Wenn das Geschirr nach dem Spülgang noch Speisereste trägt, Gläser trüb bleiben oder die Maschine muffig riecht, ist meist der Filter im Boden des Spülraums die Ursache. Der Filter fängt Essensreste, Kerne und andere Partikel ab, bevor das Spülwasser wieder durch die Sprüharme gepumpt wird. Ist er verstopft, sinkt der Wasserdruck und die Maschine spült mit schmutzigem Wasser. Wer den Filter regelmäßig reinigt, behebt die meisten Probleme ohne Ersatzteil oder Kundendienst.

Warum der Filter das Spülergebnis bestimmt

Die Spülmaschine nutzt dasselbe Wasser für mehrere Durchläufe. Die Sprüharme verteilen das Wasser im Spülraum. Es läuft über das Geschirr und sammelt sich am Boden, zusammen mit allen gelösten Speiseresten. Dort hält das Filtersystem die Reste zurück, während das Wasser zur Pumpe und zurück zu den Sprüharmen fließt. Ein sauberer Filter sorgt dafür, dass die Düsen vollen Druck haben und kein Schmutz erneut auf das Geschirr gespritzt wird. Außerdem verbraucht eine Maschine mit verstopftem Filter mehr Energie, weil die Pumpe gegen den Widerstand arbeiten muss.

Meist deuten mehrere Symptome gleichzeitig auf einen verstopften Filter hin:

  • Essensreste auf Tellern und Besteck, obwohl das Programm durchgelaufen ist
  • Ein grauer oder trüber Film auf Gläsern
  • Nach dem Spülgang bleibt Wasser im Boden der Maschine stehen
  • Ein muffiger Geruch aus der Maschine

Filter ausbauen und reinigen

Der Filter sitzt am Boden des Spülraums, meist unter dem unteren Sprüharm, und besteht bei den meisten Geräten aus mehreren Teilen: einem groben Sieb für große Reste, einem flachen Feinsieb und einem zylindrischen Mikrofilter. Normalerweise lösen Sie die gesamte Einheit mit einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn und ziehen sie nach oben heraus. Schauen Sie kurz in die Bedienungsanleitung, denn die Bauform unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell.

So gehen Sie vor:

  1. Den unteren Geschirrkorb herausziehen, damit Sie freien Zugang haben.
  2. Den Filtereinsatz drehen und herausnehmen. Bei vielen Modellen reicht eine Vierteldrehung.
  3. Die Einzelteile trennen und unter fließendem warmem Wasser abspülen.
  4. Festsitzende Reste mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm lösen. Eine alte Zahnbürste eignet sich gut für die feinen Maschen.
  5. Bei fettigem Belag etwas Spülmittel verwenden und alles gründlich abspülen.
  6. Den Filter trocknen lassen oder mit einem Tuch abtrocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.

Achten Sie darauf, dass alle Teile nach dem Reinigen wieder richtig einrasten. Wenn der Filter nicht korrekt sitzt, gelangen Speisereste an der Pumpe vorbei und können sie beschädigen. Drehen Sie den Einsatz nach dem Einsetzen so weit, bis er hörbar einrastet.

Verwenden Sie keine harten Scheuerschwämme oder Metallbürsten, die das feine Sieb beschädigen. Reinigen Sie den Filter von Hand statt in der Spülmaschine. So sehen Sie, ob das Sieb wirklich frei ist. Bei Modellen mit Selbstreinigungssystem, das Speisereste zerkleinert und abpumpt, müssen Sie den Filter deutlich seltener ausbauen. Die Anleitung sagt, was Ihr Gerät braucht.

Wie oft Sie den Filter reinigen sollten

Bei normaler Nutzung reicht es, den Filter etwa alle ein bis zwei Wochen zu prüfen und bei Bedarf zu reinigen. Wer viel kocht, die Maschine häufig voll belädt oder große Speisereste nicht vorher abstreift, sollte öfter nachsehen. Nach größeren Festessen oder wenn die Maschine längere Zeit nicht benutzt wurde, lohnt ebenfalls ein Blick in den Filter.

Grobe Speisereste gehören vor dem Einräumen vom Teller. Sie müssen das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vorspülen. Moderne Maschinen und Spülmittel lösen angetrocknete Reste zuverlässig, und die Sensoren arbeiten besser, wenn das Wasser nicht glasklar ist. Ein kurzes Abstreifen mit der Gabel oder einem Stück Küchenpapier genügt.

Weitere Ursachen für schlechte Spülergebnisse

Wenn der Filter sauber ist und das Geschirr trotzdem nicht sauber wird, kommen andere Ursachen infrage. Prüfen Sie die Sprüharme regelmäßig. Sind die Düsen verkalkt oder mit Resten verstopft, reinigen Sie sie mit einem dünnen Draht oder einer Nadel und spülen die Arme unter Wasser aus. Auch der Enthärter arbeitet nur richtig, wenn der Salzbehälter gefüllt ist und die Wasserhärte passt. Zu wenig Klarspüler hinterlässt Wasserflecken, zu viel kann einen Film auf dem Geschirr hinterlassen.

Auch die Beladung beeinflusst das Spülergebnis: Wenn Teller und Schüsseln zu dicht stehen oder große Töpfe die Sprüharme blockieren, erreicht das Wasser nicht alle Flächen. Prüfen Sie außerdem, ob der untere Sprüharm frei drehbar ist und nicht unter einem überstehenden Topfgriff hängen bleibt.

Spülmaschine lüften

Nach der Filterreinigung sollten Sie die Maschine eine Weile offen stehen lassen, damit der Spülraum und die Gummidichtung trocknen. Muffige Gerüche entstehen vor allem durch Feuchtigkeit, die sich besonders dort sammelt, wo Speisereste zurückbleiben, also im Filterbereich. Wer die Tür nach jedem Spülgang einen Spalt breit offen lässt, beugt Gerüchen und Schimmel an der Dichtung vor. Das gilt auch für Maschinen mit automatischer Türöffnung am Programmende: Ein zusätzliches kurzes Lüften schadet nicht.

Wischen Sie die Gummidichtung an der Tür gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab. Dort bleiben Reste hängen, die der Filter nicht erreicht. Wer zusätzlich Fett und Kalk entfernen möchte, startet ab und zu einen leeren Spülgang mit einem handelsüblichen Maschinenreiniger oder etwas Zitronensäure. Das ersetzt die Filterreinigung nicht, hält aber Leitungen und Dichtungen sauber.