Bei jedem Spülgang bleiben Speisereste, Fett und Kalk in der Spülmaschine zurück. Das passiert auch, wenn das Geschirr danach sauber aussieht. Die Rückstände setzen sich oft im Sieb, in den Sprüharmen oder an den Gummdichtungen ab. Dort vergammeln sie und erzeugen den muffigen Geruch, der allmählich auf das Geschirr übergeht.
Am wichtigsten ist der Filter im Boden des Spülraums. Wer ihn regelmäßig reinigt, beugt Gerüchen, schlechten Spülergebnissen und unnötigem Energieverbrauch vor.
Warum die Spülmaschine riecht
Der Geruch entsteht fast immer durch organische Reste, die irgendwo im Innenraum liegen bleiben und dort bei Feuchtigkeit und Wärme verderben. Das grobe Sieb und das Feinsieb im Boden der Maschine fangen diese Reste ab. Wenn Sie das Sieb nicht regelmäßig leeren, zersetzen sich die Speisereste. Mit der Zeit bildet sich ein Film aus Fett und Bakterien. Auch die Gummidichtungen an der Tür, die Körbe und die Sprüharme können solche Rückstände aufnehmen.
Kalk spielt eine zweite Rolle. In Gegenden mit hartem Wasser setzt sich Kalk in den Düsen der Sprüharme ab. Dadurch verringert sich die Reinigungskraft: Das Wasser verteilt sich schlechter, die Maschine braucht längere Programme oder höhere Temperaturen, um dasselbe Ergebnis zu erreichen. Das kostet Energie, und die feuchten, warmen Stellen im Innenraum bieten Bakterien zusätzlichen Nährboden.
Spülmaschinenfilter richtig reinigen
Der Filter sitzt am Boden des Spülraums und besteht meist aus einem groben Sieb, einem Feinsieb und einem zylindrischen Teil. Sie können ihn in den meisten Modellen ohne Werkzeug herausdrehen oder herausziehen. Prüfen Sie kurz in der Bedienungsanleitung, ob bei Ihrem Gerät eine andere Bauweise vorliegt.
So gehen Sie vor:
- Reste aus dem Sieb unter fließendem Wasser abspülen. Grobe Partikel vorher mit der Hand entfernen.
- Das Sieb in warmem Wasser mit etwas Spülmittel einweichen und mit einer weichen Bürste reinigen. Eine alte Zahnbürste eignet sich für die Rillen.
- Bei starken Fettablagerungen hilft eine Mischung aus heißem Wasser und etwas Spülmittel. Für Kalkablagerungen verwenden Sie Zitronensäure oder Essig, aber verdünnt und nicht im Übermaß.
- Lassen Sie das Sieb vollständig trocknen, bevor Sie es wieder einsetzen.
Der Filter sollte häufiger gereinigt werden als der Rest der Maschine. Wer täglich spült, sollte das Sieb alle ein bis zwei Wochen kurz ausspülen. Eine gründliche Reinigung der gesamten Maschine einmal im Monat reicht, um Gerüchen vorzubeugen. Dabei reinigen Sie nicht nur den Filter, sondern auch die Sprüharme und die Dichtungen.
Reinigung mit Hausmitteln
Für die gründliche Reinigung brauchen Sie keine Spezialprodukte. Essig, Zitronensäure und Natron decken die meisten Fälle ab. Zitronensäure und Essig lösen Kalk, Natron neutralisiert Gerüche und löst Fett.
Gehen Sie dazu so vor: Stellen Sie eine Tasse mit zwei bis drei Esslöffeln Zitronensäure oder Essig aufrecht in den oberen Korb und starten Sie ein heißes Programm ohne Geschirr. Die Säure verteilt sich im Wasser und löst Kalk in den Leitungen und Düsen. Bei starken Gerüchen geben Sie eine halbe Tasse Natron direkt auf den Boden der leeren Maschine und lassen ebenfalls ein Heißprogramm laufen. Kombinieren Sie beides nicht gleichzeitig, denn Essig und Natron neutralisieren sich gegenseitig, wenn sie aufeinandertreffen. Die Mischung ist dann zum Reinigen unbrauchbar.
Wichtig: Verwenden Sie Essig und Zitronensäure nicht zu häufig und nicht in zu hoher Konzentration. Beide Säuren können bei regelmäßiger Anwendung Gummidichtungen angreifen. Einmal im Monat ist ein guter Rhythmus. Bei hartem Wasser und viel Fett im täglichen Betrieb kann eine zusätzliche Reinigung mit Zitronensäure alle zwei Wochen sinnvoll sein.
Sprüharme und Dichtungen reinigen
Die Sprüharme sollten Sie alle paar Monate abnehmen und die Düsen kontrollieren. Bei den meisten Geräten lassen sie sich durch eine Drehbewegung oder eine Mutter lösen. Bei verkalkten Düsen legen Sie die Arme einige Stunden in warmes Wasser mit Zitronensäure. Danach spülen Sie die Arme unter fließendem Wasser aus und setzen sie wieder ein.
Die Gummidichtung an der Tür wird oft übersehen. Ziehen Sie sie vorsichtig ab, dort können sich mit der Zeit schwarze Schimmelpunkte bilden. Reinigen Sie die Dichtung mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel, trocknen Sie sie ab und setzen Sie sie wieder ein. Kontrollieren Sie dabei gleich, ob die Dichtung porös ist oder Risse hat, denn eine undichte Tür lässt Feuchtigkeit austreten und bietet Schimmel in der Küche eine Angriffsfläche.
Regelmäßig lüften und trocken halten
Eine häufige Ursache für muffige Gerüche liegt außerhalb der Maschine. Die Spülmaschine gibt beim Trocknen warme, feuchte Luft an den Raum ab. Wenn die Küche dauerhaft geschlossen bleibt, steigt die Luftfeuchtigkeit, Feuchtigkeit kondensiert an Wänden und Möbeln, und Schimmel kann sich bilden. Die Spülmaschine wird dann Teil eines feuchten Raumklimas, das Bakterienwachstum begünstigt.
Lüften Sie deshalb regelmäßig und ausreichend. Zwei- bis dreimal täglich stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster für fünf bis zehn Minuten reicht in normalen Wohnungen, um die Feuchtigkeit abzutransportieren. Im Winter sind die Intervalle kürzer, weil die kalte Außenluft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann und sich sonst Kondenswasser an Fenstern und Wänden bildet. Im Sommer bei feuchter Außenluft hilft Lüften in den frühen Morgenstunden besser als in der Mittagshitze.
Lassen Sie nach jedem Spülgang die Tür der Maschine für einige Minuten oder über Nacht einen Spalt weit offen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. Eine dauerhaft geschlossene Tür begünstigt Schimmel an den Gummidichtungen und muffige Gerüche im Innenraum. Wenn Ihre Maschine ein Programm mit offener Tür zum Trocknen anbietet, nutzen Sie es. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig den Siphonanschluss im Ablaufschlauch. Dort sammeln sich Fett und Speisereste, die in die Maschine zurückriechen können. Bei hartnäckigen Gerüchen reinigen Sie den Bereich einmal im Jahr oder lassen ihn vom Kundendienst prüfen.
Verstopfte Sprüharme erkennen
Wenn das Geschirr auch nach dem Spülen noch Schlieren oder Speisereste aufweist, sind häufig die Düsen der Sprüharme verstopft. Sie erkennen das an ungleichmäßigen Wasserverteilungen: Teller oben sind sauber, unten bleiben Reste zurück, oder umgekehrt. Drehen Sie die Sprüharme ab, falls sie sich lösen lassen, und prüfen Sie die Düsen auf Ablagerungen. Bei hartnäckigem Kalk weichen Sie die Arme über Nacht in einer Lösung aus warmem Wasser und Zitronensäure ein. Stechen Sie die Düsen nicht mit Nadeln oder Draht aus, das vergrößert die Öffnungen und verschlechtert den Strahldruck dauerhaft. Verwenden Sie stattdessen eine weiche Bürste oder lassen Sie die Teile einweichen.
Wie oft Sie die Spülmaschine reinigen sollten
Im normalen Haushalt reicht es, den Filter nach jedem Spülgang kurz auszuspülen, damit grobe Reste nicht antrocknen. Eine gründliche Reinigung des gesamten Innenraums, der Sprüharme und der Dichtungen sollten Sie mindestens einmal im Monat einplanen. Bei häufigem Gebrauch oder wenn Sie viele fetthaltige Speisen spülen, reicht dieser Rhythmus oft nicht aus. Dann hilft es, den Filter wöchentlich zu prüfen und die Sprüharme bei Bedarf zu reinigen, wenn sie verkalkt oder verstopft sind.
Wenn Gerüche trotz Reinigung wiederkommen, liegt es oft an einer Stelle, die übersehen wurde. Prüfen Sie die Türdichtung in allen Falten, den Bereich unter dem unteren Korb und die Filterunterseite. Auch der Geschirrspüler-Spülkorb selbst kann Fett ansetzen. Reinigen Sie die Körbe gelegentlich in der Spülmaschine mit einem leeren Programm, oder spülen Sie sie unter fließendem Wasser ab. Gelegentlich hilft auch das Fach für Klarspüler, denn ein verklebter Einfüllstutzen kann dazu führen, dass Spülmittelreste nicht richtig austreten und gären.