Digitale Haushaltshelfer sind Apps und Systeme, die den Alltag rund um Haushalt und Finanzen erleichtern. Sie reichen von Haushaltsbuch-Apps für die Finanzübersicht über Aufgabenplaner für Putz- und Einkaufsroutinen bis zu Smart-Home-Systemen, die Geräte automatisch steuern.
Die meisten Grundversionen sind kostenlos, und schon ein einfaches Programm entlastet spürbar, ohne dass Sie viel Geld ausgeben müssen, um etwas davon zu haben.
Was digitale Haushaltshelfer leisten
Die verbreitetste Gruppe sind Haushaltsbuch-Apps für das Smartphone. Sie erfassen alle Einnahmen und Ausgaben und teilen sie in Kategorien ein. So behalten Sie Ihre Haushaltsfinanzen im Blick und können sparen. Wer einmal einen Monat lang jede Ausgabe einträgt, sieht meist schnell, wohin das Geld fließt. Der eigentliche Wert ist diese Transparenz, nicht die App selbst.
Daneben gibt es Aufgabenplaner wie Home Tasker, die Putz- und Hausarbeiten organisieren. Solche Apps bieten vorgefertigte Reinigungsaufgaben, eine Einteilung nach Räumen, flexible Vorlagen und automatische Reinigungsroutinen. Sie können wiederkehrende Aufgaben im Wechsel planen und eine Reinigungshistorie führen. Diese Funktionen stammen aus der Produktbeschreibung des Herstellers. Unabhängig geprüfte Testergebnisse gibt es nicht. Ob die App im Alltag reibungslos läuft, sollten Sie in der kostenlosen Testphase selbst prüfen.
Smart-Home-Systeme bilden die dritte Gruppe. Sie automatisieren Abläufe, etwa dass morgens der Kaffee fertig ist, wenn Sie aufstehen. Allerdings sind nicht alle Systeme einfach zu bedienen. Wer keine Lust auf lange Einrichtungsprozeduren hat, sollte mit einem einzelnen Gerät beginnen und das System erst nach und nach erweitern.
Was der Test der Haushaltsbuch-Apps zeigt
Ein aktueller Test hat acht weit verbreitete Haushaltsbuch-Apps für Android und fünf für iOS untersucht. Die Grundversionen sind kostenlos. Die getesteten Vollversionen kosten Geld, mit einer Ausnahme. Sie können also jede App zunächst kostenlos ausprobieren und erst dann bezahlen, wenn Sie sicher sind, dass sie zu Ihrem Nutzungsverhalten passt.
Der Test bestätigt, was alle diese Apps können: Einnahmen und Ausgaben erfassen und kategorisieren. Die Unterschiede liegen im Detail, etwa bei der Bedienung, der Auswertung oder der Budgetfunktion pro Kategorie. Ein Entscheidungskriterium ist die Eingabegeschwindigkeit. Wenn Sie nach jedem Einkauf nur zwei oder drei Tippbewegungen brauchen, werden Sie die App langfristig nutzen. Braucht die Eingabe mehrere Bildschirme, lassen Sie es nach zwei Wochen bleiben.
Woran Sie eine passende Haushaltsbuch-App erkennen
Achten Sie beim Ausprobieren auf vier Punkte. Erstens: Lässt sich die App mit Ihrem Bankkonto verbinden, oder müssen Sie alles manuell eintragen? Die manuelle Eingabe ist sicherer, kostet aber Zeit. Zweitens: Gibt es eine Budgetfunktion, die Ihnen anzeigt, wie viel Sie in einer Kategorie noch ausgeben dürfen? Drittens: Wie gut sind die Auswertungen? Ein Monatsdiagramm hilft mehr als eine reine Zahlenliste. Viertens: Was passiert mit Ihren Daten? Eine Haushaltsbuch-App kennt Ihr Einkommen und Ihre Ausgaben. Prüfen Sie in den Datenschutzeinstellungen, ob die Daten nur auf Ihrem Gerät gespeichert werden oder in der Cloud des Anbieters liegen.
Ein praktischer Tipp: Testen Sie zwei Apps parallel für zwei Wochen. Tragen Sie dieselben Ausgaben in beide ein und vergleichen Sie, welche Sie häufiger öffnen. Die App, die Sie freiwillig nutzen, ist die richtige, unabhängig von Testergebnissen.
Home Tasker und andere Aufgabenplaner
Home Tasker ist ein Beispiel für einen Aufgabenplaner, der Putz- und Hausarbeiten organisiert. Die App bietet vorgefertigte Reinigungsaufgaben, die Sie nach Räumen ordnen können. Sie können eigene Vorlagen anlegen, automatische Reinigungsroutinen einstellen und Aufgaben im wöchentlichen Wechsel rotieren lassen. Die Reinigungshistorie zeigt Ihnen, wann Sie welche Aufgabe zuletzt erledigt haben. Eine KI-Raumscan-Funktion soll die Einrichtung erleichtern, indem sie Räume erkennt und passende Aufgaben vorschlägt.
Auch diese Funktionsangaben stammen vom Hersteller. Ob die KI-Erkennung zuverlässig arbeitet und ob die App stabil läuft, müssen Sie selbst testen. Ein Aufgabenplaner nimmt Ihnen die Entscheidung ab, was heute dran ist. Wer morgens nicht überlegen möchte, ob der Staubsauger oder das Bad dran ist, bekommt von der App einen klaren Plan.
Smart Home realistisch planen
Smart-Home-Systeme können Haushaltsroutinen automatisieren, etwa das Einschalten der Kaffeemaschine zur Weckzeit oder das Herunterfahren der Heizung, wenn niemand zu Hause ist. Der Einstieg ist aber nicht immer einfach. Viele Systeme brauchen eine zentrale Steuereinheit. Sie müssen einzelne Geräte einrichten und Szenen verknüpfen. Wer sich das nicht zutraut, startet mit einem einzelnen smarten Stecker oder einer smarten Lampe. Diese Geräte richten Sie meist über eine einfache App ein. So merken Sie, ob Ihnen die Automatisierung überhaupt liegt.
Die größte Hürde ist die Pflege der Geräte. Jedes neue Gerät muss eingerichtet, benannt und in Szenen eingebunden werden. Wer das nicht regelmäßig macht, verliert schnell den Überblick. Planen Sie daher am Anfang nur eine oder zwei Automatisierungen, die Ihnen wirklich etwas bringen, etwa das Licht beim Nachhausekommen.
Welcher Helfer passt zu welcher Situation
Welcher Helfer passt, hängt von Ihrem Problem ab. Wenn Sie am Monatsende mehr Geld übrig haben möchten, ist eine Haushaltsbuch-App der richtige Einstieg. Sie können sie kostenlos testen. Sie liefert schnell Ergebnisse und braucht keine technische Einrichtung. Wenn Sie dagegen den Überblick über Putz- und Hausarbeiten verlieren, weil mehrere Personen im Haushalt leben, hilft ein Aufgabenplaner wie Home Tasker. Er verteilt Aufgaben und zeigt, wer was wann erledigt hat. Wenn Sie Geräte automatisch steuern möchten, führt an einem Smart-Home-System kein Weg vorbei, aber Sie sollten klein anfangen.
Eine Kombination ist übrigens sinnvoll. Eine Haushaltsbuch-App und ein Aufgabenplaner ergänzen sich, ohne sich zu behindern. Beide laufen auf dem Smartphone, lassen sich unabhängig voneinander testen und kosten in der Grundversion nichts.