Ein Saugroboter saugt nur so gut, wie er gepflegt wird. Wickeln sich Haare um die Bürsten, verdeckt Staub die Sensoren oder ist der Staubbehälter voll, sinkt die Saugkraft. Der Roboter fährt dann gegen Hindernisse oder bleibt mitten im Raum stehen. Wer Bürsten, Räder und Sensoren regelmäßig reinigt, hält das Gerät während der üblichen Lebensdauer von vier bis sechs Jahren funktionsfähig. Selbstleerende Absaugstationen leeren den Staubbehälter. Bürsten, Filter und Sensoren müssen Sie trotzdem selbst reinigen.

Die Reinigung dauert wenige Minuten. Den meisten Geräten liegen passende Werkzeuge bei, zum Beispiel eine Reinigungsbürste oder ein Fadenheber.

Wann Sie den Saugroboter pflegen müssen

Wie oft Sie den Roboter pflegen müssen, hängt von der Nutzung ab. Den Staubbehälter leeren Sie nach jedem Sauggang, wenn das Gerät keine Absaugstation hat. Die Seitenbürsten und die Hauptbürste reinigen Sie wöchentlich, weil sich dort Haare und Fäden sammeln. Den Filter prüfen Sie monatlich und tauschen ihn bei Bedarf. Bei einem HEPA-Filter, einem Feinstaubfilter, der winzige Partikel aus der Abluft herausfiltert, steht der monatliche Wechsel im Pflegeplan. Die Angaben in der Bedienungsanleitung haben Vorrang. Bei starker Nutzung oder Haustieren verkürzen sich die Intervalle.

Bei einem Modell mit Absaugstation entfällt das tägliche Leeren, weil die Station den Staub in einen verschlossenen Beutel oder Behälter übernimmt. Einige Modelle waschen und trocknen auch die Wischpads. Selbstreinigend bedeutet aber nur, dass die Station den Staubbehälter leert. Die übrige Reinigung übernehmen Sie weiterhin selbst.

Haare aus Bürsten und Walzen entfernen

Die Hauptbürste nimmt den meisten Schmutz auf und verheddert sich am schnellsten. Drehen Sie den Roboter um, öffnen Sie die Abdeckung der Walze und ziehen Sie die Walze heraus. Haare und Fäden, die sich um die Walze gewickelt haben, schneiden Sie mit einer Schere auf oder ziehen Sie sie mit dem beiliegenden Reinigungswerkzeug ab. Viele Modelle haben Gummilamellen. An ihnen lassen sich die Haare oft in einem Stück abziehen.

Die Seitenbürste führt den Staub von den Rändern zur Walze. Ziehen Sie sie ab und reinigen Sie sie mit einer kleinen Bürste oder einem feuchten Tuch. Wenn die Borsten verbogen oder abgebrochen sind, müssen Sie die Seitenbürste ersetzen. Solche Borsten schieben den Staub zur Seite, statt ihn in die Walze zu führen.

In Haushalten mit Haustieren sammeln sich Haare besonders schnell in der Walze. Das ist etwa die Hälfte aller deutschen Haushalte. Für diese Haushalte lohnt sich die wöchentliche Kontrolle.

Räder von Haaren und Schmutz befreien

Die beiden Antriebsräder bewegen den Roboter durch die Wohnung und sammeln dabei Haare, die sich um die Achse wickeln. Wenn sich zu viel ansammelt, fährt der Roboter unrund oder bleibt stehen. Drehen Sie den Roboter um und ziehen Sie die Haare mit einer Pinzette oder Schere von der Achse. Das kleine Stützrad an der Vorderseite können Sie bei vielen Modellen herausziehen. Reinigen Sie die Aufnahme und die Achse, damit das Rad frei dreht.

Verwenden Sie an den Rädern weder Öl noch Fett. Öl und Fett ziehen neuen Staub an und können auf den Boden tropfen. Ein trockenes Tuch und eine Pinzette reichen aus.

Sensoren und Ladekontakte reinigen

Der Roboter orientiert sich mit seinen Sensoren. Auf der Unterseite sitzen die Sturzsensoren. Sie tasten den Boden ab und verhindern, dass der Roboter die Treppe hinunterfährt. Bei vielen Modellen befindet sich auf der Oberseite ein LiDAR-Sensor (ein Laser, der die Umgebung abtastet) oder eine Kamera. Staub auf diesen Sensoren führt zu Fehlern: Der Roboter stoppt vor der Treppe, fährt im Kreis oder findet die Ladestation nicht.

Wischen Sie die Sensoren mit einem trockenen Wattestab oder einem weichen, fusselfreien Tuch ab. Bei hartnäckigem Schmutz können Sie den Wattestab leicht anfeuchten. Es darf aber kein Wasser in die Öffnungen gelangen. Wischen Sie auch die Ladekontakte am Roboter und an der Station ab, damit das Gerät zuverlässig lädt.

Staubbehälter und Filter sauber halten

Der Staubbehälter sammelt nicht nur Staub, sondern auch Feuchtigkeit und Gerüche. Leeren Sie ihn nach jedem Sauggang. Bei einer Absaugstation reicht die regelmäßige Kontrolle. Wenn der Behälter voll ist, sinkt die Saugkraft spürbar, weil die Luft nicht mehr durch den Filter zieht.

Bei den meisten Modellen können Sie den Behälter mit lauwarmem Wasser ausspülen. Trocknen Sie ihn vollständig, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Sonst nimmt der Filter Feuchtigkeit auf und der Behälter riecht. Den Filter reinigen Sie trocken: Klopfen Sie ihn aus oder bürsten Sie ihn mit einer weichen Bürste ab. Wasser zerstört die Filterfasern. Den HEPA-Filter tauschen Sie monatlich. Die Angaben des Herstellers haben Vorrang.

Wenn der Roboter eine Wischfunktion hat, nehmen Sie das Wischpad nach jedem Einsatz ab und lassen Sie es trocknen. Ein feuchtes Pad in der Station oder im Behälter fängt an zu riechen und kann Bakterien bilden.

Lüften und Heizen: Der Roboter bleibt länger sauber

Die Luft im Raum bestimmt, wie schnell der Roboter verschmutzt. Regelmäßiges Lüften senkt die Luftfeuchtigkeit und trägt den Staub nach draußen. Der Roboter saugt dann weniger Feinstaub auf, der Filter bleibt länger sauber, und die Sensoren beschlagen nicht. Beim Stoßlüften öffnen Sie die Fenster weit und lassen Sie sie mehrere Minuten offen. Lassen Sie die Fenster nicht dauerhaft gekippt.

Feuchte Räume wie Küche, Bad oder Waschküche belasten den Roboter. Die Feuchtigkeit setzt sich im Staubbehälter ab. Der Filter nimmt sie auf und kann muffig riechen. Auch die Sensoren können beschlagen. Wer nach dem Kochen oder Duschen lüftet, hält die Luft trocken und den Roboter sauber.

Auch das Heizen wirkt sich auf den Roboter aus. Im Winter ist die Luft trocken. Die Heizung wirbelt Staub auf, und der trockene Staub lädt sich statisch auf. Er bleibt dann leichter an Sensoren, Bürsten und im Filter hängen. Deshalb müssen Sie den Roboter öfter reinigen. Ein Raum mit normaler Raumtemperatur und regelmäßiger Lüftung ist für den Roboter die beste Umgebung.

Die Station sollte in einem beheizten, trockenen Raum stehen. In einem kalten Flur oder in einem ungeheizten Raum verliert die Batterie an Kapazität. Dann erreicht der Roboter die Station bei niedrigem Ladestand nicht mehr zuverlässig. Auch ein Platz direkt am Fenster, das im Winter geöffnet wird, ist ungünstig, weil die Sensoren beschlagen können.

Lüften Sie nach dem Saugen. Der Roboter wirbelt beim Fahren Staub auf, der sich danach wieder setzt. Ein kurzes Lüften trägt die feinen Partikel nach draußen, sodass sie nicht beim nächsten Sauggang erneut aufgewirbelt werden.