Ein schlechter Geruch im Kühlschrank entsteht fast immer durch verdorbene Lebensmittel, ausgelaufene Flüssigkeiten oder Rückstände, die Sie beim schnellen Hineingreifen übersehen. Finden Sie zuerst die Quelle, bevor Sie zu Duftsprays oder Reinigungsmitteln greifen. Solange die Quelle im Kühlschrank liegt, kehrt der Geruch nach jeder Reinigung zurück. Gehen Sie die möglichen Ursachen Schritt für Schritt durch und entscheiden Sie, ob Sie etwas entsorgen, reinigen oder nur umräumen müssen.

Die häufigsten Geruchsquellen

Die meisten Gerüche kommen aus wenigen, gut bekannten Ecken. Beginnen Sie mit den Lebensmitteln, die schnell verderben und deren Geruch sich im ganzen Innenraum verteilt:

  • Käse und Wurst, besonders offene oder angebrochene Packungen
  • Milch, Joghurt und Sahne, die ausgelaufen oder abgelaufen sind
  • Verdorbenes Gemüse und Obst, oft in den unteren Schubladen versteckt
  • Fleisch und Fisch, die nicht dicht verpackt sind
  • Reste in offenen Behältern, die Sie vergessen haben

Nehmen Sie jedes dieser Lebensmittel einzeln heraus und riechen Sie daran. Bei angebrochenen Packungen hilft der Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum nur bedingt, denn der Geruch verrät mehr als das Datum. Wenn etwas unangenehm riecht, eine schleimige Oberfläche hat oder sich verfärbt hat, gehört es in den Müll.

Die Geruchsquelle finden

Räumen Sie den Kühlschrank vollständig aus und stellen Sie die Lebensmittel auf der Arbeitsfläche zwischen. Das klingt aufwendig, ist aber der einzige Weg, um auch die Stellen zu erreichen, die Sie sonst nie sehen.

Prüfen Sie dann in dieser Reihenfolge:

  1. Entsorgen Sie alle Lebensmittel, die verdorben oder abgelaufen sind. Das beseitigt die häufigste Geruchsquelle sofort.
  2. Kontrollieren Sie die unteren Gemüseschubladen auf Flüssigkeitsreste und matschige Stellen. Hier sammeln sich oft Wasser und Fruchtsäfte, die anfangen zu gären.
  3. Ziehen Sie die Glasablagen und Türfächer heraus. Darunter und dahinter bleiben Krümel, Tropfen und kleine Lebensmittelreste liegen, die Sie beim normalen Putzen nicht erreichen.
  4. Fühlen Sie die Dichtungen der Tür ab. In den Falten der Gummidichtung setzen sich Flüssigkeiten und Schimmel fest, die den Geruch über die gesamte Kühlschranktiefe verteilen.
  5. Riechen Sie an den leeren Fächern, bevor Sie etwas reinigen. So erkennen Sie, ob der Geruch an einer bestimmten Stelle sitzt oder sich über den ganzen Innenraum verteilt hat.

Wenn der Geruch nach dem Entsorgen der verdorbenen Lebensmittel verschwindet, reicht ein kurzes Auswischen. Bleibt er bestehen, hat er sich in Ablagen, Dichtungen oder Ritzen festgesetzt.

Entsorgen, reinigen oder umräumen

Nicht jede Geruchsquelle erfordert dieselbe Maßnahme. Die folgende Einteilung zeigt, wie viel Aufwand nötig ist.

Entsorgen sollten Sie alles, was verdorben ist, unangenehm riecht oder dessen Verpackung undicht ist. Dazu gehören auch angebrochene Soßen und Konserven, die Sie länger als eine Woche im Kühlschrank aufbewahrt haben. Einmal geöffnete Lebensmittel nehmen Fremdgerüche auf und können den Geschmack anderer Speisen verändern.

Reinigen müssen Sie alle Flächen, die mit ausgelaufener Flüssigkeit oder Lebensmittelresten in Berührung gekommen sind. Dazu zählen Glasablagen, Schubladen, die Innenwände und die Türfächer. Verwenden Sie warmes Wasser mit etwas Spülmittel oder eine Lösung aus Wasser und Essig. Essig desinfiziert und neutralisiert Gerüche, ohne aggressive Chemie zu hinterlassen. Wischen Sie die Flächen danach mit klarem Wasser nach, damit kein Essiggeruch zurückbleibt. Für hartnäckige Fälle verwenden Sie Natron: Tragen Sie es als Paste auf die betroffenen Stellen auf und wischen Sie es nach einigen Minuten ab.

Umräumen sollten Sie Lebensmittel, die noch gut sind, aber Gerüche abgeben oder aufnehmen. Rohes Fleisch und Fisch gehören immer in die unterste Ablage, damit ihre Flüssigkeit nicht auf andere Lebensmittel tropft. Offenen Käse und stark riechende Wurst sollten Sie in verschließbare Behälter oder dicht schließende Dosen umfüllen. Obst und Gemüse, das Ethylen abgibt und andere Lebensmittel schneller reifen lässt, lagern Sie getrennt von empfindlichen Sorten wie Salat oder Kräutern.

Ablagen und Dichtungen reinigen

Nachdem Sie die Quelle gefunden haben, reinigen Sie den Kühlschrank von oben nach unten. Beginnen Sie mit den oberen Ablagen und arbeiten Sie sich zu den unteren Schubladen vor, damit keine Tropfen auf bereits gereinigte Flächen fallen.

Die Glasablagen und Schubladen spülen Sie am besten unter fließendem warmem Wasser ab. Die Innenwände wischen Sie mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel. Für die Gummidichtungen nehmen Sie eine alte Zahnbürste oder ein weiches Tuch, das Sie in die Falten drücken. Kontrollieren Sie dabei, ob sich Schimmel gebildet hat. Schwarze Flecken in der Dichtung entfernen Sie mit einer Mischung aus Wasser und etwas Essig.

Lassen Sie den Kühlschrank nach der Reinigung bei geöffneter Tür einige Minuten trocknen, bevor Sie die Lebensmittel wieder einräumen. Das verhindert, dass sich in feuchten Ecken neue Bakterien ansiedeln.

Gerüche dauerhaft vermeiden

Ein sauberer Kühlschrank bleibt nur dann geruchsfrei, wenn Sie die Ursachen beseitigen. Verpacken Sie Lebensmittel grundsätzlich dicht, kontrollieren Sie einmal pro Woche den Inhalt und werfen Sie Reste weg, die Sie nicht mehr essen werden. Stellen Sie offene Behälter mit stark riechenden Speisen nicht ungeschützt in den Kühlschrank, sondern decken Sie sie ab oder füllen Sie sie in Dosen um.

Eine kleine Schale mit Natron oder gemahlenem Kaffee im Kühlschrank kann leichte Gerüche aufnehmen, ersetzt aber keine Reinigung. Wenn der Geruch nach gründlicher Reinigung und dem Entsorgen aller verdächtigen Lebensmittel weiterhin besteht, prüfen Sie die Rückwand und das Ablaufloch im hinteren Bereich. Dort sammelt sich Kondenswasser, das bei Verschmutzung muffig riecht. Ein Wattestäbchen oder eine kleine Bürste reicht meist aus, um das Loch zu reinigen.