Nach ein paar Wochen sehen Jalousien im Bad und im Schlafzimmer unterschiedlich aus: Auf den Lamellen im Bad bildet sich ein feiner grauer Belag, im Schlafzimmer setzen sich trockener Staub und Flusen ab. Feuchtigkeit und Temperaturwechsel lassen den Staub im Bad schneller haften, während er im Schlafzimmer vor allem aus Hautschuppen und Textilfasern von Bett und Kleidung besteht.
Beide Jalousien lassen sich reinigen, ohne dass Sie jede Lamelle einzeln abbauen müssen.
Warum das Bad schneller verstaubt
In Badezimmern setzt sich Staub besonders schnell ab. Feuchtigkeit und Wärme sind die Hauptgründe. Wenn Sie duschen oder baden, steigt Wasserdampf auf und legt sich als feiner Film auf die Jalousien. An dieser feuchten Oberfläche bleibt Staub kleben, der durch die Lüftung oder beim Öffnen der Tür hereinkommt. Ein trockener Staubfilm lässt sich leicht abwischen, ein feuchter haftet dagegen fester und erfordert mehr Aufwand. Deshalb entsteht im Bad mit der Zeit ein hartnäckiger Belag, der mehr Arbeit macht als loser Staub.
Dazu kommt die Luftbewegung. Warme Luft steigt nach oben, kalte Luft sinkt nach unten. Gerade in kleinen Räumen wie dem Bad entstehen dadurch ständig leichte Strömungen, die Partikel aufwirbeln und an den Lamellen ablagern. Wenn Sie im Winter nur kurz lüften, weil es draußen kalt ist, bleibt die feuchte Luft im Raum und der Belag wird schneller dick.
Was im Schlafzimmer in der Luft liegt
Im Schlafzimmer sieht der Staub anders aus, weil er andere Bestandteile hat. Bettwäsche, Decken, Kleidung und Teppiche geben Textilfasern ab, dazu kommen Hautschuppen und Haare. Hausstaubmilben fressen diese Schuppen und hinterlassen ihren Kot, der bei Allergikern die typischen Beschwerden auslöst. Pro Quadratmeter fallen täglich etwa sechs Milligramm Staub an, die genaue Menge hängt von den Lebensumständen ab. Wer mit Haustieren schläft, hat entsprechend mehr Staub auf den Lamellen.
Im Winter wird das Problem größer. Zwar gelangen durch geschlossene Fenster weniger Pollen und Straßenstaub ins Zimmer, aber die Heizung trocknet die Luft aus. Trockene Luft hält Partikel länger in der Schwebe, und wer unregelmäßig lüftet, sorgt dafür, dass sich der Staub immer wieder auf den Jalousien absetzt.
Jalousien reinigen, ohne sie abzubauen
Sie müssen die Jalousie nicht abnehmen, um die Lamellen sauber zu bekommen. Drei Methoden haben sich bewährt, und jede hat ihre Stärken.
Ein Mikrofaser-Staubwedel mit flachem, schmalem Kopf ist die schnellste Lösung zum regelmäßigen Staubwischen. Sie führen den Wedel über die geschlossene Jalousie. Der Staub bleibt an den Fasern hängen und fällt nicht auf den Boden. Der Bezug lässt sich abnehmen und in der Waschmaschine reinigen. So verteilt der Wedel beim nächsten Mal nicht den alten Staub wieder. Diese Methode eignet sich für das Schlafzimmer, wo es meist um trockenen, losen Staub geht.
Für Allergiker ist der Staubsauger die bessere Wahl. Mit einer Bürstendüse saugen Sie die Lamellen von oben nach unten ab, ohne den Staub aufzuwirbeln. Wichtig ist ein Gerät mit hoher Staubrückhaltung, damit die feinen Partikel und Milbenreste nicht durch den Ausblasstrom wieder in den Raum gelangen. Diese Methode dauert etwas länger als das Abwedeln, hält aber die Luft sauber.
Die gründlichste Methode ist das feuchte Abwischen. Sie falten ein Mikrofasertuch um jede Lamelle und ziehen es einmal durch. Das entfernt auch den feuchten Belag aus dem Bad, den weder Wedel noch Staubsauger zuverlässig lösen. Dafür ist diese Methode die aufwendigste, weil Sie Lamelle für Lamelle bearbeiten müssen. Die Jalousie müssen Sie dafür nicht abbauen, aber Sie sollten sie ganz herunterlassen und so fixieren, dass sie nicht hin und her schwingt.
Welche Reinigung zu Bad und Schlafzimmer passt
Ob Sie zum Wedel oder zum feuchten Tuch greifen, hängt vom Raum und vom Zustand der Jalousie ab. Im Schlafzimmer reicht meist der Mikrofaser-Wedel einmal pro Woche, um den trockenen Staub zu entfernen. Im Bad sollten Sie öfter ran, weil der feuchte Belag mit der Zeit fest wird. Wenn Sie dort nur abwedeln, bleibt der feine Film aus Dampf und Staub zurück und wird bei jedem Duschen dichter. Ein feuchtes Tuch ist im Bad deshalb regelmäßig nötig, auch wenn es mehr Zeit kostet.
Der Staubsauger ist die richtige Wahl, wenn jemand im Haushalt unter einer Hausstauballergie oder Asthma leidet. Er saugt den Staub auf und verhindert, dass die Partikel beim Reinigen durch die Luft wirbeln. Bei hartnäckigen Belägen im Bad kommt er aber an seine Grenzen, weil der feuchte Film nicht an der Düse haften bleibt.
Worauf Allergiker achten sollten
Wer auf Hausstaubmilben reagiert, sollte das Schlafzimmer besonders im Blick behalten. Sie können die Allergene nicht vollständig aus der Wohnung entfernen, aber ihre Menge deutlich verringern. Regelmäßiges Staubsaugen der Jalousien mit einer Bürstendüse gehört dazu, ebenso das Waschen der Bettwäsche. Den Bezug des Staubwedels sollten Sie nach jedem Gebrauch waschen, sonst verteilt er die Milbenreste bei der nächsten Reinigung wieder auf den Lamellen.
Auch die Fensterlüftung ist wichtig. Stoßlüften mehrmals am Tag senkt die Luftfeuchtigkeit und damit die Menge an Staub, die an den Lamellen haften bleibt. Das hilft im Bad gegen den feuchten Belag und im Schlafzimmer gegen die trockene Heizungsluft.