kategorien statt nach Räumen. Beginnen Sie mit Kleidung. Danach kommen Bücher, Papier, gemischte Gegenstände und Erinnerungsstücke. Wenn Sie alle Kleidungsstücke aus dem ganzen Haus an einem Ort sammeln, sehen Sie, wie viel Sie tatsächlich besitzen. Diese Methode verhindert, dass Sie denselben Gegenstand mehrfach kaufen, weil Sie ihn nicht wiederfinden.
Jeder Gegenstand braucht einen festen Platz
Jedes Teil braucht einen festen Platz, damit die Ordnung dauerhaft bleibt. Wählen Sie einen logischen Platz: Die Schlüssel gehören in die Nähe der Tür, die Fernbedienung auf den Beistelltisch, die Schere in die Küchenschublade. Legen Sie jeden Gegenstand nach dem Benutzen zurück. Dann bleibt der Raum aufgeräumt, ohne dass Sie täglich neu sortieren müssen. Ein fester Platz bedeutet auch, dass Sie wissen, wo Sie etwas suchen müssen.
Nur behalten, was Freude macht
Fragen Sie sich bei jedem Teil, das Sie sortieren: Gefällt es mir wirklich? Brauche ich es jetzt? Alles, was keine Freude bereitet oder nicht passt, kommt weg. Das gilt für Kleidung, Bücher und Küchengeräte. Wenn Sie sich schwer trennen, denken Sie daran: Der Platz im Schrank ist wertvoller als ein Teil, das Sie nie benutzen. Die KonMari-Methode empfiehlt, nur Dinge zu behalten, die Ihnen Freude machen.
Weitergeben statt wegwerfen
Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, müssen nicht in der Mülltonne landen, denn viele dieser Gegenstände sind noch brauchbar, auch wenn Sie sie nicht mehr nutzen. Bringen Sie sie zum Sozialkaufhaus, zur Kleiderkammer oder zu einer lokalen Sammelstelle. Dadurch entlasten Sie die Umwelt. Andere können günstig gut erhaltene Dinge bekommen. Bevor Sie etwas wegwerfen, fragen Sie sich, ob es jemand anders gebrauchen könnte.
Ordnung in kleinen Schritten
Kleine, regelmäßige Routinen schaffen dauerhafte Ordnung. Ein großer Putzmarathon reicht dafür nicht. Nehmen Sie sich jeden Tag eine feste Zeit, zum Beispiel nach dem Abendessen, und räumen Sie zehn Minuten lang auf. Die Regelmäßigkeit zählt mehr als die Dauer. Wenn Sie jeden Tag ein paar Dinge zurücklegen, bleibt es aufgeräumt, ohne dass Sie sich überfordern. Planen Sie feste Tage für bestimmte Aufgaben ein, etwa Montag für die Küche und Donnerstag für das Bad.
Ordnung und Chaos im Gleichgewicht
Die Dresdner Hochschulmedizin hat in einer internationalen Studie gezeigt: Ein Gleichgewicht, in dem sich Ordnung und Chaos einigermaßen die Waage halten, lässt das Gehirn am effizientesten arbeiten. Perfekte Ordnung in jedem Raum ist nicht nötig und kann sogar stressen. Ein Schreibtisch, auf dem gerade gearbeitet wird, darf unordentlich sein. Ein Wohnzimmer, das Sie zum Entspannen nutzen, sollte dagegen übersichtlich bleiben. Legen Sie klare Zonen fest: In der Küche und im Bad herrscht Ordnung, in Arbeitsbereichen ist etwas Unordnung erlaubt.