Ein Saugroboter reinigt den Boden täglich, braucht aber selbst Pflege: sonst sinkt die Saugleistung und die Lebensdauer verkürzt sich. Eine wöchentliche Routine von wenigen Minuten hält Bürsten, Räder und Sensoren in Form und vermeidet teure Reparaturen.
Trockene Pflege mit Bürste und Tuch ist fast immer erlaubt. Bei Filtern, Sensoren und manchen Bürsten entscheidet die Modellanleitung, ob Wasser oder Reinigungsmittel verwendet werden dürfen.
Staubbehälter täglich entleeren
Der Staubbehälter braucht die meiste Aufmerksamkeit. Wenn Ihr Saugroboter keine Selbstentleerungsstation hat, sollten Sie den Behälter nach jedem Einsatz oder mindestens täglich leeren. Ein voller Behälter verringert die Saugkraft, weil die Luft nicht mehr frei durchströmen kann. Leeren Sie den Behälter über dem Mülleimer aus und klopfen Sie ihn leicht aus, damit grober Staub und Krümel herausfallen. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft eine trockene Bürste, aber spülen Sie den Behälter nur aus, wenn die Anleitung das ausdrücklich erlaubt. Viele Modelle haben Elektronik im Deckel oder am Sauganschluss. Diese nimmt bei Feuchtigkeit Schaden.
Bürsten wöchentlich reinigen
An Hauptbürste und Seitenbürsten bleiben Haare, Fäden und Tierhaare hängen. Sie wickeln sich um die Achsen. Reinigen Sie beide mindestens einmal pro Woche, bei langen Haaren oder Haustieren häufiger. Drehen Sie den Roboter um und entnehmen Sie die Bürsten gemäß Anleitung. Ziehen Sie Haare und Fäden mit den Fingern oder einer Schere ab. Bei verwickelten Resten hilft eine feine Kammbürste oder ein Zahnstocher. Beschädigen Sie die Gummilippen der Hauptbürste nicht. Sie dichten die Bürste zum Boden hin ab. Wischen Sie Seitenbürsten mit einem trockenen Tuch ab. Bei starker Verschmutzung prüfen Sie die Anleitung, ob Sie sie mit lauwarmem Wasser abspülen dürfen. Manche Hersteller empfehlen, Seitenbürsten regelmäßig zu tauschen. Die Borsten werden mit der Zeit kürzer und die Reinigungsleistung lässt nach.
Räder und Sensoren trocken pflegen
Räder und Sensoren an der Unterseite sind empfindlich. Reinigen Sie sie grundsätzlich nur trocken. Antriebsrad und Stützräder nehmen Staub und Haare auf. Diese wickeln sich um die Achsen und blockieren die Bewegung. Entfernen Sie sichtbare Verwicklungen mit einer Pinzette oder Schere. Schalten Sie den Roboter vorher aus und trennen Sie ihn vom Strom. Die Sensoren für Navigation und Teppicherkennung sitzen meist an der Unterseite und an der Stoßstange. Wischen Sie sie mit einem trockenen, fusselfreien Mikrofasertuch ab. Verwenden Sie keine feuchten Tücher oder Reinigungssprays. Feuchtigkeit dringt sonst in die Sensoröffnungen ein und beschädigt die Elektronik. Schreibt die Anleitung Ihres Modells eine spezielle Reinigungsmethode vor, folgen Sie dieser. Die Hersteller kennen die genaue Bauweise ihrer Geräte.
Filter und Ersatzteile prüfen
Der Filter ist meist ein HEPA-Filter (Feinstaubfilter). Er ist ein Verschleißteil, das die Luft reinigt und die Saugleistung erhält. Die Hersteller empfehlen Unterschiedliches: Manche Modelle verlangen einen monatlichen Austausch, andere erlauben ein vorsichtiges Ausklopfen oder Auswaschen. Prüfen Sie die Modellanleitung, bevor Sie den Filter nass reinigen. Ein nasser Filter, der nicht richtig trocknet, kann schimmeln. Das verschlechtert die Luftqualität. Tauschen Sie den Filter aus, wenn er sichtbar verfärbt ist oder die Saugleistung nachlässt. Auch Bürsten und Räder können Sie als Ersatzteile nachkaufen. Originalteile des Herstellers passen exakt. Kompatible Teile von Drittanbietern sind günstiger, aber nicht immer passend. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Modellbezeichnung. Die Bauteile passen oft nur für bestimmte Serien. Kontrollieren Sie regelmäßig den Verschleiß von Bürsten und Filter. Ein gut gewarteter Roboter muss seltener repariert werden und spart so langfristig Geld.